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BT_Wandern

September 2018

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Büttenwarder

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BT_Arm

Licht und Dunkel

Team: Morpheus
Sommer-Challenge: Romantik/Intimität – empfindliche Körperstellen berühren/jemanden ausziehen – fürs Team
Fandom: Polizeiruf Magdeburg
Rating: P 12
Genre: Slash
Handlung: Drexlers POV zu der Nacht, die er bei Frey verbringt. (Mann, klingt das trocken …)
Länge: 300 Wörter (Triple Drabble)
Zeit: ~ 30 Minuten.
A/N: Sollte eigentlich länger werden und mehr auf das Prompt eingehen, aber dann wäre es noch kitschiger geworden … Habe ich erwähnt, daß ich sehr viele Gefühle in dieser Sache habe? Oh, und zum Anschauen hier noch mal der Link zu failte_aoifes gif.


***


Ferdinand macht kein Licht an, als sie das Haus betreten. Das Zimmer wird nur erhellt vom schwachen Schein der Straßenlaterne, der durchs Fenster fällt, als Ferdinand sich zu ihm umdreht.

Es ist mehr als 16 Jahre her. Ein halbes Leben, und fühlt sich doch wie gestern an. Er vergräbt sein Gesicht an Ferdinands Hals, hält ihn fest so fest er kann. Heute Nacht kann er sowieso nichts anderes tun. Nein, das ist keine Ausrede, das ist eine Tatsache; die Wirklichkeit geht erst morgen weiter. Ferdinand lächelt, während er nach seiner Brille greift, sie abnimmt und vorsichtig zur Seite legt. Er weiß nicht, ob der andere jetzt alles nur noch verschwommen sieht, aber er fragt nicht. Ich will heute Abend nicht reden, hat Ferdinand gesagt. Und sie reden nicht.

Er streckt sich aus und warme Hände schieben sein Hemd nach oben, fahren seinen Oberkörper entlang, finden all die Stellen wieder, die sie früher schon kannten. Als wäre keine Zeit dazwischen vergangen. Er verliert sich in dem Gefühl, berührt zu werden, verläuft sich und findet den Ausgang nicht mehr. Es ist so lange her, daß er vergessen hat, wie sehr ihm das gefehlt hat. Und für Ferdinand ist es wahrscheinlich noch länger her. Nicht, daß er ihn das fragen könnte. Nicht, daß es jetzt wichtig wäre.

Sie sind beide älter geworden. Ein bißchen schwerfälliger vielleicht, aber auch weniger gehetzt, ruhiger, gründlicher. Sie haben alle Zeit der Welt.

Heute Nacht.

Im ersten Morgengrauen liegt er wach und sieht zu, wie Ferdinand schläft. Er will nicht daran denken, wie es weitergeht, aber er kann trotzdem nicht verhindern, daß sein Verstand weiterarbeitet. Unerbittlich. Auch das war schon immer so. Mit jeder Minute, die es heller wird, kommen mehr Gedanken. Dinge, die er Ferdinand fragen muß. Dinge, die er tun muß.

Und dann ist es hell.


* Fin *

Comments

OH ist das schön! *__* Du hast die beiden so großartig und schmerzhaft eingefangen!!

Ich glaube, was mir am besten gefällt, ist, dass er wirklich versucht sinen Kopf auszuschalten (die Wirklichkeit geht erst morgen weiter.) und dass er sich dafür genau eine Nacht Zeit nimmt und sobald die vorbei ist, kommen die Gedanken wieder, weil er eben auch nicht aus seiner Haut kann (also vor allem, weil ich deine andere Fanfic, wo Ferdinand ihm verzeiht zuerst gelesen habe gefällt mir das hier ja gleich noch mehr! XD)

Ich hoffe SO sehr, dass uns die jetzige Folge am Sonntag nicht vollkommen enttäuscht! XD
Ich glaube, was mir am besten gefällt, ist, dass er wirklich versucht sinen Kopf auszuschalten
Mir auch! Ich glaube nämlich, er muß das wirklich tun. Also das "ausschalten" - weil es so überhaupt nicht seiner Natur entspricht, impulsive Dinge zu tun.

Ich hoffe auch auf den Sonntag ... Was ich gar nicht weiß, ist, ob Groths Ausstieg schon länger klar ist und Teil des Drehbuchs werden konnte. Auch wenn er nur kurz dabei war, würde ich Drexler eine Abschiedsfolge gönnnen.

Und dann hoffe ich wirklich, sie lassen uns Brasch und stellen das Team nicht ganz ein ...
. Was ich gar nicht weiß, ist, ob Groths Ausstieg schon länger klar ist und Teil des Drehbuchs werden konnte

War dem so? Ich hab ja nach zehn Minuten ausgemacht, weil mir Freys Tod so auf den Senkel ging. =/
Nein, einen richtigen Abschied hatte er nicht. Brasch hat sich von Pöschel mit "Ich kann ihn heute Abend nicht alleine lassen" verabschiedet, und dann sind sie zusammen weggefahren. Schlußdialog:
"Alles in Ordnung?"
"Nicht wirklich."

Ich habe aber auch keine Ahnung, ob beim Schreiben des Drehbuchs / beim Drehen schon klar war, das Groth aufhört. Beim Dreh aber vermutlich schon.

Der zweite Teil war an sich nicht schlecht - besser als mancher Tatort, auch wenn das mit der Handlung über die doppelte Zeit + die vielen Personen kritisch war. (aber seit meinem Versuch, ein Crossover zu schrieben, habe ich da ordentlich Respekt vor ...) Aber Freys Tod ... ehrlich, das geht mir immer noch nach, weil es so unnötig war. Als wäre die Geschichte nicht so schon tragisch genug gewesen! Und Drexler hätte auch ohne das alles getan, um den Fall aufzuklären, der brauchte als Motivation keinen toten Freund. Schuldgefühle hatte der so auch schon mehr als genug.

Eigentlich müsste ich ja meine Bigbang-Geschichte weiterschreiben, aber ich glaube, ich muß hier noch ein alternatives Ende zu schreiben, sonst kann ich nicht mehr ruhig schlafen ...
Und Drexler hätte auch ohne das alles getan, um den Fall aufzuklären, der brauchte als Motivation keinen toten Freund. Schuldgefühle hatte der so auch schon mehr als genug.
Das ist mein ganz persönlicher Problempunkt mit dieser Folge. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, sie weiterzuschauen, weil es mir eben sehr sauer aufstößt, dass der schwule Charakter bestraft wird (vom fake-rape-plot mal abgesehen, es gibt wirklich nichts, was mich mehr abstößt, urghs).

Schuldgefühle hatte er genug, ja! Die Motivation hätte so viel vielschichtiger sein können (als Wiedergutmachung sieht Drexler es nicht, wenn er Freys Namen wieder reinwäscht, aber für ihn muss es einen Abschluss geben, das hätte doch hervorragend zu ihm gepasst!)

aber ich glaube, ich muß hier noch ein alternatives Ende zu schreiben,
Ich freu mich drauf!