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BT_Wandern

December 2017

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Büttenwarder

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BT_Duschen

Zwei Herren im Bad (Thiel/Boerne Slash)

Rating: PG 16
Genre: Slash, First Time, Episode related, Humor, crack (?)
Handlung: Boerne fällt etwas auf, was Thiel schon lange klar ist. Boernes POV.
Warnungen: Sex, Drugs and ... nee, Musik gibt's nicht. Manche Anspielung erklärt sich nur, wenn man "Fluch der Mumie" gesehen hat oder wenigstens die Duschszene ...
Länge: ca. 2.500 Wörter
Kommentar der Autorin:
Der Titel ist von Loriot geklaut, mir fiel einfach nichts anderes ein und ich wollte das jetzt nicht als "Noch ohne Titel, aber es ist zur Abwechslung mal Boernes POV" veröffentlichen ...

Ich dachte ja schon, meine Muse hätte sich langsam verabschiedet - für Shall we dance fällt mir kein vernünftiger Schluß ein, Herberts Stimme will nicht so richtig wie ich will, der zweite Teil von Familie besteht nach wie vor aus einer Reihe loser Szenen, und drei weitere Oneshots vermissen Ende oder Anfang oder beides ... Aber jetzt ist doch nochmal einer fertig geworden, den ich gerade ganz gut finde (hoffentlich keine Selbsttäuschung).

Wie immer hier noch ohne Beta, von daher freue ich mich, wenn Ihr Fehler anmerkt!

10.7.: Inzwischen sind Farfies Korrekturen eingearbeitet!




Natürlich war es eine Schnapsidee gewesen, zu Thiel in die Dusche zu steigen. Zwei erwachsene Menschen hatten eben nicht gleichzeitig Platz unter einem Wasserstrahl von zwanzig Zentimeter Durchmesser – das war ein physikalisches Naturgesetz – und letzten Endes wurde er so auch nicht schneller fertig. Er hatte sich nur wie so oft von Thiel reizen lassen. Warum konnte der aber auch nicht einsehen, daß seine Arbeit bei weitem wichtiger war als die Frage, ob Thiel zehn Minuten früher oder später in seinen freien Tag startete!

Jetzt stand er hier also naß und frierend neben Thiel, der wieder den Platz unter der Dusche beanspruchte, um sich den Schaum aus den Haaren zu waschen. Dabei ließ er sich garantiert absichtlich so viel Zeit … so viele Haare hatte der andere nun auch nicht …

Geistesabwesend sah er Thiel zu. Bei dem fortgeschrittenen Alter und Hauttyp müßte der andere viel mehr Leberflecken haben – aber da war weit und breit kein Nävuszellnävus und auch kein Lentigo simplex zu sehen. Erstaunlich. Nach wenigen Sekunden fiel ihm auf, daß es vielleicht ein bißchen komisch wirkte, wenn er seinen nackten Nachbarn so eingehend musterte, und er hob den Blick hastig wieder auf Augenhöhe, was die Sache aber nicht besser machte. Wie eigenartig …

  „Was ist los?“, fragte ihn Thiel irritiert. „Was starren Sie mich so an?“

  „Wenn Sie naß sind, sehen Ihre Augen noch viel blauer aus.“ Er registrierte erst, was er gesagt hatte, als er seine eigene Stimme hörte. Aus Thiels Gesichtsausdruck konnte er schließen, daß das wohl eine sehr merkwürdige und unpassende Äußerung gewesen war. Obwohl er doch nur eine ganz objektive Feststellung getroffen hatte, denn Thiels Augen waren wirklich unglaublich blau … Als er wieder bewußt wahrnahm, was um ihn herum geschah, stand er sehr nah bei Thiel, und war im Begriff … was machte er hier überhaupt?

Thiel sagte nichts, und sah ihn einfach nur an, und langsam wurde ihm immer unbehaglicher zumute. Was hatte er sich nur gedacht? Hatte er überhaupt nachgedacht? Er zog seine Hand zurück und flüchtete hastig. Aus der Dusche. Und aus dem Bad. Je weiter weg von Thiel, desto besser. 

 

***

  

In der Küche fiel ihm auf, daß er bei seiner Flucht einen wichtigen Aspekt übersehen hatte. Seine Kleidung war noch im Bad, und mit dem Handtuch alleine konnte er ja nun schlecht auf die Straße. Ganz offensichtlich mußte er erst einmal wieder einen klaren Gedanken fassen. Er goß ich eine Tasse Kaffee ein und versuchte, dabei möglichst wenig zu verschütten, was gar nicht so einfach war. Als er die Tasse an die Lippen setzte, hörte er ein entsetztes „Boerne!“ hinter sich, und zuckte zusammen. Es war nur zu verständlich, wenn Thiel etwas ungehalten war … Aber statt ihm Vorhaltungen zu machen, nahm der andere ihm nur die Kaffeetasse aus der Hand.  

