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BT_Wandern

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Büttenwarder

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BT_Flugzeug

Schlüsselreiz (Thiel / Boerne)

Challenge: Cocktails: Orgasmus
Rating: P 16
Genre: Slash, Humor?
Länge: ~ 550 Wörter
Zeit: 40 Minuten
A/N: Das ist nun wirklich ein Experiment. Ich habe mich bisher noch nie an einem anderen Stil versucht. Oder an einem unpersönlichen externen Erzähler. Ich weiß noch nicht so genau, ob es mir gefällt. Aber Übung macht den Meister ... oder so. Edit 19.7.: Leicht überarbeitet. keine Ahnung, ob's besser geworden ist ...


***


Ein Ort, irgendwo in Deutschland. Eine mittelgroße Großstadt, wie es viele gibt; nennen wir sie Münster. An einer Theke in einer Kneipe, die schon bessere Tage gesehen hat, sitzt ein Mann. Der Mann ist nicht besonders jung und nicht besonders groß. Blond und ein wenig rundlich. Auch er sieht aus, als hätte er schon bessere Tage gesehen. Er schaut in sein Glas und es hat den Anschein, als würde er auf etwas warten. Oder auf jemanden?

Da betritt ein zweiter Mann das Lokal. Sein Anzug sieht aus, als habe er mehr gekostet als die Kleidung der anderen drei Gäste zusammen. Er wirkt ein wenig deplaziert an diesem Ort, aber das scheint ihn nicht zu kümmern. Schwungvoll hängt er seinen Mantel an den einzigen noch stabilen Haken der Garderobe und setzt sich neben den Mann an der Theke. Er ist ein wenig größer, nicht viel, und dunkelhaarig.

  "Na, schon beim Bier, Herr Kollege?" begrüßt er den Biertrinker, und der brummt etwas, was vielleicht Moin heißen könnte. Der Neuankömmling schaut auf die Karte - oh, eine Cocktailkarte. Ich wußte gar nicht, daß dieses Etablissement bereits in den 80ern eingetroffen ist - und nickt dem Wirt zu. "Ich möchte einen Orgasmus."

Der kleine Mann schnaubt und verschluckt sich beinahe an seinem Bier.

  "Ist was?"

  "Nö."

  "Und für meinen Kollegen hier noch ein Bier, guter Mann. Er ist kein Freund von Experimenten."

Der kleine Mann sieht aus, als wisse er nicht so recht, ob er sich beschweren soll oder die Einladung annehmen. Aber da erscheint das  frischgezapfte Bier schon vor ihm auf der Theke und nimmt ihm die Entscheidung ab.

  "Da weiß man wenigstens, was man hat. Nicht so ein Weibergesöff." Er nickt zu dem Cocktail hinüber, der vor dem Anzugträger abgestellt wurde.

  "Mein lieber Freund", sagt der Cocktailtrinker und nimmt einen Schluck, "das Leben wäre sehr langweilig, wenn man alles auslassen würde, was zufällig auch dem anderen Geschlecht zusagt."

  "Pfff ..." Dem kleinen Mann scheinen die Argumente auszugehen.

  "Wollen Sie mal probieren?"

  "Ich zieh doch nicht an Ihrem Strohhalm."

  "Selbst schuld", entgegnet der Anzugträger ungerührt. "Sie wissen ja nicht, was Sie da verpassen."

  "Wohl kaum", murmelt der kleine Mann. Aber obwohl er abweisend klingt, schielt er doch immer wieder zu dem anderen hinüber und vergißt darüber ganz, sein Bier zu trinken.

  "Gar nicht so übel", sagt der Anzugträger in beifälligem Tonfall. "Dafür, daß das eigentlich gar kein richtiger Cocktail ist und das hier so ziemlich der letzte Ort, an dem man einen Cocktail bestellen sollte." Der Wirt ist in Hörweite und sieht nicht besonders begeistert aus, aber der Cocktailtrinker scheint das gar nicht zu bemerken.

  "Hier wird das beste Bier gezapft", stellt der kleine Mann fest, obwohl er mittlerweile das Interesse an seinem Getränk verloren zu haben scheint. Stattdessen beobachtet er den Anzugträger, der seinen Cocktail ausgetrunken hat und sich inzwischen damit beschäftigt, mit der Zungenspitze Zuckerkörner vom Rand des Glases zu angeln.

  "Das gehört sich jetzt aber echt nicht."

  "Das Leben wäre sehr langweilig", sagt der Anzugträger und sieht den anderen an, "wenn wir nur das tun würden, was sich gehört."

