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BT_Wandern

August 2018

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Büttenwarder

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BT_Wandern

Der erste Schnee (Adventskalender: 7.12.)

Rating: P 6 / 12
Genre: Freundschaft, evtl. ein Hauch h/c
Handlung: Es schneit :)
Länge: 1.400 Wörter
Beta: califor_nia - vielen Dank! Nur die letzten 300 Wörter sind erst kurzfristig (gestern Nacht) dazu gekommen, d.h. alle Kritik am Ende geht auf mich ;)
A/N: Nicht meine stärkste, fürchte ich, ein wenig wirr. Slash ist einfacher ;) Aber lest selbst.

 
~*~*~*~
 

Er kämpfte gerade mit seiner Jacke, als es an der Tür klingelte.
 
  "Ist offen!"
 
Das konnte ja nur Boerne sein um die Zeit. Das war mal wieder typisch für ihn, daß er sich ausgerechnet dann auf die üblichen Umgangsformen besann und klingelte statt einfach hereinzuplatzen, wenn er selbst gerade nicht zur Tür konnte, weil er sich in den Ärmeln verheddert hatte. Es war ihm ein Rätsel, wie Boerne es immer schaffte, in jeder Situation den größtmöglichen Ärger zu machen ...
 
  "Guten Morgen, Herr Nachbar." Boerne sah ihn skeptisch an, obwohl er es inzwischen geschafft hatte, die Jacke anzuziehen. "Ich wollte fragen, ob ich Sie mitnehmen soll - bei dem Schneeregen da draußen werden Sie doch kaum mit dem Rad fahren wollen."
 
Thiel warf einen Blick aus dem Fenster - das sah in der Tat unfreundlich aus. Er schaute zurück zu Boerne, der ihn fragend ansah. "Gerne. Danke."
 
Boerne hob die Augenbrauen. "Geht es Ihnen gut? Sie sehen etwas angeschlagen aus, wenn ich das so sagen darf."
 
  "Weihnachtsfeier. Gestern." Er kramte auf der Ablage nach seinem Wohnungsschlüssel.
 
  "Wie bitte?"
 
Thiel seufzte. Wieso war Boerne nur manchmal so schwer von Begriff? Und mußte er wirklich so laut reden? "Wir hatten gestern Weihnachtsfeier, und ich habe zuviel Glühwein getrunken. So, ich hätte dann ..."
 
  "In Ihrem Alter sollten Sie wirklich langsam mehr auf Ihre Gesundheit achten!"
 
  "Was?" Er drehte sich überrascht um und sah Boerne an, der mit einem Mal ziemlich aufgebracht wirkte.
 
  "Das ist absolut unvernünftig! Haben Sie eine Vorstellung davon, was regelmäßiger Alkoholkonsum an Schäden anrichten kann?! Das ist vollkommen unverantwortlich, Sie gehören ohnehin schon zur Hauptrisikogruppe für Herz-Kreislauf-Erkrankungen!"
 
  "Boerne ..." Der andere reagierte gar nicht auf seinen Versuch, ihn zu stoppen.
 
"Übergewicht, ungesunde Ernährung, zu wenig Bewegung und zuviel Streß - wenn Sie jetzt noch mit dem Rauchen anfangen, können Sie sich schon mal darauf einstellen, daß Sie das Rentenalter nicht erleben!"
 
  "Boerne!" Das hatte jetzt endlich den gewünschten Effekt. "Sagen Sie mal, geht's Ihnen noch gut?!" Boerne regte sich ja schnell und gerne auf, aber das ging nun wirklich zu weit. Außerdem wußte er überhaupt nicht, was den anderen überkommen hatte, ihn so anzufahren.
 
  "Ich wollte nur darauf hinweisen, daß Sie in Ihrem Alter nicht mehr so viel trinken sollten", murmelte Boerne schließlich.
 
  "Ich habe gar nicht viel getrunken", erklärte Thiel empört. "Das süße Zeug ist mir einfach nicht bekommen, das ist alles." 
 