  „Den sollten Sie lieber nicht trinken.“ Das war so weit entfernt vom eigentlichen Thema, daß er erst dachte, er hätte sich verhört.  

  „Wieso denn nicht?“ Thiel sah ihn etwas verlegen an.

 „Ich glaube, der ist nicht mehr gut“, murmelte der andere schließlich und schüttete den Kaffee in den Ausguß. Nicht mehr gut? Wie konnte Kaffee denn schlecht werden? Das war eine Frage, der er sehr viel lieber nachgegangen wäre als all den anderen Fragen, die sich immer wieder hartnäckig in den Vordergrund seines Bewußtseins schoben. Wie die Frage, wie es ihm bisher hatte entgehen können, wie attraktiv Thiel war. Und die Frage, seit wann er Männer überhaupt in Kategorien wie attraktiv und unattraktiv einteilte – oder betraf das nur Thiel? Und nicht zuletzt die Frage, warum Thiel nicht viel wütender war. 

  „Boerne …“ Thiel klang zögerlich, so als hätte er eigentlich auch nicht wirklich große Lust, mit ihm darüber zu reden, was da eben geschehen – oder vielmehr nicht geschehen – war. Und er selbst wußte schon gar nicht, was er sagen sollte. Das war ihm zuletzt … nein, eigentlich war ihm das noch nie passiert. Er mußte sich erst einmal setzen. Auf der Couch in Herberts Wohnküche schlug er die Hände vors Gesicht und versuchte verzweifelt, sich auf einen der zahlreichen Gedanken zu konzentrieren, die ihm gleichzeitig durch den Kopf schossen.  

Wenn man diese Couch spurentechnisch untersuchen würde, kämen bestimmt erstaunliche Dinge zu Tage … Was sollte Thiel nur von ihm denken? … Vielleicht hätte er sich lieber wo anders hinsetzen sollen, die Küchenstühle machten einen etwas … hygienischeren Eindruck … Und wieso sagte der andere eigentlich gar nichts, schrie ihn nicht an, machte ihm keine Vorwürfe? … Wieso stand eine Kaffeetasse verkehrt herum auf dem Küchentisch – das war schon seltsam … Und warum machte ihm Thiel erst Kaffee, um ihm den dann wieder wegzunehmen? Bestimmt hätte er sich nach einem Schluck Kaffee besser gefühlt …

Er spürte, wie sich das Sofa senkte, als der andere sich neben ihn setzte, und hielt die Luft an. Als er vorsichtig zur Seite sah, wanderte Thiels Hand gerade langsam an der Lehne des Sofas entlang, um ihn sanft an der Schulter anzustupsen. 

  „He …“

Er sah schnell wieder weg, und Thiel zog seine Hand zurück. 

  „Ich dachte, wir wären uns einig darüber, daß wir das beide einfach ignorieren“, sagte der andere schließlich.

  „Was?“

  „Das.“

  „Thiel …“ Er fand, daß das jetzt wirklich nicht der passende Zeitpunkt für Wortspielereien war. Thiel schien die Sache ja nicht sehr zu belasten. 

  „Willst du mir etwa weismachen, dir ist jetzt erst aufgefallen … naja …“

  „Für Sie immer noch Sie, Herr Thiel!“ Wenn Sie hier schon halbnackt herumsaßen, war es sicher keine schlechte Idee, zumindest verbal etwas Distanz zu wahren. Thiel hatte zum Glück wenigstens seine Jeans wieder angezogen, aber er selbst fühlte sich nur im Handtuch doch zunehmend unwohl.

Thiel seufzte. „Also gut … wenn Ihnen das hilft … wollen Sie mir das wirklich weismachen?“

  „Ich weiß gar nicht, wovon Sie reden.“

Statt einer Antwort streckte Thiel seine Hand wieder aus und strich einfach nur an seinem Arm entlang bis zur Schulter. „Davon …“ Die Gänsehaut war nicht zu übersehen. „Ist Ihnen das wirklich erst jetzt aufgefallen?“ 

  „Ja.“ Er wünschte, er hätte sich nicht ganz so kläglich angehört. Thiel sah ihn ratlos an. Und ziemlich ungläubig. 

