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BT_Wandern

December 2018

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Büttenwarder

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BT_Bingo_Winter

Getrennt über die Feiertage

Fandom: Tatort Kiel
Rating: P 6
Genre: Freundschaft, Humor, Fluff (?)
Handlung: Ein Anruf zu Weihnachten.
Länge: ~ 600 Wörter
A/N: Seit drei Jahren versuche ich schon, was für Borowski und Schladitz zu schreiben. Eigentlich hänge ich an einem fix-it zu „Borowski und der brennende Mann“. Aber das will nicht recht werden, außerdem habe ich eh schon so viel melancholischen Kram und h/c für diesen Adventskalender geschrieben. Das hier hat mich spontan angesprungen, als ich die Prompts nochmal durchgesehen habe und auf „getrennt über die Feiertage“ gestoßen bin. So richtig zufrieden bin ich zwar mit dem Ergebnis auch nicht – es ist so verdammt schwer, die zwei zu treffen, obwohl ich v.a. Schladitz wirklich gerne mag – aber da müßt Ihr jetzt durch. (Wenigstens ist es kurz.)


~*~


„Manchmal beneide ich dich wirklich.“ Roland klang, als würde er es ernst meinen. Soweit man das übers Telefon beurteilen konnte. Borowski ließ seinen Blick durch den Raum wandern – die Pizza, die langsam kalt wurde, das Bier, das langsam warm wurde, und im Hintergrund der flimmernde Bildschirm des stumm geschalteten Fernsehers, wo die Wiederholung irgendeines Blockbusters lief, die er mit halbem Auge verfolgt hatte.

„Also ich weiß ja nicht …“

„Das kannst du mir ruhig glauben. Wenn du hier wärst, würdest du das verstehen.“ Roland seufzte.

„Du bist ganz schön undankbar, mein Lieber. Immerhin hat dich deine Tochter eingeladen.“ Er angelte mit der freien Hand nach dem nächsten Pizzastück und versuchte, unauffällig davon abzubeißen.

„Es ist ja nicht wegen Susanne! Es ist die Familie von ihrem Freund. Die singen jetzt schon den halben Abend Weihnachtslieder– im Kanon – oder spielen alberne Spiele. Hörst du mir eigentlich noch zu?“

„Mhm …“ Er schluckte hastig. „Das ist jetzt nicht gerade die Zeit im Jahr, in der du deine alleinstehenden Freunde beneiden solltest.“

„Pfff … Du wolltest es doch nie anders. Wenn du gewollt hättest, hätten ja auch wir zwei Weihnachten zusammen –“

„Jetzt fang nicht schon wieder davon an! Deine dich liebende Tochter hat dich eingeladen, und du wirst dich garantiert nicht meinetwegen drücken!“ Bei aller Liebe, Weihnachten mit Roland, das war wirklich zuviel des Guten. Roland war sonst schon viel zu häuslich für seine Nerven, und wie weit sich das zu den Feiertagen noch steigern ließ, wollte er lieber nicht herausfinden.

„Außerdem hat sie mich nicht in die Küche gelassen …“, murrte Roland, ohne auf seinen Kommentar einzugehen. „Mich, ihr eigen Fleisch und Blut!“

„Sie will dir eben was Gutes tun.“

„Klaus.“ Rolands Stimme war noch unheilverkündender geworden. „Sie hat vegetarisch gekocht. Zu Weihnachten.“

„Aua.“ Das war allerdings ein ziemlicher Tiefschlag.

„Und ihre Schwiegereltern …“

„Ich weiß, ich weiß.“

Roland seufzte. „Und was machst du?“

„Eigentlich esse ich gerade zu Abend.“

„Oh – hast du gekocht?“

„Pizza.“

Roland seufzte noch lauter. „Das ist doch kein vernünftiges Weihnachtsessen.“

„Aber dein Kaninchenfutter.“

„Es war gar nicht so schlecht. Nur eben … ich hätte eine Gans mit Rotkohl und Klößen gemacht.“

„Selbstgemachte Klöße?“

„Gibt es andere? Moment …“ Einige Sekunden hörte er nur undeutliche Stimmen im Hintergrund, dann war Roland wieder zurück. „Ich soll dich grüßen, von Susanne.“

„Danke. Gruß zurück.“

„Und ich soll wieder reinkommen, weil sie mich für den nächsten Kanon brauchen …“

„Na dann … fröhliche Weihnachten, Roland.“ Borowski grinste.

