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BT_Wandern

December 2018

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Büttenwarder

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BT_Weihnachten

Kostüme

Rating: P 14
Genre: Slash, Humor
Beta: ohne
Handlung: Thiel überrascht Boerne.
Länge: 300 Wörter
Weihnachtsbingo-Prompt: Sich als Nikolaus/Weihnachtsmann/Christkind verkleiden (nicht voll erfüllt, da nur 300 Wörter)
A/N: Etwas verspätet, fiel mir gestern noch ein. Und da die andere Geschichte an diesem Tag eigentlich nur für die paar Leute funktioniert, die die Vorlage gesehen haben, habe ich sie noch zum 7.12. dazugepackt ;) Es holpert ein wenig und ist nicht das geworden, was ich wollte, aber sei's drum. Nehmt es als T/B-Häppchen und denkt nicht zuviel drüber nach.  


*~*~*


  "Ho! Ho! Ho!"

  "Thiel! Wollen Sie mich zu Tode erschrecken?!"

Thiel warf ihm zwischen weißem Rauschebart und Brille einen amüsierten Blick zu. "Hast du vergessen, daß wir bereits seit geraumer Zeit per Du sind?"

  "Wozu die Kostümierung?" Thiel wollte er mal sehen, wenn er wie ein roter Derwisch hinter dem Kleiderschrank hervorspringen würde. "Außerdem ist heute Nikolaus, und ho ho ho ist der Ruf des Weihnachtsmanns, einer Figur, deren Position in der christlichen Weihnachtsgeschichte mehr als -"

  "Und mein Geburtstag", unterbrach ihn Thiel, eine Angewohnheit, die er ihm immer noch nicht hatte abgewöhnen können. "Und mir war nach einer Überraschung."

  "Völlig falscher Ansatz", entgegnete er mit einem Stirnrunzeln. "Das Geburtstagskind wird überrascht und ist nicht selbst der ... der Überraschende."

  "Das wird ja wohl das Geburtstagskind entscheiden dürfen", sagte Thiel. "Und ich finde, es ist jetzt Zeit für mein Geschenk."

In der Tat hatte er für heute Abend etwas vorbereitet, aber Thiels Geschenk mußte er noch abholen, und ... Thiel lachte. "Jetzt denk nicht so lange angestrengt nach und pack schon aus."

Oh. Natürlich. Es war wohl auch kein Weltuntergang, wenn er heute ein paar Minuten zu spät zur Arbeit kam, obwohl Alberich andererseits schon süffisant angemerkt hatte, daß er in letzter Zeit ziemlich oft morgens zu spät ... Thiel räusperte sich.


*~*~*


  "Ernsthaft", fragte er eine gute halbe Stunde später. "Wieso hast du dieses Kostüm?"

Thiel seufzte. "Ich muß bei unserer Weihnachtsfeier den Weihnachtsmann geben."

  "Wieso?"

  "Frag nicht."
 
  "Ich frage wohl am besten Frau Krusenstern."

  "Untersteh dich." Thiel hatte sich auf den Ellbogen gestützt und funkelte ihn böse an, bevor sich sein Gesichtsausdruck zu einem Lächeln veränderte. "Das war der beste Nikolausmorgen seit Jahren."

Wenn Thiel ihn so ansah, fehlten ihm regelmäßig die Worte. Deshalb zog er den anderen einfach zu sich, für einen Kuß.

  "Alles Gute zum Geburtstag."


*~*~* Fin *~*~*

Comments

Hehe, Thiel ist ein Schelm.
Gut, dass du dies dazugesetzt hast, mit dem Polizeiruf konnte ich sowas von nullkommanullnix anfangen, Inhaltsangabe hin oder her.
Aber so ist nett. :D

Thiel lachte. "Jetzt denk nicht so lange angestrengt nach...
Niedlich, ich kann mir genau vorstellen, wie die Rädchen rattern und Thiel es ihm ansieht. :D
Ja, das ist mir beim Schreiben aufgefallen - für den anderen Text muß man unbedingt die Episode gesehen haben, sonst werden die Bezüge nicht klar. Vielleicht ganz kurz zum Igel ... Kurtz nimmt Tauber in dieser Episode mit in eine Disco (heißt das heute überhaupt noch so .. egal, es wird getanzt und es werden Drogen konsumiert) um ihm zu zeigen, wie das Zug, das Kralewsky vertreibt, wirkt. Als sie da rauskommen, ist es schon hell und sie sitzen im Winter in einer verlassenen Beachbar (Sand und Liegestühle), trinken noch ein Bier und unterhalten sich. An der Stelle taucht der Igel auf, wird gefangen und Kurtz erklärt, daß er ihn ins Tierheim bringen wird, weil er sonst den Winter nicht übersteht. Und ruft danach noch an, die Nachricht hört Tauber auf seinem AB ("Der Igel ist im Heim").
Als Tauber dann gegen Ende immer mehr Verdacht schöpft, daß Kurtz in instrumentalisiert haben könnte, um Kralewsky umzubringen (?) und evtl. krumme Geschäfte der Drogenfahndung zu vertuschen, telefoniert er tatsächlich die Tierheime ab und fragt nach, ob der Igel abgegeben wurde. Und als er Kurtz konfrontiert, kommt das auch mit als erstes ("Nicht mal den Igel hast du im Tierheim abgegeben.") Deshalb fand ich es ganz passend, den Igel nochmal aufzugreifen. Und wenigstens dem Tierchen ein Happy End zu gönnen ;)

Aber ich glaube, die Dramatik hinter dieser ganzen Geschichte kann man nur nachvollziehen, wenn man den Film sieht ... nacherzählt wirkt es ein wenig absurd.

