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Büttenwarder

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BT_Tanzen

Weihnachten zu dritt

Fandom: Tatort Berlin
Rating: P 6
Genre: Freundschaft, Fluff, (kann auch als Slash gelesen werden, wenn man will)
Handlung: Fortsetzung zu „Aufwachen“ – und damit ebenfalls ein Post-Ep für „Vielleicht“.
Länge: ~ 450 Wörter
A/N: Sorry für die Verspätung … Ich hatte leider keine Zeit mehr für was Längeres und bin froh, daß ich überhaupt noch was geschafft habe.
Geschrieben für den Tatort-Adventskalender 2014 und für das Wichteln auf deutsch_fandom.
Ein kleines Wichtelgeschenk für fennishjournal – ich wünsche Dir viel Spaß damit!

~*~*~*~


Felix hat es wirklich geschafft, zu Weihnachten entlassen zu werden. Mit Hängen und Würgen und weil Till seinen gesamten Charme bei seiner behandelnden Ärztin hat spielen lassen, und weil Sebastian und Till versprochen haben, daß sie ihn keine Minute aus den Augen lassen werden und daß er nichts anderes tun wird als im Krankenhaus – also im Bett rumliegen. Nach Weihnachten stehen ihm dann nochmal vier Wochen Reha bevor, und auch wenn er natürlich dankbar ist für alles, was sie im Krankenhaus für ihn getan haben, ist er doch heilfroh, endlich wieder in seinen eigenen vier Wänden zu sein. Wenn es auch nur ein kurzer Zwischenstop ist.

Ganz so, wie die beiden seinen Aufenthalt zuhause geschildert haben, ist es dann doch nicht. Es fängt damit an, daß er auf der Couch liegt, aber liegen ist liegen. Und Till und Sebastian können ihn natürlich nicht ständig im Auge behalten, wenn sie in der Küche damit beschäftigt sind, das Abendessen vorzubereiten. Aber er fühlt sich ohnehin noch nicht fit für irgendwelche Experimente und genießt einfach nur den Blick auf die leicht windschiefe Tanne, die zuvor mit vereinten Kräften geschmückt wurde. Jetzt blinken drei Lichterketten um die Wette und unter dem ganzen Schmuck ist kaum noch was vom Grün zu sehen. „Silber und Rot, oder lieber Gold“, hatte Sebastian gefragt, und Till hatte entschieden „Alles“ geantwortet, bevor er noch zu reden ansetzen konnte. Jetzt ist der Baum also nicht gerade geschmackvoll, dafür aber bunt. Und in der Küche streiten Till und Sebastian.

„Aber nicht mit Mayo! Du weißt doch hoffentlich, daß da Eier –“

„In dem Fertigzeug? Im Leben nicht.“

„Hier … HIER steht aber –“

„Jetzt komm‘ wieder runter. Ich mach sowieso den Kartoffelsalat von Oma Elfriede.“

„Und das heißt was genau?“

„Schwäbisch. Mit Essig und Öl. Total vegan. Sieh du lieber zu, daß du die Tofu-Würstchen aus der Packung kriegst.“

Er kann Sebastian schnauben hören. Sonst hat immer er gekocht, klassische Weihnachtsgerichte, zumindest solange Sebastian noch Fleisch gegessen hat. Tills Kochkünste waren schon immer … speziell, und wenn sein Sohn nicht in den letzten Monaten überraschende neue Talente entdeckt hat, kann er froh sein, wenn irgendetwas Genießbares auf den Tisch kommt.

„Ich faß es immer noch nicht, daß du einen Nachtisch aus Tofu gemacht hast.“

„Der ist total lecker!“

„Also ich rühr das Zeug nicht an.“

„Wenn ich deinen Kartoffelsalat –“

„He! Das ist das Rezept meiner Oma!“

„Und das Rezept für die Tofucreme ist von Jule.“

Aber das ist ihm alles egal, denn es ist Weihnachten. Till und Sebastian sind da und reden wieder miteinander.

Und außerdem hat er gerade drei Wochen Krankenhausessen hinter sich.

~*~ Fin ~*~

Comments

Vielen, vielen Dank!
Du hast dich ja wirklich verausgabt dieses Jahr beim Wichteln - ich weiß schon garnicht mehr, wieviele Geschichten von dir ich in der community gesehen habe, aber es waren VIELE - und ich freue mich wie eine Schneekönigin, dass dieses wunderbare kleine Ficlet für mich dabei ist. Genauso stell ich mir Weihnachten mit diesen drei vor: Nicht zu kitschig aber doch mit ganz viel Liebe. <3

Frohe Weihnachten!
Ich bin erleichtert, daß es Dir gefallen hat! Eigentlich wollte ich den beiden mehr Zeit und Liebe widmen, aber ich hab's nicht mehr geschafft. Die Geschichte ist in der letzten Minute (wegen Adventskalender mußte sie am 24. raus) an Heiligabend zwischen dem ganzen Familiengewusel entstanden, da viel es mir schon schwer, mich auch nur ein halbe Stunde abzusetzen ...

Auf der anderen Seite finde ich es eigentlich doch ganz schön, daß das Verhältnis der beiden nach wie vor in der Schwebe bleibt. Man kann sich fast alles dazu vorstellen ;)

Genauso stell ich mir Weihnachten mit diesen drei vor: Nicht zu kitschig aber doch mit ganz viel Liebe. <3
Und das sehe ich genauso und bin froh, daß es richtig rübergekommen ist!
Was für eine wunderschöne Story, sie ist wirklich weihnachtlich, dramatisch, lustig, und ganz und gar nicht kitschig.

Mir gefällt am besten dieses hier
Aber das ist ihm alles egal, denn es ist Weihnachten. Till und Sebastian sind da und reden wieder miteinander.
weil es so schön die ganze dramatische Hintergrundgeschichte bei all der weihnachtlichen Fröhlichkeit andeutet. <33 Das passt sehr gut zum allgemeinen Ton der Berliner, die ja nie für die ganz ganz großen Töne bei den Gefühlen zu haben waren.

und Till hatte entschieden „Alles“ geantwortet, bevor er noch zu reden ansetzen konnte.
OH und das hier ist so wahnsinnig in character, ich bin total verzaubert. <333 Es ist sooo typisch Till bei sowas einfach keine Zeit mit irgendeiner Entscheidung zu verlieren sondern einfach ALLES auf den Baum zu klatschen. Herrlich <333
weil es so schön die ganze dramatische Hintergrundgeschichte bei all der weihnachtlichen Fröhlichkeit andeutet. <33
Mir hat die Zeit gefehlt, das alles weiter auszuarbeiten - aber vielleicht ist das ja gar nicht so verkehrt ;)

Ich freu' mich, daß es Dir gefallen hat! Und daß Till IC rübergekommen ist. ALLES auf den Baum zu werfen ist meine Methode, und ich war mir ziemlich sicher, daß Till das genauso sieht ;)