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BT_Wandern

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Büttenwarder

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BT_Wandern

Neujahr (Thiel / Boerne und ? / ?)

Rating: P 12
Genre: Pre-Slash
Pairing: Ausnahmsweise mal nicht nur Thiel/Boerne ;)
Länge: 950 Wörter
A/N: Eine Kleinigkeit, hastig runtergeschrieben. ich bin nicht sicher, ob der funktioniert. Mir fiel einfach kein richtig knackiges Ende ein ... Auch noch ohne Beta, d.h. wenn jemand noch Anregungen los werden will, nur zu! Ich hab' ihn erst mal friends only gesetzt.

Edit 7.1.: Groß geändert habe ich nix mehr. Das Überraschungspairing stößt auf geteilte Kritiken, aber ich hab's trotzdem drin gelassen ;) Und damit setze ich das Geschichtchen nun frei und taufe es auf den Namen ...

***


  "Moin, Frau Haller. Na, schon wieder auf den Beinen? Nadeshda hat mir ja was von rauschenden Silvesterfeierlichkeiten erzählt ..."

Die Rechtsmedizinerin warf ihm einen kritischen Blick zu. "Ich weiß eben, wie man ordentlich feiert. Sie müssen übrigens nicht so laut reden, ich höre Sie sehr gut."

Thiel grinste. "Ganz schöner Mist, an Neujahr zu einem Einsatz zu müssen. Wieso sind Sie eigentlich hier und nicht Boerne?"

  "Ich habe bei Stein, Schere, Papier verloren", seufzte Frau Haller. "Garantiert betrügt er dabei irgendwie. Dauert das noch lange, bis wir zum Tatort können?"

Thiel steckte die Hände wieder in die Taschen und unterdrückte ein Frösteln.

  "Kann noch einen Moment dauern. Erst muß sichergestellt sein, daß nichts weiter einstürzen kann und wir das Gebäude gefahrlos betreten können."

  "Mhm. Dafür hätten die uns aber nicht schon in aller Herrgottsfrühe rufen müssen ..."

Thiel lächelte. "Nadeshda hat auch geflucht."

Frau Haller nickte verständnisvoll. "Sie hat ja auch höchstens zwei Stunden geschlafen." Sie warf ihm einen Blick zu.  "Und, Herr Thiel, wie haben Sie Silvester verbracht?"

  "Ich hab's nicht so mit Silvesterfeiern. Ich war zuhause."

  "Das ist aber ganz schön trostlos."

  "Wieso? Ich kann Silvester doch feiern wie ich will. Und wenn ich mehr Lust dazu habe, mir ein gepflegtes Bier zu gönnen und fernzusehen ..."

  "Aha."

Irgendwie klang das nicht sehr überzeugt. "Ich bin ja schließlich nicht der einzige, der nicht auswärts feiert. Zum Beispiel hatte ich Ihren Chef am Hals, der offensichtlich auf keiner anderen Feier untergekommen ist. Nicht, daß mich das wundert, wer würde Boerne schon freiwillig einladen."

Frau Haller sah ihn groß an. "Boerne war bei Ihnen?"

  "Sag' ich doch. Ist einfach reingeplatzt, hat was von keine Lust alleine ins neue Jahr zu feiern geredet und mich genötigt bis zwölf wach zu bleiben."

  "Aha! Und dafür hat er mir abgesagt." Für eine so kleine Person konnte Frau Haller ganz schön grantig klingen.

  "Abgesagt? Hatten Sie ihn etwa eingeladen?"

  "Natürlich. Und meine Silvesterfeiern sind legendär. Ich muß schon sagen, ich habe mich wirklich gefragt, was er Besseres vorhat. Sonst ist er entweder bei seiner Schwester, oder manchmal auch bei der Silvesterfeier der Gesellschaft für Rechtsmedizin." Sie strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht hinters Ohr.