„Glaub‘ bloß nicht, daß ich dich nicht lachen höre.“

„Wenn du willst, kannst du ja wirklich nächstes Jahr Weihnachten bei mir vorbeikommen.“ Es mußte das Bild von Gans mit Klößen und Rotkohl sein, das ihn dazu gebracht hatte, das zu sagen. Bis eben hatte er jedenfalls nichts in der Art zu sagen vorgehabt.



„Roland? Bist du noch da?“

Roland räusperte sich am anderen Ende der Leitung. „Bist du sicher?“

„Es ist ja nicht so, daß ich großartig was vorhätte. Nächstes Jahr. Oder in irgendeinem Jahr. Zu Weihnachten, meine ich.“

„Schon klar. Ja, ich komme sofort! Entschuldigung, ich fürchte ich muß -“

„Frohe Weihnachten, Roland.“

„Dir auch.“

Die Pizza war natürlich kalt, als er aufgelegt hatte. Aber dafür hatte er für nächstes Jahr eine Verabredung mit Rolands selbstgemachten Kartoffelklößen, und das war ja vielleicht doch nicht das schlechteste. Er ließ den Blick noch einmal durch sein Wohnzimmer wandern. Vermutlich würde er dann auch einen Weihnachtsbaum kaufen. Kaufen müssen, damit es ein bißchen, naja eben festlicher wurde. Natürlich nur Roland zuliebe. Er machte sich nichts aus Weihnachten. Eigentlich. Aber wenn er dann schon einmal Besuch hatte, und wenn Roland das Kochen übernahm, da war es doch nur fair, wenn er sich um den Weihnachtsbaum kümmerte. Und was man sonst noch brauchte.

~*~ Fin ~*~

Comments

Oh, klasse, zu den beiden gibt es definitiv zu wenig Fanfics.

Du hast ihre Stimmen ganz wunderbar eingefangen. Bei einem gemeinsamen Weihnachtsfest würden sich beiden wahrscheinlich nur streiten, wären aber bestimmt glücklicher als jetzt. Im nächsten jahr also!
Danke :) Das ist sehr beruhigend zu lesen, daß Du die beiden erkennst!

Bei einem gemeinsamen Weihnachtsfest würden sich beiden wahrscheinlich nur streiten, wären aber bestimmt glücklicher als jetzt.
Genau so stelle ich mir das vor ;)

Und ich finde auch, es gibt viel zu wenig zu den beiden. Gibt es überhaupt was (außer Dein 3-Satz-Fic)?
Gibt es überhaupt was (außer Dein 3-Satz-Fic)?

Mehr fällt mir jetzt tatsächlich nicht ein. Dann läge ich ja erst recht richtig damit, wenn ich sage, dass es viel zu wenig gibt. ;)
Borowski fic, yesssss <3

Noch ein Fan :) Ich mag die zwei sehr gerne zusammen, vor allem wegen Roland Schladitz. Eigentlich erstaunlich, daß es so wenig zu den beiden gibt ...
Ich gucke nur drei Tatorte, Kiel ist halt einer davon. Ich shippe Borowski aber eh mit jedem...
Und was ist der dritte?

Ich shippe Borowski aber eh mit jedem...
hehe ... ja, das kenne ich ;) Wobei ich bei den beiden eher Schladitz mit jedem shippen würde ...
Bremen war die zweite Tatort Serie, die ich geschaut habe (erst nur Münster) nachdem ich Oli Mommsen mal in einem Theaterstück gesehen hatte. Und ich shippe Lürsen/Stedefreund...

Ich hatte ja nur die eine creepy Folge gesehen mit Brandts Stalker, dann alle ihre Folgen und dann von vorn, dementsprechend hab ich dann Klaus mit jedem geshippt lol. Die "Du mein Schladitz" Szene in das Mädchen im Moor und die eine Restaurant Szene, wo der Kellner dachte, sie wären ein Paar, waren die besten.
Und ich shippe Lürsen/Stedefreund...
Das erinnert mich an Vera, die mag die beiden auch (und hatte beim 3-Satz-Ficathon ein paar Beiträge, glaube ich) Die Bremer mag ich auch recht gerne und Lürsen/Stedefreund gehören zu den wenigen het-ships, denen ich was abgewinnen kann.

Die "Du mein Schladitz" Szene in das Mädchen im Moor
oha ja <3 - aber ich mag auch die sehr gerne, wenn Frau Brandt bei Borowski klingelt und Schladitz, der angeblich in urlaub ist, in Unterwäsche und mit Putzzeug in der Hand öffnet. Warum auch immer er in Unterwäsche putzt, das war bestimmt super wichtig für den Plot ;)

die eine Restaurant Szene, wo der Kellner dachte, sie wären ein Paar
Ich glaub', die kenne ich gar nicht. Obwohl ... doch, da kommt die Erinnerung wieder.