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BT_Wandern

February 2018

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Büttenwarder

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BT_Wandern

Beziehungsratschläge (Thiel / Boerne Slash)

Rating: PG 16 Slash
Handlung: Laßt Euch überraschen
Warnungen: ???
Kommentar der Autorin:
Das war ein ganz früher Oneshot, der noch auf meiner Festplatte geschlummert hat, während ich dachte er sei zum Betalesen bei Nipfel ... Die Anregung stammt von Earnur, die sich fragte, wie wohl Beziehungsratschläge von Herbert aussehen würden (zu Albträume, glaube ich). Der Text hat sich dann aber in eine andere Richtung entwickelt ... Mal etwas zur Abwechslung nach dem ganzen Kitsch & h/c :)

Noch nicht korrigiert - von daher freue ich mich über Anmerkungen und Korrekturen

***


„Thiel! Thiel ... gut, daß ich Sie gerade erwische ...“

Thiel seufzte. Es war ein langer Arbeitstag gewesen, und anschließend hatte er sich noch durch einen überfüllten Supermarkt gequält und seine Einkäufe nach Hause geschleppt. Das letzte, was ihm jetzt noch fehlte, war von seinem hyperaktiven Nachbarn im Hausflur überfallen zu werden. Boerne ließ sich aber erfahrungsgemäß nicht abwimmeln, deshalb verschwendete er schon lange keine Energie mehr auf entsprechende Versuche. Er fing einfach an, seine Einkäufe wegzuräumen, und ließ den anderen reden.

„Sie müssen mit ihrem Vater reden. Thiel! Hören Sie mir überhaupt zu!?“

Thiel sah kurz zu seinem Kollegen und stellte fest, daß der ungewöhnlich blaß war und ziemlich schockiert wirkte.

„Was ist denn los ... hat er Sie zu einem Smoke-In mit anschließender Orgie eingeladen oder was?“ Oh Mist, jetzt wäre ihm fast die Milchtüte hingefallen. Er konzentrierte sich weiter aufs Einräumen und hörte Boerne mit halbem Ohr zu.

„Er hat ... er hat mir Beziehungsratschläge gegeben.“

„Hm …“ Das war ja klar – er hatte die Tiefkühlpizza vergessen, die er heute Abend schnell in den Ofen schieben wollte. Zum Kochen war es ihm eigentlich schon zu spät.

„ … und dann hat er mich gefragt, ob wir eigentlich genug miteinander reden würden. Reden und vor allem Zuhören sei besonders wichtig für eine ausgewogene Balance in einer Beziehung. Aber das war noch nicht das Schlimmste.“

„Hm …“ Mal sehen – vielleicht hatte er noch was anderes im Haus, was sich auf die Schnelle zubereiten ließ …

„… er hat von Yin und Yang gefaselt und vom Geben und Nehmen und davon, daß eine gute Beziehung nur funktioniere, wenn der Sex für beide Seiten zufriedenstellend sei! Daß Abwechslung da das A und O sei und daß wir hoffentlich daran denken würden, gelegentlich mal die Rollen zu wechseln!“

„Was!?“ Das hatte nun doch Thiels volle Aufmerksamkeit geweckt. „Sie haben ihm doch wohl hoffentlich gesagt, daß er da auf dem Holzweg ist?!“

„Ich bin gar nicht zu Wort gekommen!“ Boernes Stimme war etwas nach oben gerutscht, und er sah jetzt wirklich empört aus. Thiel mußte grinsen bei der Vorstellung; die Szene hätte er dann doch gerne gesehen. Gleichzeitig machte er sich eine mentale Notiz, sich bei nächster Gelegenheit seinen Vater vorzuknöpfen. Am Ende erzählte Herbert diesen Unsinn noch anderen Leuten – zuzutrauen war es ihm – und er wollte wirklich nicht, daß jemand dachte, er sei mit Boerne zusammen.

„Was ist daran jetzt so lustig?“, fragte der Pathologe gerade. Ein bißchen erinnerte er Thiel an einen Vogel, der das Gefieder sträubte. In dem Zustand gefiel ihm Boerne eigentlich am Besten.

Thiel trat näher an den anderen heran.

„Und? Haben Sie das Bedürfnis nach einem Rollentausch? Ich bin ja für alles offen ... “

Auf die Antwort mußte er einen Moment warten. Aber das war es wert, denn Boerne hatte inzwischen eine dunkelrote Farbe angenommen.

„Ich ... ich bin eigentlich mit dem derzeitigen Zustand ganz zufrieden“, murmelte der andere schließlich.