  „Hören Sie …“ Thiel räusperte sich. „Also, wir können doch sicher … ich meine, wir sind beide erwachsen und können das doch irgendwie klären …“ 

Oh nein. Ganz sicher nicht. Das war das letzte, was er jetzt tun wollte. Während Thiel weiterredete, suchte er fieberhaft nach einem Ausweg und fiel dem anderen schließlich einfach ins Wort.

  „War nett mit Ihnen zu plaudern, Thiel, aber ich muß dann wirklich los. Die Arbeit ruft, Sie kennen das ja, die Leichen sezieren sich nicht von selbst, und ich habe heute sehr viel zu tun …“ Während er redete, war er aufgesprungen und bewegte sich Richtung Bad. Wenn er es erst einmal geschafft hatte, wieder zu seiner Kleidung zu kommen, konnte Thiel ihn schlecht aufhalten. Und wenn er hier erst einmal weg war, konnte er in Ruhe über alles nachdenken. Jetzt durfte er nur nicht an Tempo verlieren und Thiel Zeit zum Nachdenken und Reagieren lassen …  

  „Was soll denn der Scheiß!“ Verdammt. Er hatte nicht damit gerechnet, daß Thiel so schnell sein würde. Der andere hatte ihm sofort nachgesetzt, ihn an die Wand gedrängt und hielt ihn einfach fest. Und das war fast noch schlimmer als die Aussicht, mit Thiel über irgendetwas reden zu müssen. Der andere schien jetzt doch wütend zu sein, und auf jeden Fall war er viel zu nah, und daß er selbst bei dieser Aktion sein Handtuch verloren hatte, machte die Sache auch nicht besser. 

  „Ich möchte mich anziehen. Bitte.“ Seine eigene Stimme klang immer noch ganz fremd, aber ihm war im Moment alles egal, wenn der andere ihn nur wieder los ließ und er endlich hier weg kam. Thiel sah ihn erst überrascht und dann plötzlich ziemlich verlegen an.  

  „Natürlich.“

 

***

  

Als er wieder aus dem Bad kam, war Thiel zu seiner Verwunderung noch da. Er saß auf der Couch und war damit beschäftigt, etwas zu drehen, was verdächtig nach einem … Joint aussah. 

  „Kommen Sie her. Setzen Sie sich und nehmen Sie einen Zug.“ 

  „Warum sollte ich!?“ 

  „Nach allem, was man so hört, soll das Zeug ja entspannen und beruhigen.“ Thiel sah zu ihm hinüber. „Und ich glaube, Sie können was zur Beruhigung brauchen.“ 

Er zögerte einen Moment und sah zu, wie Thiel das Ding anzündete und einen Zug nahm.  

  „Ist das nicht eine Straftat … oder so?“ 

  „Nur der Verkauf.* Sonst hätte ich meinen Vater schon längst einbuchten müssen.“ 

  „Aber …“ 

  „Sehen Sie das als einmalige Ausnahme an … „ 

Er ließ sich den Joint in die Hand drücken, nahm einen Zug und hustete. Scheußlich. Wie konnte man sich das freiwillig antun? 

  „Standhafter Nichtraucher, was?“  Thiel lächelte. „Sie müssen einfach nur ganz ruhig einatmen.“ 

Der zweite Versuch lief besser, auch wenn er nicht sagen konnte, daß er sich mit dem Geschmack angefreundet hätte. Thiel nahm ihm den Joint wieder ab, nur um zu verkünden: „Bei mir wirkt das ja nicht. Ich merk‘ nie was.“ 

  „Wieso konsumieren Sie das Zeug denn dann überhaupt?“ 

  „Also, ehrlich gesagt … ich hab‘ nur nach einer Entschuldigung gesucht, um eine Zigarette rauchen zu können.“ 

  „Ich dachte, Sie rauchen nicht?“ 

  „Hm … hab‘ damals aufgehört, als Lukas auf die Welt gekommen ist. Aber, wie es so schön heißt – auch ein trockener Raucher ist immer noch ein Raucher.“ 

  „Alkoholiker“, verbesserte er den anderen geistesabwesend. 

  „Was?“ 

  „Man sagt das von Alkoholikern, nicht von Rauchern.“ 

  „Ist aber mit dem Rauchen genauso, glauben Sie mir.“ 

Thiel reichte ihm den Rest, und er nahm einen letzten tiefen Zug. 