Es ist schwer zu sagen im schummrigen Licht der Kneipe, aber das Gesicht des kleinen Mannes scheint sich ein wenig dunkler zu färben. Der Anzugträger lächelt, bis der andere den Blick senkt.

  "Wollen Sie noch ein Bier?" Die Frage scheint nicht ganz zu dem zu passen, was vorher gesagt wurde, und das Bierglas ist auch noch gar nicht leer.

Aber der kleine Mann wirkt nicht überrascht, sondern mit einem Mal ziemlich entschlossen, als er sein Glas beiseiteschiebt und Nein sagt.

  "Zahlen!"


* Fin *

Eine kurze Recherche hat ergeben, daß "Orgasmus" kein seriöser Cocktail ist, und vermutlich trinkt man ihn nicht mit Strohhalm und es gibt auch keinen Zuckerrand. Nennt es künstlerische Freiheit ... Ich habe mir hier eh sehr viele Freiheiten genommen ;)

Comments

Für solch einen kurzen Text gefällt mir der Stil gut. Da ist es sehr interessant, die beiden, die ja trotzdem unverkennbar sind, mal aus einer gewissen Distanz und einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Bei einem langen Text fände ich den Stil aber, glaube ich, auf Dauer anstrengend zu lesen.

Er wirkt ein wenig deplaziert an diesem Ort, aber das scheint ihn nicht zu kümmern.

Sehr schön eingefangen, denn wenn Boerne es will, würde es ihn wirklich nicht kümmern.

Besonders schön finde ich auch, dass Thiel gar nicht mehr auf sein Bier achtet. Das sagt ja eigentlich alles. :)

mit der Zungenspitze Zuckerkörner vom Rand des Glases zu angeln.
"Das gehört sich jetzt aber echt nicht."


Das ausgerechnet Thiel das sagt. Und man sollte ja meinen, dass er den Anblick ganz nett findet. :)
Das ausgerechnet Thiel das sagt. Und man sollte ja meinen, dass er den Anblick ganz nett findet. :)
Das ist natürlich nur ein Ablenkungsmanöver, weil er genau das tut ;)

Danke für die Rückmeldung! Ich freue mich, daß der Text nicht ganz vergebens war.

Bei einem langen Text fände ich den Stil aber, glaube ich, auf Dauer anstrengend zu lesen.
Das glaube ich allerdings auch. Und es wäre auch nicht leicht, was längeres so zu schreiben. Dazu müßte ich das mit dem externen Blickwinkel besser und ernsthafter machen, und das kann ich irgendwie gar nicht.
Hm. Gefällt mir grundsätzlich gut, nur mit dem Schluss habe ich ein Problem: 'Nach Hause' setzt voraus, dass der Leser von der Wohnsituation der beiden weiß, während der gesamte Rest des Textes nur beschreibt und auch ohne Vorinformation die beiden gut trifft. Die Charaktere und ihr Verhältnis zueinander sind trotz der knappen Beschreibung verständlich, und es bleibt trotzdem Interpretationsspielraum. Mit dem Schluss wechselst du auf eine Interpretationsebene, die ohne Vorwissen auf eine falsche Fährte führt. Gewollt?
Gewollt?
Oh Gott, da erwischst Du mich eiskalt. So viel habe ich gar nicht nachgedacht ...
Ich bin automatisch davon ausgegangen, daß die Leserinnen T&B sowieso (er)kennen und daß das ein Teil des Spaßes beim Lesen sein sollte.

Mit dem Schluss wechselst du auf eine Interpretationsebene, die ohne Vorwissen auf eine falsche Fährte führt.
Da ist jetzt die Frage, was die falsche Fährte ist? Ich meine, man erkennt ja schon am Anfang, daß sich die beiden kennen (nur der Erzähler, der sollte sie nicht kennen). Und man merkt hoffentlich auch, daß Boerne eigentlich die ganze Zeit über Sex redet ... *ähem* Das dämmert dem externen Erzähler aber erst zum Ende. Der geneigten T/B-Leserin vermutlich schon viel früher.

Mann, ist das schwierig, wenn plötzlich noch so eine unpersönliche Person mit im Spiel ist. Ich finde es viel leichter, aus dem Blickwinkel einer der handelnden Personen zu schreiben.

