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A day at the races (IV)

Prompt: Krimi/Thriller – gleiche Interessen
Team: Enterprise
Fandom: Tatort Münster
Rating: P 12
Genre: Slash, Humor, Krimi
Handlung: Fortsetzung zu Teil 3
Länge: ~ 650 Wörter
Zeit: ~ 40 Minuten
A/N: Ich hab‘ ja schon geschrieben, daß ich keine Ahnung vom Pferdesport habe. Gleiches gilt für Pferdewetten. Für den Zweck dieser Geschichte nehmen wir einfach an, daß man in Deutschland vor Ort auf der Rennbahn wetten kann (was nicht geht, glaube ich, man kann derzeit wohl nur online auf Pferderennen wetten) und daß das alles bestimmten Regeln unterworfen ist (die ich mehr oder weniger frei erfunden habe).

***


Boerne sah er erst am nächsten Morgen im Büro wieder – sicherheitshalber war er die Nacht bei seinem Vater geblieben. Schließlich war der nicht mehr der jüngste und mit einer Gehirnerschütterung nicht zu spaßen. Zumal sein Vater zwar älter an Jahren, aber nicht unbedingt an Vernunft war. So hatte er wenigstens wirklich sicher sein können, daß Herbert mit seinem Brummschädel keine Dummheiten machte.

„Pferderennen, also wirklich!“ Er war kurz davor, die Hände in die Luft zu werfen, und konnte sich gerade noch beherrschen. Die Geste sah all zu sehr nach Boerne aus, und das Büro hatte Fenster. „Und natürlich hat er gewettet, obwohl er mir hoch und heilig versprochen hat, die Finger vom Glücksspiel zu lassen.“

„Naja … was heißt hier Glücksspiel … Pferderennen sind schon ein völlig seriöser Sport, nicht wahr.“ Boerne lehnte sich gegen seinen Schreibtisch. „Und Wetten auf Pferde sind jetzt nicht wirklich Glücksspiel, also jedenfalls kein reines. Der Kenner kann da durchaus -“

„Ich glaub’s ja nicht.“ Er sah Boerne scharf an, der immerhin den Anstand hatte, ein wenig verlegen auszusehen. „Erzähl mir bloß, du machst das auch.“

Boerne warf ihm einen vernichtenden Blick zu. „Für Sie immer noch Sie. Wir sind schließlich im Büro.“

Thiel verdrehte die Augen. „Hört doch keiner.“

„Und außerdem, was ist schon dabei? Jawohl, ich schätze den Pferdesport. Es gibt schließlich mehr im Leben als elf Männer, die einem Ball hinterherrennen. Und darauf wird meines Wissens nach übrigens auch gewettet.“

„Zehn“, korrigierte er automatisch. „Also, daß Ihr beiden mal die gleichen Interessen teilt …“

„Also, jede Ähnlichkeit mit deinem Vater weise ich weit von mir!“

Thiel grinste. „Wobei … es gibt noch was, woran ihr beide ein ziemlich großes Interesse habt.“

Jetzt wurde Boerne eindeutig rot. „Thiel … nicht im Büro!“

Für einen Moment war er versucht, das ganze noch ein bißchen weiter zu treiben und den Herrn Professor ein wenig schwitzen zu lassen, aber bedauerlicherweise öffnete sich die Tür und Mirko kam herein. Zeit, wieder professionell zu werden.

***


„Wie geht’s Ihrem Vater denn?“ fragte Mirko gleich als erstes. Die Neuigkeiten hatten sich schnell rumgesprochen.

Thiel winkte ab. „So gut wie neu. Der hat einen Dickschädel.“

„Aber er erinnert sich an nichts“, übernahm Boerne. „Kein ungewöhnliches Phänomen nach so einer Verletzung. Manchmal kommt die Erinnerung zurück, manchmal nicht.“

Thiel nickte. „Er hat gedacht, daß er gestürzt ist. Das kam mir gleich komisch vor – wie soll er sich dabei Gesicht und Hinterkopf gleichzeitig angeschlagen haben?“

„Die Spuren und die Verletzung von Thiel Senior legen nahe, daß er von hinten niedergeschlagen wurde und beim Fallen gegen den Pfosten geprallt ist“, erklärte Boerne. „Und das letzte, woran er sich erinnert, ist, daß er Hoppe mit Hinkebein in den Stall hat gehen sehen. Man kann also wohl vermuten, daß er den beiden gefolgt ist.“

„Er meint, mit dem Rennen hätte was nicht gestimmt.“ Thiel seufzte. „Jetzt meint mein Vater ja immer viel, vor allem, wenn er Geld verloren hat. Aber da Hoppe tot ist, war da vielleicht wirklich was dran.“

Mirko nickte. „Ich hab‘ mir das Rennen inzwischen angesehen. Ich kenn‘ mich da ja nicht aus, aber es sah alles danach aus, als würde Hoppes Pferd gewinnen. Und in der Zielgeraden wurde es dann plötzlich langsamer.“

„Mhm.“ Thiel sah fragend zu Boerne. „Sie kennen sich da doch besser aus. Kann man Pferderennen manipulieren, bringt das was?“

Boerne zuckte mit den Schultern. „Manipulieren sicher, aber was das ‚bringen‘ angeht – es gibt Limits für Einzelwetten und was eine Einzelperson pro Monat setzen kann. Das stellt die hiesige Gesetzgebung sicher, um der Spielsucht vorzubeugen. Das heißt, richtig viel Geld kann man mit so einer Manipulation nicht machen.“

„Es sind auch schon Leute umgebracht worden für Summen, die zumindest Sie als nicht viel Geld bezeichnen würde.“ Mirko sah zu Thiel. „In seinem Privatleben gibt es nichts, was auf ein Motiv hindeuten könnte. Da ist das immer noch das wahrscheinlichste.“

Thiel nickte. „Dann schauen wir uns als nächstes mal seine Konten an.“

* tbc *
Tags: !120 minuten, f: tatort münster, g: fanfic, g: slash, p: thiel / boerne
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