  "Zuviel Zucker ist auch ..."
 
  "Boerne! Das reicht jetzt, O.K. Ich kann sehr gut auf mich selbst aufpassen, danke."
 
Boerne setzte zu einer Erwiderung an, sagte dann aber doch nichts.
 
  "Meinetwegen könnten wir dann los."
 
Boerne nickte und griff an die Garderobe. "Sie haben Ihren Schal vergessen. Es ist ganz schön unfreundlich da draußen."
 
Er überlegte kurz, ob er Boerne darauf hinweisen sollte, daß er auch sehr wohl selbst wußte, ob er einen Schal brauchte oder nicht, verkniff sich die Bemerkung dann aber. Erstens war ein Schal wirklich eine gute Idee ... und zweitens würde er noch zu spät kommen, wenn sie hier noch weiter stritten.
 
 
~*~*~*~
 
 
  "Thiel?"
 
Er blinzelte und brauchte einen Moment, um sich zu orientieren. Offensichtlich war er im Auto noch einmal eingeschlafen. Das hatte er bei Boernes Fahrstil noch nie geschafft ... Aber der andere war heute auch ungewöhnlich vorsichtig und langsam gefahren. Geradezu angepaßt an die Witterungsverhältnisse.
 
  "Geht es Ihnen wirklich gut?"
 
Er sah zur Seite. Boerne hörte sich ernsthaft besorgt an.
 
  "Weihnachtsfeier, Sie erinnern sich? Es war spät gestern." Er setzte sich wieder gerade hin und stellte fest, daß sie schon vor dem Präsidium standen. Inzwischen schneite es nur noch. Die dicken, weißen Schneeflocken fielen lautlos auf das parkende Auto und hüllten es nach und nach ganz ein. Man sah schon kaum mehr durch die Windschutzscheibe, und das gedämpfte Licht der Straßenlaterne erhellte den Innenraum des Wagens nur noch schwach.
 
Boerne hatte die Hände immer noch am Lenkrad liegen und machte keine Anstalten, auszusteigen oder etwas zu sagen. Vielleicht lag es daran, daß sich seine Kopfschmerzen nach den wenigen Minuten Schlaf - oder nach der Kopfschmerztablette, die er vorhin genommen hatte - deutlich gebessert hatten; auf jeden Fall wurde ihm plötzlich klar, daß nicht er es war, dem es nicht gut ging.
 
  "Ist alles in Ordnung mit Ihnen?"
 
Boerne sagte nichts, und er versuchte es noch einmal. "Entweder Sie erzählen mir, was los ist, oder ich gehe - ich kann hier nicht ewig rumsitzen." Obwohl das ganz nett wäre, dachte er. Inzwischen fühlte es sich an, als säßen sie im Innern eines Wattebauschs, der alle Geräusche dämpfte. Das war der erste richtige Schnee dieses Jahr, und er hatte eigentlich gar keine Lust, den Tag im Büro zu verbringen.
 
  "Boerne ..."
 
  "Letztes Jahr habe ich zu Weihnachten meine Mutter besucht."
 
Er sah wieder zu Boerne, der den Kopf zur Seite gedreht hatte und aus dem Fenster zu blicken schien. Nur daß da nichts war, außer Schnee. Jetzt ging ihm auch endlich auf, warum der andere vorhin so ausgerastet war und ihm Vorträge über Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehalten hatte. Boernes Mutter hatte keinen dieser Risikofaktoren erfüllt, soweit er sich erinnerte. Und war trotzdem überraschend an einem Herzinfarkt gestorben.
 
  "He ..." Er stupste Boerne an. "Wenn Sie wollen, daß ich mich gesünder ernähre, müssen Sie mich eben öfter zum Essen einladen."
 
Boerne gab ein belustigtes Geräusch von sich, sah ihn aber nicht an.
 
  "Und wenn Sie meinen, daß ich mehr Bewegung brauche, sollten Sie mich nicht mit dem Auto mitnehmen."
 
Boerne drehte den Kopf endlich wieder in Thiels Richtung.
 