  "Ich dachte, er wüßte nicht wohin ... zumindest klang das so." Thiel fühlte sich etwas ratlos. "Wieso ..." Sie hatten ferngesehen, und er war kurz nach zwölf auf dem Sofa eingeschlafen. Das war nun wirklich keine große Konkurrenz, für jede Art von Silvesterfeier. Außerdem hatte er Boerne überhaupt nicht eingeladen.   

Frau Haller hob die Augenbrauen. "Dann strengen Sie mal Ihren polizeilichen Spürsinn an, Herr Hauptkommissar."

  "Was soll das denn bedeuten?"

  "Na, zählen Sie mal eins und eins zusammen." Sie schüttelte den Kopf. "Eigentlich hätte ich da schon viel eher drauf kommen können ..."

  "Worauf?"

  "Das Gebäude ist jetzt abgesichert!"

Die Ansage ließ seine Kollegin erleichtert aufatmen. "Endlich! Ich bin schon fast festgefroren."

  "Worauf, Frau Haller? Ich weiß überhaupt nicht, was ..." Er sprach nur noch mit ihrem Rücken, denn die Rechtsmedizinerin bewegte sich schon Richtung Tatort.

  "Sie kommen schon noch drauf. Viel Glück."  Das klang eindeutig nach einem Lachen. Frau Haller hatte wohl noch zu viel Restalkohol im Blut ... eins und eins zusammenzählen ... was gab es da schon zusammenzuzählen? Boerne hatte in diesem Jahr eben auch keine Lust auf irgendwelche größeren Feiern gehabt, und dann war ihm in seiner Wohnung doch die Decke auf den Kopf gefallen. Wäre ja nicht das erste Mal, daß er seine Meinung innerhalb von kürzester Zeit änderte. Und dann war er, statt doch noch bei Frau Haller vorbeizufahren, um zehn mit einer Flasche Sekt bei ihm aufgetaucht ...


***


  "Chef!" Nadeshda war im Halbschlaf hinter Thiel her zum Tatort gelaufen und jetzt ziemlich unsanft mit ihm zusammengestoßen. "Sie können doch nicht ohne Vorwarnung einfach stehen bleiben!"

Thiel drehte sich um und sah sie überrascht an.

  "Können Sie das eben mal hier übernehmen?"

  "Was ist denn los?" Zuerst war sie ja erschrocken und etwas sauer gewesen, aber jetzt fiel ihr auf, wie blaß und abwesend Thiel aussah. "Ist alles in Ordnung?"

  "Ich muß ... ganz dringend nach Hause. Mir ist da was Wichtiges eingefallen ... Sie schaffen das schon."

Sie sah ihrem Chef erstaunt nach, der sich ohne ein weiteres Wort auf sein Rad schwang und - mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, bei den Witterungsverhältnissen - davonfuhr. Nadeshda schüttelte den Kopf. Das war echt kein guter Anfang für das neue Jahr. Nach kaum zwei Stunden bei Silke aus dem Bett geklingelt zu werden und zu einem Tatort zu müssen war ja schon schlimm genug. Und jetzt hatte sie Thiel auch noch mit der Arbeit sitzen lassen. Andererseits - vielleicht war sie alleine ja auch schneller. Bei aller Liebe war ihr Chef manchmal ein wenig umständlich und schwer von Begriff. Sie lächelte Silke zu, die im Flur auf sie wartete. Außerdem waren sie zusammen im Einsatz, was zwar nicht so nett war wie ein gemeinsamer freier Tag, aber immerhin.

  "Hast du das gesehen? Er ist einfach losgerast und hat mir die Leitung überlassen. Hast du eine Ahnung, was da los ist?"

Silke lächelte noch breiter. "Dann hat er wohl endlich zu Ende gerechnet und will jemanden mit dem Ergebnis konfrontieren."

  "Hm?" Sie runzelte die Stirn. So kryptisch war ihre Liebste doch sonst nicht.

  "Ich erklär's dir später." Silke warf einen vielsagenden Blick auf die Kollegen, die inzwischen den Tatort bevölkerten, was wohl soviel heißen sollte wie ohne Publikum. Sie kannte diesen Blick sehr gut, allerdings hatte er normalerweise nichts mit Thiel zu tun.