Thiel kam noch ein bißchen näher. Vielleicht schob er die Frage des Abendessens ja doch noch einen Moment auf … „Küche oder Schlafzimmer?“

„Schlafzimmer.“

„Aha, da wird wohl jemand zu alt für Sex im Stehen ...“

„Wer hat sich denn das letzte Mal einen Hexenschuß geholt! Ich nicht! “

„Na na. Wenn Sie nett zu mir sind, sehe ich mal nach, ob ich vielleicht die Handschellen aus dem Büro mit nach Hause genommen habe ... “

Das beendete die Diskussion, bevor sie richtig in Gang gekommen war, und Boerne ging zielstrebig Richtung Schlafzimmer. Thiel fand es gut, daß er wenigstens bei diesem Aspekt ihrer … Beziehung die Oberhand hatte. Es war doch ganz nett, wenn Boerne zur Abwechslung mal tat was er ihm sagte.

„Mit ihrem Vater sollten Sie aber trotzdem reden, Thiel“, rief Boerne vom andern Ende des Flurs. „Erklären Sie ihm gefälligst, daß wir kein Paar sind – nicht auszudenken, was das sonst für meinen Ruf bedeutet!“

Hm. Die Handschellen würde er wohl doch nicht auspacken. Es sei denn, Boerne überdachte sein Benehmen noch mal und bat ihn recht freundlich darum …

*******

Ich weiß nicht mehr genau wo, aber es gibt eine Szene in einem Tatort, in der Thiel und Boerne hastig aufbrechen und Thiel noch mal schnell kehrt macht, um seine Handschellen aus dem Schlafzimmer zu holen. Ich glaube, das ist in Krumme Hunde. Schon seit ich die das erste Mal gesehen habe, frage ich mich, wieso Thiel die Handschellen im Schlafzimmer aufbewahrt ...

Comments

OMG, das ist einfach... ich rolle immer noch vor Lachen auf dem Boden herum xD Einfach zu köstlich, wie die beiden sich über den gemeinsamen Sex so ganz nebenbei austauschen und sich dabei auch noch siezen :3 Wie kann Herbert es auch bloß wagen, den beiden eine Beziehung zu unterstellen o.O
Und die Bilder, die bauen sich erst so nach und nach auf... holla xD
Dann funktioniert der Text ja anscheinend, wie er soll *grins*

Ich geh jetzt ins Bett nach einem anstrengenden Tag - bin ich froh, daß ich nicht Lehrerin geworden bin ...
*lol*

Also, dieses leise Durchschimmern einer dom/sub Bezeihung gefällt mir - oder hab nur ich das gesehen und versehentlich hineininterpretiert? *hides*
oh nein, die hast nicht nur du gesehen^^ finde den gedanken auch äußerst... interessant ;P
*veg*
das hast Du schon ganz richtig gesehen ...

wobei ich's nicht so ganz ernst meine ;) Lassen wir's vielleicht dabei, daß Thiel in diesem Fall die Oberhand hat ... weil Boerne z.B. nicht nein sagen kann. Jedenfalls nicht zu solchen Angeboten. Und daß Handschellen eine gewisse motivierende Faszination ausüben ;)
Oooohoooo! Heiß!
Liebe cricri,

genialer Text! ich hab mich erst gewundert, weil ich nicht wusste, auf welche Geschichte sich dein Feedback bezog (Email), aber dann nach und nach... genial!!! Das passt sehr gut und wir sollten das verbinden, findest du nicht auch?
Wie witzig.

ich finde es sehr gelungen, dass du die ganze sache wie nebenbei aufziehst und man nicht so recht weiß, wie Thiel gleich reagieren wird und dann päng! auf einmal ist man mittendrin im slash! sehr schön!
Danke :) Humor und Überraschungseffekt waren beabsichtigt ...
Ich finde es auch sehr lustig, daß unsere beiden Texte zufällig so gut zusammenpassen. Schick Dir Deinen morgen zurück, bin schon am Korrigieren!
Hast du dir auch schon Gedanken für die mögliche Veröffentlichung gemacht?
Ich wollte meinen einfach in die Momentaufnahmen stecken - und da dann auf Deinen verweisen, als denkbare Vorgeschichte - "wie alles begann" ;) Und Du könntest ja, wenn Du magst, umgekehrt auf meinen verweisen.

Als zwei Kapitel einer Geschichte würde ich sie nicht unbedingt veröffentlichen, dazu sind sie von der Stimmung her doch zu unterschiedlich. Oder?
Ja, so hatte ich das vielleicht auch gedacht.
Als zwei Kapitel direkt wollte ich es auch nicht veröffentlichen. Aber mit dem jeweiligen verweisen, das passt!
*Grins*. Sehr schön hintergründig. Kaum vorstellbar, dass Boerne gar nicht zu Wort gekommen sein soll. Aber wahrscheinlich war sogar er sprachlos, und Papa Thiel kann sehr hartnäckig sein.
Ja, die Vorstellung fand ich bei dieser Geschichte auch besonders schön - daß Thiel Senior Boerne in Grund und Boden redet. Schafft er bei seinem Sohn ja auch regelmäßig. Boerne ist natürlich schwieriger, aber bei einem geeigneten Thema sicher zu überumpeln ...

Ich kann mir die Szene jedenfalls lebhaft vorstellen :)