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Büttenwarder

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Leseempfehlung: Die Ballade von Tony und Steve von Ayascythe

Die Empfehlung habe ich eigentlich schon im März hier veröffentlicht - bei recdich, einer Community für Empfehlungen zu deutschsprachiger fanfiction. Dort allerdings nur friends-only, weil die Regeln der Comm vorgeben, daß recs zu nicht-jugendfreien Geschichten nur friends-only gepostet werden sollen. Deshalb hier also nochmal in voller Länge :)

Und eigentlich hatte ich vor, noch viele Empfehlungen für die Perlen der Tatort-Fanfiction folgen zu lassen, aber wie ihr seht, bin ich noch nicht weit gekommen ...

Titel der Story: Die Ballade von Tony und Steve
Autorin: ayascythe
Link: lj | AO3 (archivierte Version) | ff.de
Fandom: The Avengers (2012)
Hauptpersonen: Tony Stark (Iron Man) / Steve Rogers (Captain America)
Länge: lang (45.242 Wörter)
Warnungen: keine
Genre / Einstufungen: Slash, Mystery, Drama, Angst - aber auch Humor
Zusammenfassung/Teaser:
Die Geschichte schließt an das Ende von "The Avengers" an, so daß es nichts schadet, den Film zu kennen. Wobei diese Geschichte auch problemlos für sich alleine funktioniert. Der Tesserakt ist mehr, als er zu sein scheint und Steve Rogers ist derjenige, der die Auswirkungen unmittelbar zu spüren bekommt. Eines Tages steht er vor Tonys Tür, und das ist der Beginn eines Wettlaufs gegen die Zeit. Nach und nach werden sie alle auf der Suche nach einer Lösung für dieses Rätsel eingespannt - Bruce, Jarvis, Natasha, Clint, Thor und schließlich sogar Loki (der allerdings seine eigenen Ziele verfolgt). Der Gegner ist ein alter, sehr alter Bekannter.
Das ist die eine Seite der Geschichte. Die andere Seite ist Tony, dem sehr viel mehr an Captain America liegt, als er sich anfangs eingestehen will.  Und bedauerlicherweise scheitere ich gerade daran, die Großartigkeit dieser Liebesgeschichte zu beschreiben, ohne in Klischees zu verfallen. Da hilft dann wohl nur eins - selber lesen.
Das Rating ist überwigend R, nur für das letzte Kapitel NC-17.
POV: Tony.


Ayascythes sehr viel poetischere Zusammenfassung:
Iron Man erschießt Captain America. Das ist nicht der Anfang, es ist nur das Ende. Angefangen hat es viel, viel früher: mit dem Tesserakt, mit nächtlichen Ausflügen, mit schwarzen Augen, mit einer Krankheit und mit einem Rätsel, für das selbst Tony keine Lösung findet. Angefangen hat es mit vielen kleinen Dingen, doch das Ende bleibt gleich: Tony erschießt Steve.

Warum man die Geschichte lesen sollte:
Diese Geschichte ist alles in einem: spannend, unterhaltsam, komisch, beängstigend, romantisch und extrem gut geschrieben. Ich habe sie das erste Mal gelesen, ohne das Fandom überhaupt zu kennen, und sie hat mich trotzdem mitgerissen und begeistert. Nachem ich endlich die zugehörigen Filme gesehen habe, kann ich nun auch mit Gewissenheit sagen, daß die Charaktere absolut stimmig sind. Eigentlich mehr als das - sie sind echter als das Original.

Ich habe lange über Leseproben nachgedacht - aber mir fällt die Auswahl zu schwer, weil ich hier nur zwischen "gefällt mir extrem gut" und "gefällt mir sehr gut" unterscheiden kann. Und dann habe ich mich einfach für den Anfang des ersten Kapitels entschieden, einfach um einen Eindruck von Ayascythes Schreibstil zu geben:

[Zitat Anfang]
"Wenn du an einem anderen Ort aufwachen kannst.
Wenn du zu einer anderen Zeit aufwachen kannst.
Warum kannst du nicht als ein anderer Mensch aufwachen?

- Fight Club, Chuck Palahniuk


4 Monate zuvor

Es hätte nicht so einfach sein sollen. Es hätte nicht so einfach sein sollen, mit einer Atombombe durch ein Dimensionstor in den sicheren Tod zu fliegen und dann wieder aufzuwachen. Tony fühlte sich, als hätte er bei einem Mathetest geschummelt - und bitte, als ob er Schummeln jemals nötig gehabt hatte. Er war ein Genie.

Trotzdem stand er hier, inmitten der Trümmer von Manhattan, und konnte nicht anders, als daran zu denken, wie wenig es für Yinsens Tod gebraucht hatte. Den seiner Eltern. Phil Coulson. All die Opfer, die noch nicht gezählt werden konnten, weil ihre Körper zwischen den Trümmern lagen.
Menschliche Körper waren so fragil. Ein zerdrücktes Autodach, ein Riss im Körpergewebe, eine kleine, metallene Kugel in den Eingeweiden. Im Vergleich dazu eine Liste der Dinge, die Tony überlebt hatte: Schrapnel-Splitter in der Nähe seines Herzens, eine schleichende Palladium-Vergiftung, einen nordischen Alien-Gott und seine Armee, eine Atombombe, Unmengen von Alkohol. Sein Überleben trotzte jeder Wahrscheinlichkeit.

Wahrscheinlichkeiten sind nicht fair.

"Warum so betrübt, Mann aus Metall? Wir haben gewonnen. Das ist ein Anlass zum Feiern!"

Ein lautes Dong ertönte, als Thor ihm mit der Hand auf den Rücken klopfte. Mit der anderen balancierte er einen Stahlträger auf der Schulter, auf seinem Gesicht prangte ein strahlendes Grinsen. Diese Alien-Götter, stets gut gelaunt. Irgendwann einmal musste er eine ausgiebige Bar-Tour mit Thor machen. Irgendwann. Wenn ihm nicht mehr jeder Knochen im Leib weh tat.
"Sicher, Großer", erwiderte Tony mit einem schiefen Grinsen und war dankbar, dass sich plötzlich JARVIS über den Lautsprecher in seinem Ohr meldete.

//Sir, auf dem Dach des Stark Towers scheint es Komplikationen mit dem Tesserakt zu geben.//

Oder vielleicht auch nicht.

"Sag ihnen, sie sollen mit dem In-die-Luft-fliegen warten, bis ich da bin."
[Zitat Ende]
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