  „Und? Schon entspannter?“ 

  „Weiß nicht …“  

  „Das wird sich gleich zeigen …“

 Thiel griff nach seiner Hand und zog sie zu sich. Er sah schnell weg, aber das Gefühl von Thiels Lippen an seinem Handgelenk ließ sich nicht so einfach ausblenden. Die Hand wurde wieder dahin zurückgelegt, wo sie sich befunden hatte, bevor er panisch aus dem Bad gestürmt war. Er konnte Thiels Puls fühlen, der im Gegensatz zu seinem eigenen verhältnismäßig langsam war. Die beruhigende Wirkung von Cannabis wurde seiner Meinung nach stark überbewertet … 

  „Boerne?“ 

  „Ja?“ 

  „Erinnern Sie sich noch daran, was sie da vorhin vorhatten?“ 

Er sah den anderen an. Thiel sah nicht aus, als wollte er wegrennen.  Und was war das wieder für eine Frage, natürlich erinnerte er sich … lebhaft. Sehr lebhaft. 

  „Ja.“

  „Es wäre an der Zeit, an der Stelle weiterzumachen, finden Sie nicht?“ 

Boerne räusperte sich. Er konnte das. Ganz bestimmt.  „Sie müssen die Augen zumachen.“ Thiel schloß gehorsam die Augen, was schon einmal eine große Erleichterung war. 

Er war ein guter Küsser  - auf dem Gebiet hatte es noch nie Klagen gegeben. Und er gab sich wirklich alle Mühe … wobei, sich Mühe geben klang in dem Fall völlig falsch, als müßte er sich bemühen.  Und als wäre es eine Mühsal, Thiel zu küssen, wo es doch im Gegenteil mehr als angenehm und überhaupt nicht mühsam und … Thiel schmeckte ganz schwach nach Zahnpasta … und weil Thiel sich immer noch nicht wieder vollständig angezogen hatte, wußte er nicht genau, ob das jetzt in Ordnung war, den andern zu berühren, oder ob das doch irgendwie zu weit ging … vermutlich ja, denn Thiel löste sich abrupt von ihm.

   „Boerne … hör auf zu denken, in Ordnung? Alles ist gut.“ Er atmete erleichtert aus. Nicht mehr denken … das klang gut. Thiel lächelte, und das war auch gut. Und das Du wollte er jetzt mal überhört haben.   

 

 

Irgendwann meldete sich dann leider trotz allem die Realität zurück.

  „Ich muß eigentlich dringend zur Arbeit …“

  „So ein Unsinn … Du bist doch jetzt sowieso nicht mehr arbeitsfähig …“ Daß Thiel dabei an seinem Ohr knabberte, trug zwar nicht gerade zu seiner Konzentration bei, aber das konnte er doch nicht auf sich sitzen lassen. 

  „Ich bin immer arbeitsfähig!“ 

  „Sicher …“

  „Und dann ist doch heute schon Alberich ausgefallen … und wir haben da zwei autoerotische Unfälle … und noch das Gutachten für die Kollegen … und noch den ganzen Papierkram von … von … dem Fall letzte Woche, was war das nochmal?“  

  „Die Münsteraner Gerichtsmedizin wird schon nicht sofort zusammenbrechen, wenn du zu spät kommst … oder mal einen Tag zuhause bleibst …“ 

Tatsächlich fühlte er sich ein bißchen … seltsam. Irgendwie leichter als sonst. Ob das an dem Zeug von Thiel Senior lag? Oder einfach nur an Thiel? 

Der andere sah ihn mit einem gefährlichen Leuchten in den Augen an. 

  „Sag mal, warst du vorhin eigentlich überhaupt schon fertig, als du aus der Dusche gehüpft bist?“ 

Das ging nun wirklich zu weit. „Ich hüpfe nie“, erklärte er mit so viel Würde, wie er sie in dieser Situation aufbringen konnte. „Ich habe mich allenfalls zügig entfernt.“ 

  „Aha … also als du dich zügig entfernt hast … geradezu sprunghaft … hast du dich da überhaupt schon gewaschen?“ 

  „Ich glaube nicht.“ 

  „Das sollten wir unbedingt nachholen … so kannst du nun ja auf keinen Fall zur Arbeit …“

  „Das ist eine blöde Idee … zwei Menschen passen einfach nicht unter eine Dusche.“

  „Hm … ich glaube, da fehlt dir nur die Übung …“

 

*** 

 

Tatsächlich stellte sich der zweite Versuch, gemeinsam eine Dusche zu benutzen, als wesentlich angenehmer heraus als der erste. Gut, effizient war das nicht gerade, vor allem in Hinblick auf Geschwindigkeit und Wasserverbrauch, aber … dafür gab es andere Vorteile, die nicht zu verachten waren. Seinetwegen konnten sie das gerne wiederholen.  

