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Die Hochzeit - Prolog

Prompt: Romantik/Intimität - „Wenn es sonst nichts ist...“ – fürs mich
Team: Weiß (Titanic)
Fandom: Tatort Münster
Rating: P 12
Genre: Humor, Fluff, Pre-Slash
Handlung: Boerne klärt Thiel über den modernen Sprachgebrauch seines Vaters auf und bietet seine Hilfe an.
Länge: ca. 420 Wörter
Zeit: ca. 40 Minuten
A/N: Der Plan ist, die gesamte Romantik-Tabelle hier unterzubringen. Mal sehen :D


***


„Wenn es sonst nichts ist …“

Thiel unterbrach seinen genervten Monolog über Herbert und dessen bescheuerte Ideen und starrte Boerne an. „Was?“

„Na, wenn das Ihr Hauptproblem ist – ich kann Sie gerne begleiten.“

„Sie würden …“ Das meinte Boerne doch wohl nicht ernst. Mitkommen, auf Herberts bekloppte Feier?

„Ich hätte Zeit nächstes Wochenende. Auch wenn ich zugeben muß, daß die Einladung wirklich äußerst kurzfristig kommt, zumal für eine Hochzeit.“

„Naja …“ Thiel räusperte sich. „Eigentlich hat er da schonmal was geschickt vor ein paar Monaten. Per Post, so ‘ne Art Einladung. Aber – wie hätte ich denn ahnen können, daß das ernst gemeint war!?“

Boerne zog irritiert die Augenbrauen zusammen. „Wie soll sowas denn nicht ernst gemeint sein, wenn ‚Hochzeitseinladung‘ draufsteht?“

„Mein Gott, Boerne, ich kenne die Frau ja nichtmal! Ich hatte keine Ahnung, daß er da was ernsthaftes am Laufen hat. Und dann stand da drin, daß Begleitung erwünscht sei. Irgendwas mit einem SO, was auch immer das ist.“ Thiel verdrehte die Augen. „Und da hab‘ ich eben gedacht, es geht nur wieder mal drum, daß ich … also, daß ich immer noch solo bin, weil Herbert sich offenbar kein Leben ohne Frau vorstellen kann.“

Significant Other.“

„Hä?“

Wie bitte, Herr Thiel, und SO, das bedeutet Significant Other, also sowas wie … die wichtigste Bezugsperson.“

Thiel hatte das Gefühl, daß er nicht gerade sehr geistreich aussah. „Bezugsperson?“

„Jetzt seien Sie doch nicht so schwer von Begriff, Herr Thiel. Manchmal habe ich das Gefühl, Sie leben noch in der Steinzeit. Sind Sie denn nie online unterwegs und haben Kontakt zu unter 50jährigen?“

„Dafür habe ich doch Sie.“ Thiel verkniff sich ein Grinsen, als er Boernes säuerlichen Gesichtsausdruck sah. Der nahende 50. Geburtstag machte dem anderen ganz schön zu schaffen.

Boerne seufzte. „SO nennt die Jugend von heute das, was man zu Ihren Zeiten Lebensabschnittsgefährte Schrägstrich –gefährtin nannte. Nur etwas weiter gefaßt. Die SO kann also auch eine Freundin oder ein Freund sein. Die wichtigste Bezugsperson eben. Und deshalb paßt das ja auch.“

Er war noch so mit Lebensabschnittsgefährtin beschäftigt, daß er Boernes Nachsatz fast überhört hätte. Erst mit einer Sekunde Verspätung registrierte er, was Boerne gerade gesagt hatte. „Jetzt übertreiben Sie mal nicht. Ich habe sehr wohl noch andere Freunde.“

„So?“ Boerne griff nach dem Griff seiner Wohnungstür und öffnete sie. „Dann fragen Sie doch davon jemanden.“

„Was …“ In letzter Sekunde schob er den Fuß zwischen die zuschlagende Tür und folgte dem anderen. „Jetzt seien Sie doch nicht gleich eingeschnappt! Was meinen Sie, wen ich jetzt noch so kurzfristig … Boerne!“

* tbc *
Tags: !120 minuten, f: tatort münster, g: fanfic, g: slash, p: thiel / boerne
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