  "In diesem Fall war das akute Risiko eines Verkehrsunfalls deutlich höher als das Risiko, einen durch Bewegungsmangel induzierten Herzanfall zu erleiden." Boerne klang so, als sei das ein Scherz, aber sein Blick war ernst.
 
Das Licht im Wagen wurde immer diffuser, die Schneedecke mußte schon ganz schön gewachsen sein.
 
  "Haben Sie Lust auf einen Schneespaziergang?"
 
  "Wie bitte?" Boerne wirkte etwas irritiert, dabei war das doch mehr oder weniger das Thema gewesen, oder?
 
  "Das ist der erste Schnee in diesem Jahr. Wir sollten einfach einen Tag schneefrei nehmen und was draußen unternehmen. Oder haben Sie Lust, jetzt im Büro zu sitzen?"
 
  "Schneefrei? Davon höre ich heute zum ersten Mal ..."
 
  "Ich hab noch fast zwei Wochen Resturlaub, die muß ich eh noch irgendwann nehmen. Wie wär's?"
 
  "Ein Schneespaziergang rund um den Aasee?"
 
  "Klingt gut. Wenn es aufgehört hat zu schneien, natürlich. Und ich muß vorher ins Präsidium und einen Urlaubsantrag ausfüllen."
 
Als Boerne nicht antwortete, griff er nach der Türklinke. "Bin in zehn Minuten zurück, O.K.?"
 
Er wollte die Tür öffnen, als Boerne nach seiner Hand griff. "Moment!"
 
Thiel sah den anderen überrascht an. "Was denn noch?"
 
  "Machen Sie das lieber telefonisch. Sobald Sie das Büro betreten, taucht bestimmt irgendetwas dringendes auf, weswegen Sie doch nicht frei nehmen können."
 
Das war, bei Licht betrachtet, ein durchaus sinnvoller Vorschlag. Er griff nach seinem Handy, erzählte Nadeshda etwas von dringenden familiären Angelegenheiten - was ja so in etwa der Wahrheit entsprach - und ließ sich kurzfristig beurlauben.
 
Boerne sah schon wieder fast normal aus, sogar leicht amüsiert, vermutlich wegen seiner großzügigen Auslegung der Wahrheit Nadeshda gegenüber. Thiel räusperte sich. "Was ist mit Ihnen, müssen Sie sich nicht auch abmelden?"
 
  "Nicht nötig."
 
  "Nicht nötig?" Wenn Boerne so einsilbig wurde, stimmte was nicht. Er warf dem anderen einen durchdringenden Blick zu.
 
  "Naja ..." Boerne wich seinem Blick aus. "Also eigentlich habe ich seit heute Urlaub."
 
  "Sie sind doch echt nicht ganz dicht - das heißt, genau genommen fahren Sie nur mich zur Arbeit?"
 
  "Ähm ... ich war schon wach, und ich dachte, bei dem Wetter ..."
 
  "Sie sind nicht ganz dicht." 
 
  "Ihnen kann man aber auch keinen Gefallen tun", murrte Boerne.
 
Thiel schüttelte den Kopf. "O.K. Wir gehen jetzt spazieren, damit Sie wieder einen klaren Kopf bekommen."
 
  "Mir geht es hervorragend, schließen Sie mal nicht von Ihrem Kater auf andere." Boerne klang zwar empört, tat aber zur Abwechslung mal das, was er ihm sagte und öffnete die Wagentür. "Wußten Sie eigentlich, daß Schnee genaugenommen nur dadurch entsteht, daß gefrierendes Wasser an kleinen Schmutzpartikeln kristallisiert? Das heißt, auch wenn jetzt hier alles wunderschön weiß aussieht -"
 
  "Jaja ..." Thiel seufzte. Es hatte wie bestellt zu schneien aufgehört, und die Sonne war inzwischen hervorgekommen, um die frisch eingeschneite Stadt malerisch zu beleuchten. Das hätte ein wirklich schöner Tag werden können - aber für romantische Schneespaziergänge war Boerne einfach nicht der richtige.
 