Als Thiels Handy klingelte, blieb ihm vor Schreck fast das Herz stehen. Was natürlich eine sehr unpräzise umgangssprachliche Formulierung war, denn ein Herzstillstand war etwas ganz anderes … Jedenfalls …

  „Das ist mein Vater“ flüsterte Thiel. „Er ist hierher unterwegs.“

  „Was sollen wir ihm denn sagen?“

  „Na, die Wahrheit.“ 

  „Die Wahrheit!?“

  „Ja …daß wir hier geduscht haben … hoffentlich kontrolliert er seine Vorräte nicht … bist du eigentlich wieder … äh … nüchtern?“

  „Ich war die ganze Zeit im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte!“, erklärte Boerne etwas pikiert. Bloß weil er von den Ereignissen ein wenig überrascht worden war, und weil er von Thiel Seniors Eigenmarke gekostet hatte – deswegen wußte er trotzdem noch, was er tat! 

Thiel lächelte ihn an. „Dann ist ja gut.“ 

_______________________________________

Anmerkungen: 

* Liebe Kinder, das ist hier nicht die reale, sondern eine bessere Welt** (deshalb kommen die zwei ja auch zusammen). Noch ist in Deutschland der Konsum zwar nicht strafbar, der Besitz aber schon, und da man das Zeug ja erst mal besitzen muß, um es zu konsumieren, könnt Ihr euch den Rest denken.  

** Natürlich sind Drogen böse und Ihr solltet sie meiden … wenigstens bis Ihr alt genug seid.***

Um es mit den Machern von Southpark zu sagen:"Mein Gott, Kinder! Was hab ich euch über Drogen eingetrichtert?"
"Daß es dafür die richtige Zeit und den richtigen Ort gibt, und das ist die Uni!" 

*** Aber rauchen solltet Ihr wirklich nicht.

Comments

Genial :D

Die Vorstellung, das Thiel und Boerne gemütlich auf einem Sofa sitzen und zusammen einen Joint rauchen... herrlich^^ High!Boerne und Smoking!Thiel xD

„Wenn Sie naß sind, sehen Ihre Augen noch viel blauer aus.“
*blush* >////< Das ist so... *seufz*

Auch die Szene, in der Thiel Boerne hinterher rennt und das Handtuch unterwegs flöten geht... *drool*

Boernes Gedankenwust, als er sich aufs Sofa setzt, den finde ich absolut angebracht. Da hast du auch nochmal schön ein paar Details der Originalfolge aufgegriffen. Und dass Thiel ihn doch noch vor dem Kaffee gerettet hat, süß :)

Als Titel kam mir 'Don't you know' in den Sinn, Jacteest's Thiel/Boerne Vid war damit unterlegt (auch wenn da die Rollen anders herum verteilt waren).

Ich könnte noch sooo viel schreiben, aber da mache ich dann vielleicht 'ne Mail draus ;)
*schwups* gelesen!
mmh... also die Geschichte ist witzig, auch wenn sie eigentlich am Ende etwas an Fahrt verliert. es dröselt sich alles etwas auf und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich da jetzt ein Ende vor mir hatte. Ich würde also das Ende noch einmal überdenken.
Ansonsten ist es natürlich unwahrscheinlich, dass unser Tatort-Nichtraucher Thiel raucht und dann auch noch Drogen.
*grins*
Also ich mag die Geschichte gerade wegen des 'Drogen-Aspekts', auch wenn es nicht gerade äußerst wahrscheinlich ist, dass die beiden sich einen Joint teilen... Aber gerade deswegen lese ich die Story immer wieder gerne^^
Ich habe sie inzwischen auch eingelesen (Cricri durfte sich das Ganze schon zu Gemüte führen), denn diese FF ist irgendwie absolut gemacht dafür :D Wenn die liebe Autorin damit einverstanden ist, dann poste ich gerne den Link zu dem Read-Aloud :)
Das liegt an den konsumierten bewußtseinserweiternden Substanzen ... ;) Da wird alles ein wenig gemächlicher und weniger logisch ...

Daß Thiel raucht, finde ich jetzt ehrlich geagt nicht unwahrscheinlicher als daß er was mit Boerne anfängt - aber mit dem Argument kann man natürlich auch alles rechtfertigen :) Möglich wär's aber schon, das würde auch zu seinem rabiaten Nichtrauchertum gegenüber der Klemm passen (Ex-Raucher sind doch angeblich immer die vehementesten Nichtraucher). Unwahrscheinlicher finde ich eher, daß Boerne noch nie Gras geraucht haben sollte. Wobei Medizinstudenten vielleicht doch Zugang zu anderen Substanzen haben und gar nicht auf so was ordinäres zurückgreifen müssen. Hm.

