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BT_Wandern

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Büttenwarder

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BT_Wandern

Eine Frage der Übung (Teil 2)

Rating: P 16
Genre: Slash, established relationship, humor
Warnungen: nichts als fluff :)

Wie immer hier noch ohne Beta - Fehler bitte melden, damit ich sie vor der Veröffentlichung rausfischen kann :) Und wenn die zwei all zu sehr OOC sind, könnt Ihr das ruhig auch sagen.

6.9.: Ich habe Korrekturen von Farfie eingearbeitet - Danke! Und ich denke, der kann dann jetzt raus.


Eine Frage der Übung (Teil 2)

Wie sich herausstellte, gab es noch mehr Dinge, die durch Übung besser wurden. Thiel erinnerte sich noch lebhaft an die ersten unbeholfenen Versuche, die sie beide recht verlegen zurückgelassen hatten. Das hatte sich aber schnell gelegt. Zwar fiel es ihm immer noch schwer, klar zu formulieren, was er wollte, aber irgendwann hatte Boerne einfach fröhlich angemerkt, daß er dann in Zukunft eben raten würde. Was alles in allem keine schlechte Idee war ... er hätte sich denken können, daß Boerne auch auf diesem Gebiet über reichlich Phantasie verfügte. Kurzum, Boerne abzufüllen hatte sich wirklich gelohnt.

Während sie zufrieden nebeneinander lagen und er sich damit beschäftigte, durch Boernes Haar zu streichen - er war sich sicher, wenn er gekonnt hätte, hätte der andere geschnurrt - dachte er an das Gespräch zurück, mit dem alles angefangen hatte. Ein Glück, daß er nachgehakt hatte. Sonst wären sie heute nicht ... wo sie heute waren.

  "Was hat Frau Haller eigentlich gegen dich in der Hand?" Neugierig war er ja schon, und das schien jetzt der geeignete Augenblick zu sein, die Wahrheit aus dem anderen herauszukitzeln.

  "Hm?"

  "Du hast gefragt, ob sie ihre Kamera dabei hatte ..."

  "Hab' ich das?"

  "Hast du. Na komm schon, verrate es mir. Welche peinliche betrunkene Aktion hat sie dokumentiert?"

  "Gar nichts ... das ist ganz unwichtig." Er konnte die leichte Verlegenheit in Boernes Stimme mitschwingen hören, was ihn noch neugieriger machte.

  "Hast du nackt auf dem Tisch getanzt?"

Boerne gab ein amüsiertes Geräusch von sich. "Den Fehler habe ich nur einmal gemacht, und das ist schon ewig her."

  "Das ist nicht dein Ernst ..." Er hatte das nur so daher gesagt, um Boerne zum Reden zu bewegen, und nicht wirklich mit eine Bestätigung gerechnet. Der andere drehte sich um und drückte sein Gesicht gegen Thiels Bauch.

  "Mein Gott, ich war achtzehn, da macht man so einigen Unsinn."

  "Ich nicht."

  "Du bist ja auch ein langweiliger Spießer."

  "Also bitte!"

  "Wenn's dich beruhigt - die Wirkung auf die anwesenden Damen war nicht die erhoffte ..."

Thiel mußte grinsen. "Wurde viel gelacht?"

  "Kann man so sagen."

  "O.K. ... wenn es das nicht war ... Hast du auf einer Betriebsfeier mit einer Kollegin geknutscht, die du im nüchternen Zustand nicht zweimal ansehen würdest?"

  "Das ist auch schon ewig her, da war Alberich noch gar nicht bei mir."

Thiel stockte. "Du nimmst mich auf den Arm, oder?"

  "Nein ... aber wie gesagt, das ist quasi schon verjährt ..."

  "Und wer?"

  "Das erzähle ich dir bestimmt nicht. Am Ende wirst du noch eifersüchtig. Du klingst schon ganz aufgeplustert."

  "Gar nicht wahr! Als würde es mich interessieren, mit wem du früher rumgemacht hast ... na komm, erzähl's mir."

  "Das werde ich nicht. Nur soviel - Frau Klemm und ich sind übereingekommen, diesen Abend nie mehr zu erwähnen."

  "Boerne!"

  "Was ist?"

  "Das ist schrecklich!"

  "Jetzt übertreibst du aber. Ich finde Frau Klemm gar nicht so unattraktiv."

  "Ich ... das meine ich doch gar nicht." Thiel schüttelte sich. "Aber die Vorstellung ... als wäre es nicht schlimm genug, daß meine Chefin mit meinem Vater schläft ..."

  "Jetzt reg' dich nicht auf ... das ist über zehn Jahre her, und war auch nicht mehr als ein betrunkener Kuß."

  "Na dann ..." Was konnte es noch geben, das Boerne so peinlich sein könnte, daß er es nicht zugeben wollte? "Du hast ziemlich viel Unsinn in betrunkenem Zustand gemacht, oder?"

  "Das Übliche ... denke ich."

  "Ist jemals was Gutes dabei herausgekommen?"

Boerne schwieg eine Weile. "Nur das letzte Mal."

Thiel hatte wieder dieses flaue Gefühl in der Magengegend, das er immer bekam, wenn Boerne so etwas sagte. Irgendwie fiel ihm nie eine passende Antwort ein. Er zog den anderen hoch und küßte ihn in der Hoffnung, daß er auch so verstanden wurde.

  "O.K. ..." Boerne hatte seinen Kopf an seine Schulter gelegt und schien nicht Willens zu sein, von sich aus weiter zu reden. "Wieso willst du mir nicht verraten, was Al ... Frau Haller aufgenommen hat?"