  "Andererseits ist jede Schneeflocke einzigartig - das ergibt sich aus den fast unendlichen Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Merkmale. Fast unendlich ist mathematisch gesehen natürlich ein sehr unscharfer Begriff, aber für den Laien ..."
 
Naja. Es gab schlimmeres.
 
~*~*~*~ Fin ~*~*~*~

Comments

*Psst, ich bin eigentlich gar nicht da *

Sehr gut gelungen ist deine Geschichte ! Ich musste mehrmals heftig grinsen bei so typischen T/B-Aktionen wie den Schwierigkeiten mit der Jacke, Thiels Kater aufgrund des Zuckers im Glühwein, Boernes Monologen zu allem Möglichen ...
Besonders gefallen hat mir, dass beide sich umeinander sorgen und dies - jeder passend auf seine Art- zeigen. Dass Thiel Boerne mit enem Spaziergang aufheitern will und Boerne Thiel an seinem freien Tag ins Präsidium fährt, ist ja fast schon slashig. Und das mit den romantischen Spaziergängen bringt Thiel ihm auch noch bei :-)
Und jetzt will ich Schnee statt Nieselregen ! Naja, vielleicht erst ab Freitag Abend ....

Kleiner Tippfehler : Thiel lässt sich von Nadeshda telefonisch wohl eher beurlauben, nicht beurteilen :-)

*Bin nie hier gewesen...*
Dafür, daß Du nie hier warst, hast Du aber viele Spuren hinterlassen :D

Ich freu' mich jedenfalls, daß Dir die Geschichte gefällt - bei Nicht-Slash bin ich mir immer recht unsicher, was ich da eigentlich schreibe (logischer wäre es zwar andersrum, aber so isses nunmal). Und dann war das ganze auch nur so ein Stimmungsfetzen, der mich überfallen hat, als ich Ende November mal spontan einen Urlaubstag genommen hatte. Wenn mir California nicht gut zugeredet hätte, wäre das vermutlich gar nicht erschienen.

Dass Thiel Boerne mit einem Spaziergang aufheitern will und Boerne Thiel an seinem freien Tag ins Präsidium fährt, ist ja fast schon slashig.
Wem sagst Du das ... das kommt bei mir doch irgendwie immer durch ;)

Und jetzt will ich Schnee statt Nieselregen !
Ich auch! Ist zwar schlecht beim Pendeln, aber trotzdem: mehr SCHNEE!!!
That was very sweet.

I love the way your story shows that they secretly care about each other, but of course they would never admit this. It's touching to see how Boerne longs for a friend in times like these and even more touching to know that Thiel makes sacrifices to be this friend. I'm sure Boerne is a very annoying presence for him most of the time, but one he has gotten used to.

Offensichtlich war er im Auto wieder eingeschlafen. Das hatte er bei Boernes Fahrstil noch nie geschafft .. ha ha!

...and the scientific lecture about snow is priceless! Poort Thiel.
Gorgeous icon, but am I right in thinking that both look a bit sceptical? ;)
Oh, wie süß - und das meine ich jetzt ganz positiv. Es gefällt mir sehr gut, wie sich beide um den anderen Sorgen machen.

Obwohl ich denke, dass es Boerne echt schlecht gehen muss, wenn er die "familiären Angelegenheiten", die Thiel vorschiebt, amüsant und nicht empörend findet. ;)

Und dass Boerne Thiel trotz Urlaub zur Arbeit fährt, lässt auch tief blicken und ist zudem ein sehr lustiger Moment, wenn es rauskommt.
Und dass Boerne Thiel trotz Urlaub zur Arbeit fährt, lässt auch tief blicken und ist zudem ein sehr lustiger Moment, wenn es rauskommt.
Danke! Ich bin froh, daß beides, Komik und Ernsthaftigkeit, rüberkommt. Das Ende ist mir erst gestern Abend eingefallen und mußte während einer ziemlich spannenden House-Folge niedergeschrieben werden (Multitasking ahoi) - trotzdem war ich froh über das Ergebnis, weil ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, da fehlt noch was.