Aber trotzdem danke für die anregende Rückmeldung! :)
Das war eben der Punkt: war der Text ein Spiel mit den Erwartungen der T/B-LeserInnen? Dann passt alles. Externe Leser können zwar der Situation durchaus folgen, dass die beiden sich kennen, ist ebenso klar wie die Zweideutigkeiten und Boernes Anspielungen. Der Schluss läßt dann aber eigentlich nur die Folgerung zu, dass es sich um ein bestehendes Paar handelt, das aus irgendwelchen Gründen in der Öffentlichkeit 'fremd tut' - wieso sonst 'nach Hause'? Das meine ich mit der falschen Fährte, die überdies relativ eingleisig ist. Wer hingegen T/B kennt, hat diese Interpretationsmöglichkeit zwar auch, es könnte sich aber genau so gut um PreSlash handeln. Eine solche kleine Unsicherheit finde ich im Allgemeinen reizvoller; für diese distanzierte Erzählform hätte ich mir ein weniger deutliches Signal gewünscht. Vielleicht nach "wenn wir nur das tun würden, was sich gehört." aufhören? Oder einen anderen Schluss, der mehr Möglichkeiten offen läßt, denn wie gesagt, eigentlich mochte ich die Erzählweise, ich hätte sie aber lieber konsequenter gehabt. So ist ein Bruch drin. - Ist das verständlich? *kopfkratz*
Ist das verständlich?
Absolut. Jetzt blicke ich durch. Und nein, den Effekt wollte ich eigentlich nicht bewußt erzielen. Ich schaue mir die Geschichte am Wochenende nochmal in Ruhe an, ich glaube, mir fällt auch ein anderes Ende ein, das weniger mißverständlich ist.

Danke!
Vielen Dank für die Erklärung ! Ich hatte nämlich auch das Gefühl, dass beim "nach Hause"-Satz plötzlich eine Vertrautheit des Erzählers/Lesers mit den Personen da ist, die mit der vorherigen Distanz bricht und die ich nicht so genau erklären konnte. Ich habe die Geschichte unter der Voraussetzung gelesen (geht das?), dass Thiel und Boerne und das Drumherum bekannt sind; ich denke, sonst wäre sie längst nicht so witzig. Darum ist mir wohl auch nicht aufgefallen, woran der "Bruch" liegt. Hm, cricri könnte einfach "Lassen Sie uns gehen" schreiben, wäre das "neutraler" ? Aber nicht sehr reizvoll, das gebe ich zu. *seufz*
So ein neutraler Erzähler ist schon echt schwierig zu schreiben, wenn man doch eigentlich richtig an den Figuren dranhängen möchte. Aber dennoch reizvoll. Darum gefällt mir der "outsider POV" auch oft so gut.

Jedenfalls freue ich mich sehr über solche experimentelleren Texte.
Diese Stelle: "Mein lieber Freund", sagt der Cocktailtrinker und nimmt einen Schluck, "das Leben wäre sehr langweilig, wenn man alles auslassen würde, was zufällig auch dem anderen Geschlecht zusagt."

und diese nette Doppeldeutigkeit
"Ich zieh doch nicht an Ihrem Strohhalm."
"Selbst schuld", entgegnet der Dunkelhaarige ungerührt. "Sie wissen ja nicht, was Sie da verpassen."


sind meine Lieblingsstellen in der Geschichte.

Die sehr distanzierte Betrachtung liest sich mal ganz anders - aber nicht schlecht!

Dass dann natürlich oft "der Dunkelhaarige" und "der Kleine" rauskommen, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Aber zu dem Experiment passt das prima! *g*

Ich habe mit gut damit unterhalten gefühlt!
Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, ob man die Zweideutigkeiten überhaupt erkennt ;) Der Stohhalm ist mein heimliche Highlight (manchmal geht es mit mir durch ...)

Dass dann natürlich oft "der Dunkelhaarige" und "der Kleine" rauskommen, ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Da sagst Du was. Irgendwie muß das anders gehen. Vielleicht wäre so ein Kurs kreatives Schreiben doch mal nicht verkehrt ;)

Ich habe mit gut damit unterhalten gefühlt!
Danke :D


Edited at 2013-07-03 08:49 pm (UTC)
Vielleicht wäre so ein Kurs kreatives Schreiben doch mal nicht verkehrt ;)

Davon habe ich mal zwei, drei besucht. Die wären auch etwas für Dich gewesen, weil es da immer darum ging, auf Kommando und in einer bestimmten Zeit eine Antwort auf eine Vorgabe zu schreiben. :)

Ein paar Regeln (vor allem für Kurzgeschichten) haben wir auch gelernt:

- Alles, was man erwähnt, sollte auch eine Bedeutung für die Handlung haben.

- Idealerweise sollte der Anteil von Beschreibung, Dialog und "Action" je ein Drittel sein.

