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Sonnenbrand II

Prompt: Romantik/Intimität – „Wenn es sonst nichts ist …“ – fürs Team
Team: Weiß (Titanic)
Fandom: Großstadtrevier
Rating: P 16
Genre: Slash, h/c
Handlung: Hätte Lothar mal auf Dietmars gute Ratschläge gehört … Andererseits: Dann wäre es nie so weit gekommen. (Fortsetzung zu „Sonnenbrand“.)
Länge: ca. 900 Wörter
Zeit: ca. 60 Minuten
A/N: Ich hab‘ das Gefühl, ich muß das Rating hochsetzen *räusper* Aber was soll ich sagen, mir war danach. Schamlose Wunscherfüllung meinerseits. ;)

***


Am Ende waren es doch eher acht Stunden geworden, weil Lothar nochmal nach Hause wollte sich umziehen, und Dietmar dann doch noch davon gesprochen hatte was besorgen zu müssen auf dem Heimweg.

Als er endlich vor Dietmars Tür stand, war ihm ganz schön flau zumute. Und das lag nicht an dem Sonnenstich, der war im Laufe des Tages immer besser geworden. Ganz kurz überlegte er sogar, ob er nicht doch wieder kehrt machen und Dietmar anrufen sollte. Wenn er gesagt hätte, daß es ihm nicht so gut ging und er lieber nicht mehr raus wollte, hätte Dietmar ihn nicht gedrängt. Sowas machte Dietmar nicht. Dietmar war rücksichtsvoll. Er berührte mit dem Finger den Klingelknopf und las schon zum dritten Mal den Namen daneben. Dietmar Steiner. Wie lange kannten sie sich jetzt schon? Dietmar nervte gerne mit guten Ratschlägen, aber er würde ihn nie zu etwas drängen, was er nicht wollte. Höchstens ein wenig anstupsen, und wenn er ehrlich war, konnte er das ja manchmal auch brauchen.

Lothar atmete tief ein. Der Sonnenbrand tat immer noch verflucht weh, auch unter dem weichen T-Shirt und der Jogginghose, in die er gewechselt war. Egal was passierte, der konnte eigentlich nur besser werden. Und alles andere würden sie sehen.

Er schellte.

***


„Geht’s dem Kopf besser?“ hatte Dietmar gefragt und die Hand an seine Stirn gelegt, als wäre das die normalste Sache der Welt. Und das war es ja irgendwie auch. Außer Dienst, bei ihm oder bei Dietmar zuhause, da kam das öfter vor. Daß Dietmar ihn anfaßte. Anfangs hatte war das noch ungewohnt gewesen, das kannte er so nicht. Aber es war ihm nie unangenehm gewesen.

„Dann zieh dich mal aus und leg‘ dich hin.“

„Wenn’s sonst nichts ist …“ Irgendwie war ihm das jetzt doch ein bißchen plötzlich und er merkte, wie die Verlegenheit wieder in ihm hochkroch.

„Du bist doch offenbar nicht so scheu.“ Dietmar grinste ihn an. „FKK-Strand, hm.“

„Das war eben der nächste!“ Er wußte gar nicht so genau, warum er sich verteidigte. Da war doch nix dabei. Und der Strand war wirklich direkt bei seiner Unterkunft gewesen. Und ja, er mochte den Wind und die Sonne auf der nackten Haut, warum auch nicht. Angezogen war er schließlich das ganze Jahr.

„Wenn ich dir helfen soll, mußt du mir das ganze Elend schon zeigen“, sagte Dietmar, jetzt wieder ganz ernst. „Warte, ich mach mal …“, er griff nach dem Schalter an der Wand und dreht die Deckenlampe runter. „Besser so?“

Lothar nickte. Sein Hals fühlte sich gerade an wie zugeschnürt. „Auf die Couch?“

„Ja.“

Dietmar zog die Luft durch die Zähne, als er sein T-Shirt auszog. „Das sieht wirklich übel aus.“

Die Hose folgte und er glaubte fast Dietmars Blick auf seinem Körper zu spüren. Hinsehen konnte er nicht. Es war ganz eindeutig besser sich auf seine Hände zu konzentrieren. „Soll ich …?“

„Wenn du morgen wieder sitzen willst, wäre das besser.“ Dietmar klang … neutral. So als ob das keine große Sache wäre. Und das war es ja auch nicht, genaugenommen. Er war da wirklich nicht so empfindlich, nur daß es Dietmar war, der ihn ansah. Der ihn anfassen würde. Lothar schluckte.

„Du kannst das aber auch selbst machen.“ Dietmars Stimme klang immer noch ganz neutral. „Wenn dir das lieber ist. Das ist völlig in Ordnung.“

Er schüttelte den Kopf. Sagen wollte er lieber nichts, weil er seiner Stimme nicht traute. Und dann ging alles ganz schnell und unspektakulär, er zog sich aus und legte sich hin. Dietmar setzte sich auf den Stuhl neben ihn. „Gekühlt hast du doch schon, oder?“

„Mhm.“ Seit er wieder zurück war, hatte er immer wieder unter der kalten Dusche gestanden, weil das wenigstens kurzfristig die Schmerzen linderte.

„Und genug getrunken?“

„Du hast mir doch heute den ganzen Tag Wasser hingestellt.“

„Stimmt.“ Er konnte das Schmunzeln in Dietmars Stimme hören. „Gut. Nicht erschrecken, das fühlt sich jetzt wahrscheinlich ein wenig kalt an.“

Er schnappte trotz der Warnung nach Luft, als Dietmars Hände seinen Rücken berührten. Wegen der Lotion, die kühl und feucht war, vor allem aber wegen Dietmars Händen, die sich sicher und ruhig über seinen Rücken bewegten. Das war eindeutig mehr Körperkontakt, als sie je gehabt hatten. Er spürte Dietmars Atem auf der Haut. Die Lotion war angenehm, aber zum Glück schmerzte der Sonnenbrand immer noch ganz schön, das machte es einfacher, nicht völlig den Kopf zu verlieren.

„Ich mache dann bei den Beinen weiter.“ Dietmars Atem war plötzlich weg, und dann waren da Hände an seinen Waden, arbeiteten sich langsam nach oben über Kniekehlen, die besonders unter dem Sonnenbrand gelitten hatten, bis zum Oberschenkel. Erst an einem Bein, dann am anderen. Selbst der schmerzende Sonnenbrand hatte es schwer, sich dagegen zu behaupten. Er konnte sich nicht erinnern, wann ihn zuletzt jemand so ausgiebig berührt hatte. Möglicherweise atmete er schon ein wenig schneller, aber Dietmar kommentierte das zum Glück nicht.

„Soll ich weitermachen?“ Die Frage drang erst mit einiger Verspätung durch das Rauschen in seinen Ohren. Dietmars Hände lagen auf seinen Oberschenkeln. Das hätte er natürlich auch selbst machen können. Den Rücken nicht, aber die Beine. Und den Rest erst recht. Dietmar wollte ihn nicht überfahren, klar. Aber wenn er jetzt ja sagte … dann war das doch mehr als offensichtlich. Daß er mehr von Dietmar wollte. Der inzwischen seine Hände wieder bewegte und und sanft an seinen Beinen auf und abstrich. Mit den Daumen kleine Kreise auf seine Haut zeichnete, an der Innenseite seiner Oberschenkel. Er wußte überhaupt nicht, ob ihn da schon jemals jemand gestreichelt hatte, aber es fühlte sich verdammt gut an.

„Mhm.“

* Fin *
Tags: f: großstadtrevier, g: fanfic, g: slash, p: dietmar / lothar
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