Wenn ich mir eine Backstory zu diesem Oneshot ausdenken müßte, dann würde ich davon ausgehen, daß es Boerne angesichts der nahenden Feiertage wirklich ziemlich schlecht geht. Daß er schlecht geschlafen hat und früh aufgewacht ist und nach einem Grund gesucht hat, Thiel trotz seines Urlaubs zu sehen ... naja, in die Richtung eben. Aber gar so dramatisch wollte ich es dann auch nicht weiter ausmalen.

Oh, wie süß - und das meine ich jetzt ganz positiv.
Na das hoffe ich doch :) In einem Adventskalender kann es gar nicht zu süß werden ... ;)

Edited at 2011-12-07 07:45 pm (UTC)
Du kennst mich gut genug um zu wissen, man macht mit mir den Rorschachtest und ich rufe:"T/B-Slash!". ;-)

Sehr schöne Geschichte. Das Boerne eigentlich frei hat und die "familiären Angelegenheiten" gehören auch zu meinen Highlights, aber das Thiel einen Spaziergang vorschlägt ... *happy sigh*. ;-)
man macht mit mir den Rorschachtest und ich rufe:"T/B-Slash!".
PRUST ... ja, so fühle ich mich auch meistens, vielleicht habe ich mich da doch ein wenig hineingesteigert ;)
Mir ist es jedenfalls recht, wenn der Text so oder so gelesen wird. Das ist ja der halbe Spaß dabei & im Grund auch das, was alle ff-AutorInnen mit den Vorlagen ständig machen.

Thiels Vorschlag mit dem Spaziergang ist vielleicht ein klitzekleines bißchen OOC, aber die Sexszenen sind das noch viel mehr, da sehe ich dann mal drüber hinweg ...
Die Geschichte weckt bei mir die Stimmung aus meiner Kindheit, wenn gerade der erste frische Neuschnee gefallen ist und man sich darauf freut, endlich draußen rumspringen zu dürfen. Wenn es zwar kalt ist, aber der frisch gefallene Schnee auf den ungeteerten Wegen so schön unter den Stiefeln knirscht...

Der gute Herr Professor, der ein wenig sentimental geworden ist und eine ziemlich umständliche Art hat, über seine Gefühle zu sprechen: das passt zu Boerne. Die Sentimentalität natürlich nicht dauerhaft, aber mal für ein paar Stunden. Kaum hat er Thiels Zusage, dass der sich frei nimmt und mit ihm spazieren geht, ist er ja auch schon wieder der alte Besserwisser. Und für Thiel gehört Boerne also schon zur Familie, soso... :D

> "Schneefrei? Davon höre ich heute zum ersten Mal …"
Das hatten wir in meiner ganzen Schullaufbahn, glaub ich, dreimal. War wirklich schön! Jetzt fehlt nur noch der Schnee im RL! :)
Danke! Die Schneestimmung war mir - neben der Thiel/Boerne-Stimmung natürlich - hier auch sehr wichtig. Entsprungen ist der kleine Text ja aus meiner Stimmung an einem spontanen Urlaubstag, wobei ich in dem Moment dachte, daß mir jetzt nur noch Schnee zu meinem Glück fehlt ...

Schneefrei hatte ich in der Schulzeit glaube ich nie. Zum Teil aber aus eigener Dummheit - einmal kam unser Schulbus nicht wegen Schnee, und wir sind pflichtbewußt die zwei Kilometer ins Nachbardorf in die Schule gelaufen ... Wo uns dann mürrische LehrerInnen in Empfang genommen haben, die ihrerseits eigentlich auf einen schneefreien Tag gehofft hatten ;) Der Tag und der Schulweg im Schnee war aber trotzdem schön :D

eine ziemlich umständliche Art hat, über seine Gefühle zu sprechen
Das trifft's ziemlich gut :) Boerne ist ja einerseits gerne sehr direkt, aber wenn es ihn selbst betrifft, oft auch wieder gar nicht.

