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Nachtmahr

Sommerchallenge: Angst – „Wieso glaubst du mir nicht?“ – fürs Team
Fandom: Tatort Münster
Rating: P 12
Genre: Angst
Handlung: Thiels Unterbewußtsein weiß längst, was das Problem ist. Post-Ep zu „Gott ist auch nur ein Mensch“. Fortsetzung zu „Irrwege“, „Kommunikationsprobleme“, „Mitleid“ und „Verlust“.
Länge: ~ 300 Wörter
Zeit: ~ 60 Minuten
A/N: Die Teile werden immer kürzer und immer weniger das, was ich wollte. Ich glaube, den Schluß muß ich mir doch für nach der Challenge aufheben und ohne Zeitdruck schreiben. Vielleicht schaffe ich es dann doch noch, etwas Runderes aus dieser Geschichte zu machen /o\


***


Der Tag ist nicht so schrecklich wie befürchtet. Ein sonniger Herbstnachmittag, die Beerdigung zu Thiels Überraschung in aller Stille. Familie, Freunde, keine Presse. Und Boerne und er. Sie bleiben nicht zum Kaffee, das wäre dann vielleicht doch ein wenig unpassend – das Beinahe-Mordopfer und der Kommissar, dem der Verstorbene seine letzten Monate im Gefängnis zu verdanken hat.

Auf der Rückfahrt ist Boerne sehr still. Und als sie wieder zuhause ankommen, bedankt er sich und Thiel sagt, daß das doch selbstverständlich sei. Das ganze fühlt sich furchtbar unecht an, ganz anders als sonst.

Er versucht den ganzen Abend, dieses ungute Gefühl beiseite zu schieben, mit dem Ergebnis, daß er jetzt hellwach im Bett liegt, weil er sich den Kopf darüber zerbricht, was nicht mehr stimmt zwischen Boerne und ihm. Warum er sich so furchtbar fühlt. Er muß unbedingt mit Boerne reden.


***


Und das tut er dann auch. Das heißt, er versucht es zumindest. Aber egal, was er auch sagt, Boerne reagiert nicht. Der andere steht einfach nur da und sieht aus dem Fenster. Er weiß, daß es wichtig ist, daß Boerne ihm endlich zuhört. Er muß ihn ja auch hören, es ist ganz unmöglich, daß er ihn nicht hört.

„Wieso glaubst du mir nicht?“

Er fragt es immer wieder, aber er bekommt keine Antwort.

Bis er endlich begreift, daß er den anderen verloren hat. Boerne ist weit weg, viel zu weit weg, um ihn noch zu hören.

Er hat seine Chance verpaßt.

Thiel schreckt schweißgebadet aus dem Schlaf auf. Es ist immer noch stockfinster, aber sein Wecker sagt, daß es schon fast sechs ist.

Der erste Tag vom Rest seines Lebens.


* Fin *
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