Formulierungen wie "der Dunkelhaarige" kämen auf Dauer wohl nicht gut an, aber letztlich darf man ja für eine bestimmten Effekt auch Regeln brechen. :)
Der Stil ist wirklich sehr eigenwillig.
Ich habe an sich kein Problem mit einem allwissenden Erzähler, viele (die meisten?) Bücher sind ja auf die Art geschrieben.

Aber der Erzähler in dieser Geschichte ist mir zu distanziert, zu weit weg, zu vage. Ist nicht böse gemeint, das weißt du hoffentlich!!!
Schon der Anfang war nicht meins, wenn ich das so sagen darf. Und wie es dann weitergeht... ich kann es gar nicht recht umschreiben, was mich stört. *am-Kopf-kratz*
Klar weiß man, um wen es geht. Eigentlich habe ich auch kein Problem damit, wenn in einer Geschichte keine Namen genannt werden, das habe ich selber ja schon öfter verwurstet; aber in diesem Fall war es definitiv anstrengend zu lesen und so wie es jetzt ist, für mich nicht wirklich ansprechend. Das mag vielleicht auch zu einem großen Teil daran liegen, dass ich dem Plot an sich nichts abgewinnen kann. Frag' mich, wie ich es gefunden hätte, wenn da was spannendes, h/c, Drama was weiß ich draus geworden wäre. Vielleicht etwas besser. Vielleicht aber auch nicht, ich weiß es wirklich nicht.
Um das entscheiden zu können, musst du dringend weiterschreiben, ganz viel und ganz schnell, damit ich mir ein Bild machen kann. *zwinker*
Um das entscheiden zu können, musst du dringend weiterschreiben, ganz viel und ganz schnell, damit ich mir ein Bild machen kann. *zwinker*
Aber nicht in dem Stil, das wäre mir zu anstrengend und fühlt sich auch irgendwie nicht richtig an ... Für mich selbst hat sich auch das Schreiben sehr distanziert angefühlt, vermutlich, weil ich mit dieser Perspektive nicht so recht klargekommen bin. Oder weil ich es mit der ironischen Distanz unbewußt übertrieben habe - zur Sicherheit. Denn wenn es nicht eine der Figuren ist, die erzählt und beobachtet, bin das ja am Ende ich ... und das ist unheimlich ;)

Danke für die Rückmeldung, es ist interessant zu hören, was für wen funktioniert oder eben auch nicht funktioniert.
Denn wenn es nicht eine der Figuren ist, die erzählt und beobachtet, bin das ja am Ende ich ... und das ist unheimlich ;)


Wenn es dich beruhigt: Ich hatte die ganze Zeit eine dieser Stimmen im Kopf, die bei Reportagen aus dem Off sprechen. Um genauer zu sein die Off-Stimme vom deutschen 'Little Britain'... Überhaupt hatte der Text für mich etwas von der Beobachtung kurioser Stadtmenschen, quasi eine Naturdoku ; )
*snicker*
Oh ja, die würde gut passen :D
Ich hatte vorher einen alten Film mit Cary Grant (Mr. Blandings Builds His Dream House), da gab' es so einen Erzähler, der ein wenig Ähnlichkeit mit meinem hier hatte ;)

Überhaupt hatte der Text für mich etwas von der Beobachtung kurioser Stadtmenschen, quasi eine Naturdoku ; )
Und das kommt auch gut hin. *grins* Aus der Idee ließe sich doch auch noch was machen ...

Wie geht's den Fingern und der Gitarre?
Aus der Idee ließe sich doch auch noch was machen ...

Nur zu, lass deiner Kreativität freien Lauf! :D

Den Fingern geht's mittlerweile wieder recht gut, auch wenn ich mich an dieses leicht taube Gefühl an der Spitze des Zeigefingers noch gewöhnen muss. Dafür habe ich gerade eine dezente Mandelentzündung mit dichter Nase, einer sich anschleichenden Mittelohrentzündung und nen deftigen Husten... *seufz*
Och nö :(

Doch nicht im Urlaub und wenn der Sommer kommt! Hoffentlich wird's bald wieder besser.
bin das ja am Ende ich

Nein, Du bist es nie. Es ist immer ein Erzähler.

Es sind auch nie Thiel oder Boerne, sondern ein Erzähler, der ihre Perspektive einnimmt. :)
Eigentlich bin ich gar nicht da, habe überhaupt keine Zeit und werde alles andere später kommentieren ! *flöt*

Da hast du dich ja sehr zurückgehalten mit dem unpersönlichen Erzähler. Ist dir aber gut gelungen. Besonders die Dialoge sind sowas von IC - schön!

er wirkt ein wenig deplaziert an diesem Ort,
Hier fehlt mir ein bisschen mehr Beschreibung, wieso er deplaziert wirkt (Kleidung, Auftreten etc.).

