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Happy End

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Sommer-Challenge: Suspense – Joker (Mit Sauerkraut und Würstchen von nessaniel) - für mich
Team: Thalia
Fandom: Tatort Münster, Tatort Hamburg, Tatort Stuttgart (Crossover)
Personen: Thiel (POV), Uwe Kohnau, Thorsten Lannert, Überraschung
Rating: ab 12
Genre: Freundschaft, Slash, Pre-Slash, Humor
Länge: ~ 650 Wörter
Zeit: ~ 50 Minuten
A/N: Nur um das endlich schreiben zu können, hab‘ ich mich noch durch die letzten drei Kapitel gequält. Und jetzt bin ich eigentlich zu K.O. um noch was vernünftiges zu fabrizieren :(
Aber: Bingo! Und vielleicht mache ich aus der ganzen Geschichte irgendwann nochmal was besseres. In ein paar Wochen oder so …. Wenn meine Sehnenscheidenentzündung abgeklungen ist, die ich mir heute vermutlich geholt habe ;)


***


„Hier? Ich dachte immer, du haßt das Zeug.“

Uwe zuckte mit den Schultern. „Hab‘ meinen Geschmack weiterentwickelt.“

„Döner würde ich jetzt nicht unbedingt als Weiterentwicklung bezeichnen“, kommentierte Thorsten.

„Du sagst am besten gar nix – Spätzle mit Linsen …“

„Gibt’s hier denn überhaupt Alkohol? Wir haben den Fall gelöst und Grund zu feiern!“

„Jetzt hört schon auf zu maulen.“ Uwe öffnete die Tür. „Ja, es gibt’s Bier. Und ich bin hier zuhause und sage, wo’s hingeht.“

„Viel los ist hier aber nicht“, meinte Thorsten.

„Cenk hat ja auch nur für uns aufgemacht.“

„Batu?“

„Moin Thorsten“, sagte der Mann hinter der Theke gut gelaunt. „Schön, daß man dich auch mal wieder sieht.“

Thiel riß die Augen von der Speisekarte los. Thorsten sah einigermaßen verdutzt aus, und dann fiel auch bei ihm der Groschen. Batu, war das nicht Uwes letzter Partner?

„Hallo.“ Der Mann streckte ihm die Hand entgegen. „Cenk Batu.“

„Thiel. Frank Thiel.“

„Was soll ich euch machen?“

„Erst mal vier Astra“, sagte Uwe. „Die erste Runde geht auf mich.“


***


„Hier.“ Cenk stellte das Essen vor ihnen ab.

„Gemüsedöner?“ Thiel schielte zu Uwes Teller. „Seit wann ißt du denn so was?“

„Ist gesünder“, entgegnete Uwe.

„Und besser für die Linie“, grinste Cenk und klopfte auf Uwes Bauch.

„Arschloch.“

Cenk lachte.

Das war der Moment, als Thiel klar wurde, warum Uwe unbedingt hierher gewollt hatte. Und wen er anrief, um Bescheid zu sagen, daß es später wurde. Er nahm hastig einen Schluck Bier und hustete, weil er sich verschluckt hatte.

„Sieht aus, als hätte sich dein Geschmack um einiges weiterentwickelt“, sagte Thorsten. „Schön, daß du wieder auf den Beinen bist, Cenk.“


***


Erst als es schon klingelte, fiel ihm auf, daß er gar nicht wußte, weswegen er anrief. Aber bevor er auflegen konnte, hatte Boerne schon abgehoben.

„Ist was passiert? Ich dachte, der Fall ist gelöst – Thiel, Sie haben sich doch nicht etwa von einer Komplizin ihres mörderischen Duos –

„Nein, nix ist passiert“, unterbrach Thiel hastig. „Hab‘ ich Sie geweckt?“ Er sah mit schlechtem Gewissen auf die Uhr; über dem Abend mit Thorsten und Uwe … und Cenk hatte er ganz vergessen, wie spät es schon war.

„Ach was, ich habe noch die Studie von Karamasov zum postmortalen Abbau von Ethanol im Körper in Abhängigkeit zu Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit gelesen. Wenigstens habe ich jetzt mal wieder Zeit, um den neuesten Stand der Forschung zu rezipieren. Nicht, daß ich nicht auch sonst auf der Höhe der Zeit wäre, selbstverständlich. Aber deswegen rufen Sie vermutlich nicht an?“

„Ich komme morgen nach Hause.“ Was für ein bescheuerter Grund, deswegen jemanden nachts um eins anzurufen. Halb erwartete er, daß Boerne ihn als nächstes fragen würde, ob er sie noch alle hatte – natürlich vornehmer ausgedrückt. Aber Boerne sagte nur „Das ist schön“, was ihn so aus dem Konzept brachte, daß er das erstbeste sagte, was ihm durch den Kopf schoß.

„Was macht der Fuß?“

„Fortschritte, genau so, wie er soll. Am Montag kann ich wieder zu Arbeit.“

Boerne klang glücklich, und ihn überschwemmte plötzlich eine solche Welle von Heimweh, daß ihm die Luft wegblieb und er sich an eine Mauer lehnen mußte, die praktischerweise in Reichweite stand. Er hatte wohl doch zu viel getrunken. Was für ein Unsinn, er war doch in Hamburg immer noch fast mehr zuhause als in Münster, und überhaupt fuhr er ja in ein paar Stunden wieder zurück.

„Thiel?“



„Ist sonst noch was?“

„Ich freu‘ mich auch.“ Er legte schnell auf, bevor Boerne noch etwas sagen konnte, und setzte sich. Der Bürgersteig war zwar nicht unbedingt der sauberste, aber seine Jeans hatte auch schon bessere Zeiten gesehen und jedenfalls brauchte er einen Moment, bis ihm nicht mehr so schwindelig war.

Die Welt hatte gerade aufgehört, sich um ihn zu drehen, und er überlegte, ob er es wohl wagen könnte, wieder aufzustehen, als sein Handy fiepte, weil er eine SMS bekommen hatte.

Kommen Sie gut nach Hause.


* Fin *
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