Ich bin mit dem Text eigentlich immer noch recht zufrieden und auch mit dem Ende. Kommt da nicht deutlich genug raus, daß das kein einmaliger Ausrutscher war? So hat Thiel jedenfalls die Aussage "ich war die ganze Zeit im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte" verstanden ...und Boerne das auch gemeint ;)

P.S. Ein par kleine Korrekturen muß ich aber noch einfügen, weil ein paar Sätze nicht zur Originalfolge passen (Farfie hat mich erinnnert, daß Alberich da ja krank ist).
Ja, das stimmt, Alberich war da krank. Aber naja... neee, ich sag ja nicht, dass mir die Geschichte nicht gefällt. Ich wollte nur sagen, dass ich es ziemlich abgefahren finde und deshalb es nicht so sehr meinen Nerv trifft. Aber an sich schon ziemlich freakig und damit auch wieder gut.
Manno...
War auch nicht so ganz ernst gemeint ... weder der Kommentar, noch die ganze Geschichte :)
okay, ich wollte es nicht schlecht machen. wirklich.

Ich freue mich aber, dass du die Geschichte geschrieben hast, da du nämlich meine Lieblingsszene aufgegriffen hast. *grins* Ich wollte schon immer mal eine Geschichte dazu lesen oder schreiben, also Daumen hoch!!
Richtiger T/B crack, herrlich :-)) Endlich verstehe ich Boernes seltsamen Gesichtsausdruck, als Thiel sen. die 2 nach der Duschszene zur Rede stellt!

Eine schöne Idee, Vadderns Stoff in dieser Szene einzusetzen. Ich hatte schon überlegt, ob Thiel das Zeug nicht eher mitgehen lassen würde, statt es nur zu verstecken.
Wie du erst Boernes Verwirrung und dann die leicht irreale Joint-"Beruhigung" rübergebracht hast, ist klasse. "Natürlich" ist er arbeitsfähig, da bleibt er eben 100% Boerne! *g* Und dass Thiel mal geraucht hat, finde ich sehr logisch (oder liegt das nur daran, dass AP ständig mit Fleppe rumläuft?). Jedenfalls hat das alles schon was von Loriots Badewannenszene ;-) Vielleicht solltest du eine crack-warnung an den Anfang setzten. Hm, obwohl du das mit dem Titel ja eigentlich schon getan hast ... :-)
So ein richtiges crack!fic ist das aber auch nicht ... wobei ich zur Sicherheit die Warnung davorsetzen kann ;)

Ich fand Boernes Gesichtsausdruck auch immer klasse in dieser Szene. Der sagt doch mehr als deutlich: "will hier etwa irgendjemand unterstellen, wir hätten was anders gemacht als zu duschen" ... :) Und bei "Eine Mumie ... wie schön" kling er ehrlich gesagt schon ein kleines bißchen weggetreten (wobei das natürlich auch der Gedanke an die Mumie sein kann und die Vorfreude).

Schön, daß es Dir gefällt - immerhin habe ich mich auf Deine Anfrage hin bemüht, mal wieder was aus Boernes POV zu schreiben :)
Echt, extra für mich ein Boerne POV ? DANKE !
(Gilt das nicht als Mogelei, wenn er high ist ? Nee, nee, ist schon ok so :-) Gefällt mir jedenfalls gut!)


Ich glaube, Boernes seltsamer Gesichtsausdruck stammt in Wirklichkeit von JJL, der schon mehrmals gesagt hat, dass er sich im Gegensatz zu AP nur äußerst ungern vor der Kamera auszieht und sich dabei immer sehr unwohl fühlt. Wobei er sich bei dieser Aussage "nur" auf seinen nackten Oberkörper bezog.
Und da Boernes Reaktion in dieser Szene ja sehr undefiniert ist (im Gegensatz zu seinen sonstigen, wo er deutlich empört, nervig, arrogant oder sonstwie rüberkommen soll), kann ich mir vorstellen, dass hier ein bisschen JJL "durchscheint". Wobei "Unwohl fühlen und es nicht zeigen wollen" ja auch als Boerne-Reaktion ganz gut passt. Aber ich habe immer das Gefühl, das ist eine geplante Thiel-Thiel sen.-Szene, in der Boerne ohne klare Aufgabe danebensteht. Und das passt eben nicht wirklich zum Charakter.
Das ist mir auch schon aufgefallen - nicht ohne Grund sieht man AP viel häufiger nackt ;) Der wiederum hat nackt oder wenig bekleidet sehr viel ... Präsenz. Mir fehlt da irgendwie das richtige Wort. Er ist dann einfach sehr ... da. Was ihn ziemlich attraktiv macht, egal ob dick oder dünn.