Und für Thiel gehört Boerne also schon zur Familie, soso... :D
Aber klar doch! Familie = diese nervenden Menschen, die man einfach nicht loswerden kann ... und trotzdem irgendwie mag ;)
Wenn mir California nicht gut zugeredet hätte, wäre das vermutlich gar nicht erschienen.
Na, das wäre ja noch schöner gewesen, diese schöne Geschichte zurückzuhalten... *schimpf* ;-)

Meine Meinung zu 2/3 des Textes kennst du ja schon :)
Aber ich muss sagen, auch das neue Ende ist sehr gut gelungen! Da hab ich noch einige neue Lieblingsstellen...

etwas von dringenden familiären Angelegenheiten - was ja so in etwa der Wahrheit entsprach -
Aaaaah, wie unglaublich süß! Löst zudem sogar bei einem mäßigen Slasher wie mir slashige Gefühle aus ;-)

"Also eigentlich habe ich seit heute Urlaub."
Das ist der Knüller :) da war wohl jemand etwas einsam... und wie er dann gleich wieder zu wissenschaftlichen Vorträgen übergeht, das finde ich sehr IC (in einer meiner FFs macht er das auch so^^)
Danke, ich freue mich sehr, daß Dir das neue Ende auch gefällt! Ich hatte ja vorher das Gefühl, daß es noch gar kein richtiges Ende gibt.

Aaaaah, wie unglaublich süß! Löst zudem sogar bei einem mäßigen Slasher wie mir slashige Gefühle aus ;-)
Ja, das konnte ich mir nicht verkneifen *Lächel* Hab' mich auch selbst über den Einfall gefreut :)

da war wohl jemand etwas einsam...
Schön gesagt :) Das denke ich auch. Hat Boerne eigentlich ein Privatleben neben der Arbeit (und Thiel)?
aaawww. Herzerwärmend. :)
Danke! Jetzt fehlt uns nur noch das richtige Winterwetter, damit sich das mit dem Herzwärmen auch lohnt ;)
Aww, die beiden! <3 Eine schöne Geschichte mit dieser Mischung aus Fluff und einer Prise h/c. Ich hab mich schon öfters gefragt, was eigentlich mit Boernes Mutter passiert ist. In den Folgen erfährt man dazu ja überhaupt nichts, dabei hat sie hat so einen fitten und lebensfrohen Eindruck gemacht. Vor dem Hintergrund deiner Geschichte kann man Boernes ewige Besserwisserei, was Gesundheitsfragen angeht, aus einem ganz neuen Blickwinkel sehen. Zuerst fand ich’s bloß lustig (vor allem auch Thiels einsilbige Reaktion:"Weihnachtsfeier. Gestern." :D), bis es mir beim Lesen dann doch irgendwann etwas eigenartig vorkam. Thiel war trotzdem schneller als ich (aber dafür ist er ja auch Thiel).

Am stimmungsvollsten fand ich die Beschreibung des eingeschneiten Autos, die stille Atmosphäre und das gedämpfte Licht der Straßenlampen … wunderschön!

"He ..." Er stupste Boerne an. "Wenn Sie wollen, daß ich mich gesünder ernähre, müssen Sie mich eben öfter zum Essen einladen."
Ach Thiel. So typisch! Er weiß immer die richtige Antwort. <3

"Sobald Sie das Büro betreten, taucht bestimmt irgendetwas dringendes auf, weswegen Sie doch nicht frei nehmen können."
Hier musste ich lachen – hatten Boerne/du da ein bestimmtes Ereignis im Kopf? Normalerweise ist es doch am häufigsten gerade Boerne, der verhindert, dass Thiel seine erholsame Freizeit genießen kann. :D

Er griff nach seinem Handy, erzählte Nadeshda etwas von dringenden familiären Angelegenheiten - was ja so in etwa der Wahrheit entsprach


Das Ende hat mir auch gut gefallen, vor allem Boernes kleiner Vortrag zu Aufbau und Entstehung der Schneeflocken. Ich wollte etwas Ähnliches in meine eigene Geschichte einbauen, deswegen habe ich darüber ein bisschen nachgelesen und mir Fotos von perfekt symmetrischen Schneeflocken angeschaut. Wasser ist wirklich ein Wunderding.

