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BT_Wandern

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Büttenwarder

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BT_Bingo_Mauer

Manchmal bin ich doch ganz froh ...

... daß ich der Welt der Wissenschaft den Rücken gekehrt habe.

Auf hsozkult hab' ich eben die Besprechung einer Tagung im letzten Juni in Göttingen gefunden: Zwischen Serie und Werk. Die ARD-Reihe "Tatort" im fernseh- und gesellschaftsgeschichtlichen Kontext.

Klingt ganz spannend, aber wenn ich mir den Bericht anschaue, merke ich, daß ich mittlerweile keine große Lust mehr habe, mich durch so was zu kämpfen. Leseaufwand und Erkenntnisgewinn stehen bei den meisten wissenschaftlichen Texten doch in keinem Verhältnis. Oder werde ich nur immer älter und ungeduldiger? Und habe ich auch mal so geschrieben? Ich fürchte ja *hust*

Wie dem auch sei, der kurze Impuls, nachzusehen, ob es die Ergebnisse der Tagung als Sammelband gibt (gibt es sicher), hat sich schon wieder gelegt ...

Comments

Das Problem ist, dass auf so einen Zug immer alle möglichen Leute aufspringen müssen. Da krieg ich auch noch so abstruse Theorien (die absolut nichts mit dem Thema zu tun haben) irgendwie hingebogen, so dass wieder eine Veröffentlichung mehr auf der Liste steht. Sonst wirds ja auch keine Tagung, sondern ein Nachmittagsseminar...

Leseaufwand und Erkenntnisgewinn stehen bei den meisten wissenschaftlichen Texten doch in keinem Verhältnis. Oder werde ich nur immer älter und ungeduldiger?
Yep, ungeduldiger, eindeutig ungeduldiger :-) Lieber Autor, könnten Sie bitte die neuen oder auch nur irgendwie relevanten Erkenntnisse kurz für Querleser fett drucken ? Ist ja nicht viel (Aufwand). Danke.

Edited at 2013-10-27 05:08 pm (UTC)
Ja, das ist leider so. Mit bodenständigen Themen bekommt man im geisteswissenschaftlichen Bereich aber auch keine Fördergelder, da muß schon so manches Thema passend gemacht werden.

Vermutlich bin ich ein wenig unfair, aber ich muß in den letzten Jahren meistens für Leute schreiben, die nicht von meinem Fach sind, die ich aber trotzdem überzeugen muß (weil es z.B. um Haushaltsmittel geht). Und da kann man sich sowas wirklich nicht mehr erlauben, da heißt es dann, das komplexeste Themma auf einer Seit verständlich und übrzeugend darstellen. Nicht, daß ich das immer schaffen würde ... Aber die Ergebnisse sind doch meilenweit vom durchschnittlichen Uni-Output entfernt. Auch von meinem eigenen, früheren ;)
Kenn ich, das hieß bei uns schon an der Uni "Vorstandsfolien" : nicht mehr als drei (inhaltliche) Punkte auf einem Blatt, keine "Sätze" mit mehr als 8 Worten, und das Ergebnis muss auf den ersten Blick optisch klar ersichtlich sein. So kriegt man auch in den Ingenieurwiss. seine Fördergelder am besten :-)

Wobei es natürlich auch immer Leute gibt, die sich mit dem Thema auskennen. Aber das sind meist nicht die mit dem vielen Geld

Ich will dich hier aber nicht vom Posten deiner drabbles abhalten ! *hint*

Edited at 2013-10-27 05:28 pm (UTC)