Von daher kann das schon mit reinspielen bei JJL. Man sieht richtig, wie er versucht den Bauch einzuziehen ;) Kann natürlich auch nur die Boerne-typische gerade Haltung sein, die aber ohne Anzug anders aussieht als sonst.

Trotzdem habe ich bei dem Gesichtsausdruck auch den Eindruck, daß er sehr wohl weiß, was einem zu dieser Szene noch so alles einfallen kann. Ich meine, wie naiv kann man sein ;) Die Duschszene gehört auch zu den Szenen bei denen ich ernsthaft bezweifle, daß die Drehbuchautoren dabei keine slashigen Hintergedanken hatten ... bzw. vermutlich eher daran gedacht haben, daß das jetzt mal wieder die Slashgemeinde freut. Und den Rest der Menschheit auf einer unterbewußten Ebene ebenfalls - ich vertrete ja immer noch die These, das Slashpotential und Publikumserfolg miteinander einher gehen ...
Der wiederum hat nackt oder wenig bekleidet sehr viel ... Präsenz.
Ist komisch, aber du hast Recht. Liegt das jetzt nur an ihm, oder auch an den Szenen bzw. der Art, wie sie gefilmt wurden ?

Trotzdem habe ich bei dem Gesichtsausdruck auch den Eindruck, daß er sehr wohl weiß, was einem zu dieser Szene noch so alles einfallen kann.
Dieser Eindruck ist auch gewollt. AP hat in nem Interview auf die Frage, ob Thiel mal eine Freundin haben wird, geantwortet, das ginge nicht wegen der homoerotischen Beziehung zu Boerne. Die würde zwar nicht explizit dargestellt, aber eben auch nicht durch anderweitige Personalien in Frage gestellt. Und der Satz mit den Handschellen im Schlafzimmer kam von AP, soweit ich weiß ;-)

ich vertrete ja immer noch die These, das Slashpotential und Publikumserfolg miteinander einher gehen
Hier bestimmt :-) Andererseits gibt's ja auch ziemlich viele fast militante Anti-slasher ...
Liegt das jetzt nur an ihm, oder auch an den Szenen bzw. der Art, wie sie gefilmt wurden ?
Ich glaub, das liegt vor allem an ihm. AP hat nicht nur als Thiel eine unglaublich körperliche Präsenz (mit und ohne Kleidung), jedenfalls für mich ... Ich kann das nicht so richtig gut beschreiben ... hm. Es geht mir gar nicht darum, daß ich ihn besonders attraktiv finde, ich meine eher, daß er mehr durch Körpersprache ausdrückt als andere.
Und bei Nacktszenen ist er einfach selbstverständlich und entspannt nackt. Kann ich auch nicht so richtig bechreiben ... Find ich aber gut. Bin sowieso für mehr nackte Männer im TV :)

AP hat in nem Interview auf die Frage, ob Thiel mal eine Freundin haben wird, geantwortet, das ginge nicht wegen der homoerotischen Beziehung zu Boerne. Die würde zwar nicht explizit dargestellt, aber eben auch nicht durch anderweitige Personalien in Frage gestellt.
Arg ... ich lese zu wenig Interviews :) Da entgehen einem ja echte Perlen :) In einem Interview mit den beiden Original-Drehbuchschreibern (peinlicherweise sind mir gerade die Namen entfallen) habe ich glaube ich auch mal was in die Richtung gelesen (oder zumindest so interpretiert, ich bin ja nicht ganz objektiv)... Es würde mich aber ehrlich wundern, wenn der Aspekt den TV-Schaffenden völlig entgehen sollte ...
AP hat nicht nur als Thiel eine unglaublich körperliche Präsenz (mit und ohne Kleidung),
Da hast du allerdings recht. Wie oft wird seine Leistung in Mini-Rollen gelobt, weil er einfach so beeindruckend war, selbst in ganz kurzen Szenen, in "Dorfpunks" z.Bsp. Hast du seinen ersten Film, "Nachtgestalten", gesehen ? In dem ist er nur kurz als Polizist in einer von sehr vielen Episoden aufgetaucht und doch sofort weiter engagiert worden.
Auf der "Willenbock"-DVD gibt es eine Szene, wo sie zeigen, wie AP vorher noch herumalbert, dann ganz ruhig und konzentriert wird und plötzlich "da" ist und eine hochemotionale Szene spielt. Sehr beeindruckend !
Wenn Sie hier schon halbnackt herumsaßen, war es sicher keine schlechte Idee, zumindest verbal etwas Distanz zu wahren. (haha!)

