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A day at the races (X)

Prompt: Angst – Joker (Insp.) „Unerwartet“ von siria4211
Team: Enterprise
Fandom: Tatort Münster
Rating: P 12
Genre: Angst, Slash
Handlung: Fortsetzung zu Teil 9
Länge: ~ 400 Wörter
Zeit: ~ 50 Minuten
A/N:[Spoiler (in a way)]Der Film heißt „Spurlos verschwunden“ und ich kann wirklich nicht empfehlen, sich den anzusehen (v.a. das Original aus den 80ern). Bei mir reicht schon das Lesen des Wikipedia-Artikels dazu für Alpträume (wobei ich den Film leider auch gesehen habe).


***


Vor vielen, vielen Jahren hatte er mal einen Film gesehen, den er besser nicht gesehen hätte, weil ihm das nächtelange Alpträume beschert hatte. Noch heute lief es ihm kalt den Rücken hinunter, wenn er nur daran dachte. Dabei war es im eigentlichen Sinn gar kein Horrorfilm gewesen. Die Freundin des Erzählers war verschwunden, einfach so, an einer Autobahnraststätte. Der Gedanke, jemanden auf die Art zu verlieren … Nicht zu wissen, was mit dem Menschen, den man liebte, passiert war … Boerne ballte die Fäuste und erinnerte sich daran zu atmen, um nicht komplett die Fassung zu verlieren. Um ihn herum brummte der Polizeiapparat auf Hochtouren, und er saß hier, an Thiels Schreibtisch, und versuchte einfach nur zu atmen. Mehr konnte er nicht tun. Er hatte alles erzählt, was passiert war, jedes kleinste Detail, woran er sich erinnern konnte. Aber was brachte das schon – er hatte nichts gesehen, nichts bemerkt, überhaupt nichts. Jemand hatte ihm Thiel genommen, und er hatte in seinem Wagen gesessen und über Pizza aus Pappkartons nachgedacht und nichts bemerkt. Nicht gespürt, daß Thiel in Gefahr war. Nichts, gar nichts.

„Chef?“

Boerne hob den Blick und sah Alberich in der Tür stehen. „Was machen Sie denn hier?“

„Mirko hat mich angerufen.“ Sie kam langsam näher. „Wie geht es Ihnen?“

„Gut.“ Er straffte sich. „Gut. Natürlich, die Sache mit Thiel … aber ich bin sicher, man wird ihn in Kürze finden. Sehr unerfreulich das alles, aber der Kommissar hat schon schlimmeres überstanden, ich meine, dieser Dickschädel“, die Stimme brach ihm weg und er mußte tief durchatmen, „… diesen Dickschädel kriegt so schnell nichts klein.“

„Da haben Sie bestimmt recht.“ Ganz am Rand seines Bewußtseins nahm er wahr, daß Alberich seine Schulter berührte. „Mirko sagt, sie haben alles in Bewegung gesetzt. Die Wanze wird benutzt, um falsche Informationen weiterzugeben und war die einzige, Boger wird rund um die Uhr überwacht, und das SEK überprüft nochmal alle Spuren im Fall Hoppe.“

„Sehr gut.“ Selbst in seinen eigenen Ohren klang seine Stimme immer mechanischer.

„Sie können hier jetzt nichts mehr tun.“ Der Druck an seiner Schulter wurde stärker. „Kommen Sie, ich bringe Sie nach Hause.“

„Nein!“ Er schüttelte die Hand ab.

„Das bringt Herrn Thiel doch nichts, wenn Sie hier sitzen bleiben.“ Er haßte es, wenn sie in diesem Ton mit ihm sprach. Und noch mehr, wenn sie recht hatte, was dann meistens der Fall war. „Ich weiß, wie sehr … wie wichtig der Kommissar für Sie ist. Aber Sie müssen trotzdem schlafen, wenn Sie morgen weiter dabei helfen wollen, ihn zu finden.“

Die Hand war wieder da, und dieses Mal stand er auf.


* tbc *
Tags: !120 minuten, f: tatort münster, g: fanfic, g: slash, p: thiel / boerne
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