Ich hoffe, die zwei machen sich einen schönen Tag und genießen ihren kleinen Winterspaziergang. Ich freue mich auch schon auf den Schnee … bisher sieht's ja leider weniger so aus, als würde es vor Weihnachten noch dazu kommen.

Lieben Dank fürs Posten! :)
Oops, die Tage waren so hektisch, daß ich noch gar nicht zum Antworten gekommen bin!

Wenn man so drüber nachdenkt, interessiert sich Boerne im Original recht viel für Thiels Gesundheit. Meistens natürlich, um ihn belehren und mit seinen allumfassenden medizinischen Kenntnissen zu protzen ... ;)

Hier musste ich lachen – hatten Boerne/du da ein bestimmtes Ereignis im Kopf? Normalerweise ist es doch am häufigsten gerade Boerne, der verhindert, dass Thiel seine erholsame Freizeit genießen kann. :D
So weit hatte ich ehrlich gesagt gar nicht gedacht, aber Du hast völlig recht :D Boerne würde das natürlich nicht so sehen ... ich meine, wer käme denn auf die Idee, daß sich jemand nicht geehrt fühlen könnte, seine Zeit mit ihm zu verbringen ;)

Ich freue mich sehr, daß Dir die Geschichte & auch die Schneestimmung gut gefallen hat. Vor allem, weil Du für Stimmungen mein großes Vorbild bist :)

Die Schneefakten kannte ich schon vorher, habe aber zur Sicherheit noch einen Blick in Wikipedia geworfen, um Boerne nicht doch Unsinn erzählen zu lassen. Bei der Gelegenheit habe ich mir auch mal wieder Schneeflockenfotos angesehen - das ist schon wirklich faszinierend.
Ich habe leider öfter Probleme mit dem Aufrufen der LJ page, aber heute klappt es endlich wieder.

Ich hab mich schon gefreut, als ich gelesen habe, h/c. Das kannst du doch so gut. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Vielen Dank.
Ich habe mich besonders über den Dialog im Auto gefreut bzw. fand das am besten. Ich freue mich, dass das "Mutter-Thema" mal wieder aufgenommen wurde.
Achja, und die netten kleinen Anspielungen wie familiäre Angelegenheiten und romantischer Schneespaziergang, sehr schön!! Vielen Dank!!!

P.s. eine Kleinigkeit ist mir aufgefallen, zumindest bin ich darüber gestolpert. Du schreibst, dass Thiel "Wieder" im Auto eingeschlafen ist und dann gleich, dass ihm das bei Boerne noch nie passiert sei. Irgendwie verwirrt mich das. Ich glaube, du meinst halt, dass er sonst öfter im Auto schläft, aber bei Boerne eben noch nie, aber das kommt komisch rüber, da die Sätze so hintereinander stehen und dann verwunderte mich das ein wenig. Okay, falls es allen sonst klar ist, vergiss meinen Einwand.
Ja, das mit lj ist ärgerlich - das hat mich in den letzten Tagen auch genervt. Aber inzwischen ist wohl alles wieder O.K., zum Glück :)

Schön, daß ich Dir mit dem h/c eine Adventsfreude bereiten konnte :D Und es ist lieb, daß Du mir eine Rückmeldung gibst!

Ach ja, was das "wieder einschlafen" angeht - damit meinte ich eigentlich gar nicht, daß er wieder im Auto eingeschlafen ist, sondern daß er, nachdem er gerade erst aufgestanden war, noch einmal eingeschlafen ist. Wenn ich so drüber nachdenke ... Ich glaube, ich ändere das oben zu "Noch einmal", dann ist es hoffentlich eindeutiger. Danke für den Hinweis!