Die Story hat mir sehr gut gefallen und das Lesen der Kommentare auch. Ich wusste nicht dass die Münsteraner Drehbuchautoren/Schauspieler bewusst 'spielen' mit eine möglich homoerotische Beziehung zwischen die Hauptfiguren in Münster. Auf jeden Fall hat die Duschszene für mich eine ganz neue Dimension bekommen!
Danke :) Schön, daß Dir der Text gefallen hat.

Ich schwanke hier selbst ein wenig zwischen lustig und überzogen ;) Aber die Duschszene schreit einfach nach einer slashigen Umsetzung ... Lustigerweise findet man ausgerechnet diese Sequenz auf der offiziellen Tatort-Homepage, wenn man nach Videos zum Münsteraner Tatort sucht ...

Bei den Drehbuchautoren (Jan Hinter und Stefan Cantz) habe ich mich vermutlich falsch erinnert, zumindest finde ich das entsprechende Interview bzw. den Artikel nicht mehr. Aber von Prahl und Liefers gibt es wirklich einige Kommentare in der Richtung in Interviews. Ich glaube auch, daß ein halbwegs intelligenter Mensch nicht übersehen kann, daß in den Münsteraner Tatorten auf eine potentielle Beziehung zwischen den beiden angespielt wird. Warum das zum Erfolg beiträgt auch bei Menschen, die jeden Gedanken an Slash weit von sich weisen würden, weiß ich allerdings auch nicht. Vielleicht reicht dazu einfach die Ambivalenz und Spannung, die zwischen den beiden Hauptfiguren erzeugt wird.
Sehr lustig!

Boernes POV stelle ich mir besonders schwer vor, aber Du hast ihn toll hinbekommen. Ich finde, es sind besonders so scheinbar kleine Sätze wie "Und das Du wollte er jetzt mal überhört haben", die ihn besonders authentisch wirken lassen.
Boernes POV fällt mir immer schwerer als Thiels, deswegen freut es mich umso mehr, wenn er überzeugt ;) Meistens muß ich mir gezielt vornehmen, eine Geschichte aus seinem Blickwinkel zu schreiben, von alleine meldet sich immer nur Thiel. Ob das was zu bedeuten hat? Wer weiß.

Lieben Dank für die Rückmeldung :)
von alleine meldet sich immer nur Thiel. Ob das was zu bedeuten hat? Wer weiß.

Ist ja nicht so, als ob ich die anderen Kommentare hier nicht gelesen hätte. Das liegt an Thiels / Prahls Präsenz. ;)
Das liegt wohl eher daran, daß ich mich einfacher in einen miesepetrigen Endvierziger (bzw. Anfangfünfziger - gibt's das?) und Fußballfan hineinversetzen kann als in ... Boerne. Und das finde ich schon merkwürdig ;)
Bei den zwei, drei Storyideen, die ich habe, geht es mir genauso, obwohl ich auch nicht so genau weiß, warum. Wenn es nur nach ihren Interessen ginge, würde Boerne gewinnen. Wahrscheinlich liegt es eher daran, dass mir Thiel im allgemeinen als der emotionalere, "menschlichere" von beiden erscheint. Letztlich dürfte es einfacher sein, zu einem Miesepeter durchzudringen, als zu jemanden, der allzu Persönliches mit einer Menge cleverer Sprüche abblockt.
Wenn Sie hier schon halbnackt herumsaßen, war es sicher keine schlechte Idee, zumindest verbal etwas Distanz zu wahren.
Unbedingt! *lol*

Das ist eine sehr nette Interpretation der Duschszene und ich würde schon gerne wissen, wie Boerne für sich selbst den Konsum der Zigarette später rechtfertigt. *g*
Danke! :D

Ich schreibe Boernes POV sehr selten, weil er mir irgendwie schwerer fällt. Freut mich umso mehr, wenn das auch gefällt!

wie Boerne für sich selbst den Konsum der Zigarette später rechtfertigt
Oh, er dreht sich die ganze Sache sicher so hin, daß er besser dabei ausseht ;) Ich glaube nicht, daß ihm die Idee gefällt, daß Thiel ihm mal eins voraus war ...