  "Es ist nichts Schlimmes."

  "Aber... ?" Als er zu fragen angefangen hatte, war das mehr ein Scherz gewesen. Der Versuch, Boerne zu piesacken und peinliche Details in die Hand zu bekommen, die sich für andere Zwecke nutzen ließen ... Aber inzwischen wirkte der andere so ernst, daß er anfing sich Sorgen zu machen.

  "Willst du das wirklich wissen?"

  "Sonst würde ich doch nicht fragen."

 Boerne rückte von ihm ab und sah ihn an. "Aber du darfst nicht lachen."

  "Versprochen."
 
 
***
 
 
Als Boerne den Rechner hochfuhr und ein Videoprogramm startete, wurde ihm erst klar, daß es hier nicht nur um belastende Fotos, sondern sogar um Videoaufnahmen ging. Er machte eine entsprechende Bemerkung, um die Stimmung aufzulockern, aber Boerne ging nicht darauf ein.

Warum, wurde ihm dann auch ziemlich schnell klar, während er einem betrunkenen Boerne zusah, der Frau Haller fröhlich seine - Thiels - Vorzüge schilderte. Das klang wirklich ziemlich idiotisch und wahnsinnig verliebt. Thiel schluckte, als er das Datum der Aufnahme sah.

  "Hat Frau Haller das etwa ernsthaft als Druckmittel genutzt?" fragte er in die Stille, die nach dem Ende der Aufnahme folgte.

  "Quatsch. So gemein wäre Alberich doch nie." Boerne beschäftigte sich damit, den Rechner wieder abzuschalten, und sah ihn nicht an. "Sie hat mir die Aufnahme am nächsten Tag gegeben, weil sie meinte, es wäre ganz gut wenn ich wüßte ... naja ... was ich da geredet habe."

  "Warum hast du nie was gesagt? Das war vor fast zwei Jahren."

  "Ich dachte nicht, daß das sinnvoll wäre ... ich meine ..." Boerne sah ihn jetzt doch an. "Du hast nicht gerade den Eindruck erweckt, als würde es dir vielleicht genauso gehen."

Boerne war ein bißchen rot geworden und sah ganz ungewohnt unsicher aus. Und Thiel wußte plötzlich ganz genau, was jetzt die richtige Antwort war. Er zog den anderen in die Arme und murmelte: "Das ist das Netteste, was du jemals über mich gesagt hast. Wie viel muß ich dir zu trinken geben, um das nochmal live zu hören?"

Boerne lachte. "Das kannst du auch nüchtern haben."

  "Kann ich?"

  "Wenn du nett zu mir bist ... vom übermäßigen Alkoholgenuß lasse ich in Zukunft doch lieber die Finger."

  "Ist vielleicht besser so ... ich möchte dich nicht dabei erwischen, wie du mit Frau Klemm nackt auf den Tischen tanzt ..."

Comments

Hach... ich hatte sowas schon geahnt. Nein, ehrlich. Ich hatte es geahnt und ich finds seeeehr gut. Ich finde deinen Boerne toll udn auch Thiel und die Tatsache, dass Alberich zu nett ist, um Boerne damit auch nur ansatzweise zu piesacken... *süß*
Und ja, soooviel Fluff war es auch wieder nicht. Das Ende, okay, aber dann vorher... neee, das war doch eher naja.. doch... etwas fluffig, aber nicht ausgewachsener Fluff.
Meinen Segen hast du...*prust**schön, wenn man selbstironisch ist*

Liebe Grüße,
nipf
ich hatte sowas schon geahnt
*grin* ... dann wußtest Du mehr als ich ... ich wußte noch nicht, was Alberich aufgenommen ht, als ich angefangen habe zu schreiben ;) Erst im Verlauf war die Idee plötzlich da, das nicht nur für einen Witz zu nutzen.

soooviel Fluff war es auch wieder nicht
Fluff ist ja auch nix Schlechtes :) Aber ich bin trotzdem froh, daß Du keinen Zuckerschock erlitten hast ... Das Schöne bei Oneshots oder kurzen Geschichten ist, daß man sich da soviel Nettigkeit eher leisten kann, weil es ja nur ein kurzer Ausschnitt ist. Und man kann sich den Alltagsstreß, die Streitereien etc. außerhalb der Geschichte vorstellen ;)
Ach einen Zuckerschock bekomme ich nicht so schnell udn außerdem verhilft dein Stil einer Geschichte immer auf ein bestimmtes Niveau und das trägt dann zur Beruhigung meiner Nerven bei.

Und ja, ich hatte da so eine Ahnugn, aber hätte sie selber nicht mal laut ausgesprochen...

Wow, Boerne was quite a character when he was young wasn't he? Boerne/Klemm, now there's a pairing!

I would love to know what it was exactly what Boerne said on the videotape.....

Nice story, as always!
Thanks :) I hope I didn't do too much - but on the other hand I can easily imagine Boerne being even worse when he was younger. And by worse I'm meaning "doing things without thinking twice". This text isn't very serious anyway, I was in a silly mood ...

I would love to know what it was exactly what Boerne said on the videotape
Ach ... I really couldn't write this ... This would be too sappy, even for me ... Something for you to imagine :)

Boerne/Klemm
*grin* That could be fun ... Bei dem pairing hätte definitiv Frau Klemm das Sagen :) But I have no imagination for anything besides slash, I'm sorry ;)