  "O.K." Silke würde schon wissen, was sie tat. "Aber eins kannst du mir vielleicht trotzdem verraten. Ist es was Gutes, oder was Schlechtes?"

  "Was Gutes."

*** Fin ***



Comments

Und die hier war mir auch bislang durch die Lappen gegangen. Aber vielleicht habe ich einfach nicht gut hingeschaut, keine Ahnung.

Ja, was soll ich sagen. Frau Haller ist super, aber das wissen wir ja schon länger. *bg*
Schön, wie sie leicht beleidigt reagiert, weil der Chef ihre Party hat sausen lassen. *kicher*

Aber warum ist Thiel ob der Erkenntnis so blass geworden? Klingt so nach Entsetzen irgendwie, und das wäre doch sehr schade. Ich hätte eher eine rote Rübe erwartet, weil ihm der Blutdruck hochgeht. xD
Also, gelistet und in den Momentaufnahmen ist sie, das habe ich inzwischen überprüft ;)
Aber vielleicht hast Du sie einfach überlesen, oder wieder vergessen - ich meine, bei der Menge an kleinen Texten, die bei mir mittlerweile zusammengekommen ist, kann das schon passieren ...

Schön, wie sie leicht beleidigt reagiert, weil der Chef ihre Party hat sausen lassen.
*grins*
Ja, den Moment mochte ich auch besonders. Und Frau Haller ist sowieso immer eine Freude :)

Ich hätte eher eine rote Rübe erwartet, weil ihm der Blutdruck hochgeht. xD
Hm, nur wenn er sich aufregt und Boerne zur Rede stellen will. Ich hatte eigentlich eine andere Art von Erkenntnismoment vorm Auge ;) Bei so weltbewegenden Dingen wird mir eher schwindlig, weil der Blutdruck nach unten saust (nehme ich an), und das habe ich einfach mal auf Thiel übertragen.





Edited at 2013-04-20 06:00 am (UTC)
Also, gelistet und in den Momentaufnahmen ist sie, das habe ich inzwischen überprüft ;)
Hm, habe ich nie gesehen. Sowas... =)
Mit Blindheit geschlagen, was?

Bei so weltbewegenden Dingen wird mir eher schwindlig, weil der Blutdruck nach unten saust (nehme ich an), und das habe ich einfach mal auf Thiel übertragen.
Na gut, wenn du das so siehst, kann ich damit leben.
Na gut, wenn du das so siehst, kann ich damit leben.
Vielleicht bin ich da ja eine Anomalität ;) Aber ich werde beispielsweise auch absolut ruhig, wenn ich wirklich aufgeregt bin. Vielleicht ist "ruhig" das falsche Wort - aber jedenfalls das Gegenteil von hektisch. Eher so, als würde die Zeit langsamer vergehen. Meistens ist das ganz praktisch, es sei denn, es wird zuviel - bei Bewerbungsgesprächen, bei denen ich schlecht drauf war, hat sich das auch schon mal wie gelähmt angefühlt. Kein schönes Erlebnis ;) In der Regel wirkt es aber auf meine Umwelt so, als wäre ich völlig ruhig und gar nicht aufgeregt, und das ist ja nicht schlecht.

Und jetzt bin ich ein wenig abgeschweift ...
Ja, das mit der Ruhe kenne ich, da bin ich sehr ähnlich. Ist auf jeden Fall praktisch - ehrlich gesagt auch, wenn es einen Notfall am Patienten gibt und er ist panisch. Da ist es sicher beruhigender, wenn die Pflegekraft nicht in Hektik verfällt. Aber das gibts in dramatischen Situationen oft genug.

So, bin jetzt gleich am Kölner Hbf, meine Mutter abholen, sie passt auf die Kinder auf. Wir sind nachher auf einer Hochzeit in Leverkusen *freu*
Und heut mittag ist im historischen Rathaus Köln die Trauung, da gehen die Kids und ich winken. :-D
Schönes Wochenende!!