Boernes Anspielungen sind klasse: "Ich möchte" statt "nehme", "das Leben wäre sehr langweilig,..." ! So würde ich mir eine (fuck-buddy) Beziehung zwischen den beiden vorstellen. Hm, wenn ich darüber nachdenke, würde es bei Boerne wohl keinen Unterschied machen, welcher Art ihre Beziehung wäre, er könnte sich jedezeit so benehmen... Aus Boernes "Sie wissen ja nicht, was Sie da verpassen" würde ich aber schließen, dass sie gerade auf dem Sprung in eine sexuelle Beziehung sind.

und sieht den anderen an, "wenn wir nur das tun würden, was sich gehört."
Ich liebe diesen Blick, den Boerne in solchen Situationen gerne hat: eine Mischung aus Herausforderung und Verschmitzheit.

Für Thiel wünsche ich mir, dass der Wirt das Bier eh schon angezapft hatte, wenn es schon das beste Frischgezapfte in Münster sein soll :-) Und für mich wünsche ich mir die Vorgeschichte zu diesem eher anzüglichen Treffen in der Kneipe :-))
Für Thiel wünsche ich mir, dass der Wirt das Bier eh schon angezapft hatte, wenn es schon das beste Frischgezapfte in Münster sein soll :-)
Genau das habe ich auch gedacht! Hier ging's mit der Zeit irgendwie nicht auf - ich wußte, ich brauche für's Bier mehr Zeit, aber ich hatte nicht genug Dialog dafür ;) Also, sagen wir mal, das Bier geht dort so zügig über die Theke, das immer schon ein paar angezapfte bereitstehen ...

Hier fehlt mir ein bisschen mehr Beschreibung
Wenn ich am Wochenende mal 'ne ruhige Minute habe, gehe ich über den Text vielleicht nochmal drüber. Da kann ich das ja auch im Blick haben.

Ich glaube, der Erzähler ist so extrem distanziert, weil ich etwas Überwindung brauchte um das zu versuchen. Freut mich aber, daß es Dir trotzdem gefällt :)

Boernes Anspielungen sind klasse: "Ich möchte" statt "nehme", "das Leben wäre sehr langweilig,..." !
*freu*
Ich habe mich nach dem Schreiben nämlich sofort gefragt, ob das nun entweder zu undeutlich oder zu plump war.

dass sie gerade auf dem Sprung in eine sexuelle Beziehung sind
Das denke ich auch. Oder noch relativ am Anfang. Jedenfalls sträubt sich Thiel noch ein bißchen ;)

Ich liebe diesen Blick, den Boerne in solchen Situationen gerne hat: eine Mischung aus Herausforderung und Verschmitzheit.
Ja, der paßt hier genau!
Ich habe mich nach dem Schreiben nämlich sofort gefragt, ob das nun entweder zu undeutlich oder zu plump war.
Genau richtig für Boerne; für alle anderen ... tja ... :-)

Jedenfalls sträubt sich Thiel noch ein bißchen
Welch schönes Bild ...

eine Mischung aus Herausforderung und Verschmitzheit.
Ja, der paßt hier genau!

Ist von dir geklaut :-) In "A little less conversation..." denkt Thiel kurz darüber nach, wie es mit ihnen angefangen hat, und du benutzt eine ähnliche Beschreibung (ich glaube, es war "Übermut und Herausforderung"). Auf diese Szene warte ich ja noch :-)


Edited at 2013-07-09 07:41 am (UTC)
Das neue Ende gefällt mir gut, es passt perfekt: alles bleibt offen und dennoch wissen *wir* natürlich, wie es weitergeht :-)

Endlich ist mein Netbook wieder funktionstüchtig und ich kann zwischendurch lesen/kommentieren, ohne mit der Restfamilie abends um die verfügbaren Geräte rangeln zu müssen - yeah !
Das freut mich! Ich selbst bin mit der Geschichte inzwischen auch wärmer geworden, eigentlich gefällt sie mir so jetzt auch recht gut.

und dennoch wissen *wir* natürlich, wie es weitergeht
Genau ;)

Blöde Technik ... mein Netbook zickt auch scon seit geraumer Zeit und ich überlege, ob ich mir evtl. was neues anschaffen muß. Aber immer wenn ich damit drohe, geht es wieder eine Weile besser ;)