Es freut mich aber, daß Dir das Drabble gefallen hat. Eigentlich sollte es spritziger und witziger werden, aber das hat gestern nicht mehr hingehauen. Thiel ist vielleicht ein wenig sprunghaft und nicht so ganz logisch? Dafür hat Boerne ein paar gute Sätze.

Niedlich, ich kann mir genau vorstellen, wie die Rädchen rattern und Thiel es ihm ansieht.
:D Ich auch ...
Aber ich glaube, die Dramatik hinter dieser ganzen Geschichte kann man nur nachvollziehen, wenn man den Film sieht ... nacherzählt wirkt es ein wenig absurd
Komisch eigentlich, so schlecht es oft gelingt, gute Bücher filmisch umzusetzen, so schwer ist es andersrum aber auch; die Gefühle und die Atmosphäre wiederzugeben, die in einer Folge herrschten.
Ich kenne Polizeiruf ohnehin nicht, kann also mit den Eigenarten der Figuren schon nichts anfangen. Aber vielleicht kommt die Folge mir irgendwann mal unter, wer weiß.
Das ist die hohe Kunst der Filmkritik ;)

Bei meinen journalistischen Versuchen vor vielen Jahren habe ich mich auch an ein oder zwei Flmbesprechungen versucht und gemerkt, wie schwer das ist. Es ist ja schon nicht einfach, einen literarischen Text zu besprechen, bei einem Film kommt noch dazu, daß es ein eigenes, anderes Genre ist und sich gerade das, was den Film ausmacht - das Zusammenspiel von Bildern, Dialog und Musik - nur schwer in Worte fassen läßt. Noch dazu lernt man das ja nicht; im Deutschunterricht interpretiert man Texte ohne Ende, aber eben keine Filme.

Bei den Polizirufen mag ich im Moment den Rostocker besonders gerne. Aber der Münchner mit Tauber war auch jenseits dieser letzten Episode nicht schlecht, wobei ich leider lange nicht alle Episoden gesehen habe.
sehr schön. Bin begeistert. :)
Danke! :) Ist ja wirklich nur ein bißchen Unsinn ... freut mich aber umso mehr, wenn es gefällt.
Wie niedlich. :) Der Gedanke, dass Thiel sich selbst auspacken lässt, ist einfach zu schön.

Ich bemitleide Boerne übrigens kein bisschen, dass er Thiel das Unterbrechen nicht abgewöhnen konnte, denn offensichtlich konnte Thiel ihm bisher auch nicht das Halten von Vorträgen abgewöhnen. :)
Geburtstagsgeschenk mal andersrum :)

denn offensichtlich konnte Thiel ihm bisher auch nicht das Halten von Vorträgen abgewöhnen
Da hast Du völlig recht. Der Gedanke käme Boerne nun aber nie ...

*grins*

Sehr realistisch, dass Thiel sich selbst ein Geschenk macht und Boerne erstmal völlig verwirrt ist. Besonders wenn ihre Beziehung noch so frisch ist, dass er ihn aus Versehen noch siezt. Boernes POV ist dir einfach toll gelungen !

Insgesamt ein perfekter Dialog, ich könnte alles zitieren: Das "Ho, ho, ho" ist so Thiel, ebenso Boernes angesetzter Vortrag über weihn. Traditionen, und Geburtstagstraditionen ebenso. Aber klar, dass Thiel sofort deutlich (aber nicht genervt, weil ja verliebt) wird, schließlich will er gerade keine Vorträge hören :-) Und Boerne scheint immer wieder überrascht zu sein, "daß er in letzter Zeit ziemlich oft morgens zu spät ... ", was "wohl" kein Weltuntergang ist - als würde er sich sonst über sowas Gedanken machen! Aber die Beziehung zu Thiel scheint ihn echt auf einer ganz neuen Ebene zu fordern... Und "Thiel räusperte sich" ist sowas von klasse - man sieht förmlich, wie Boerne seinen Gedankenfluss abrupt beendet :-)

Dass Boerne im 2. Teil natürlich das Thema noch mal aufgreift, war ja klar :-) Ich mag es sehr, dass Thiel mit seinem "Das war der beste Nikolausmorgen seit Jahren" seinen Gedankengang sofort wieder unterbrechen kann.

Sehr süß, wie er Boerne durch ihre - unerwartete? - Beziehung immer wieder aus der Spur bringt, im pos. Sinne. Da hat Boerne ja Glück, dass Thiel nicht der Typ ist, sowas auszunutzen. Also, zumindest nicht ständig :-)

Jetzt ist der Kommentar länger als deine Geschichte. Aber da du immer meinst, beim Boerne POV wärst du nicht so sicher, musste ich unbedingt loswerden, dass das perfekt ist!
Jetzt ist der Kommentar länger als deine Geschichte
Ach was ;) ... ich finde es immer wieder faszinierend, wenn Du sowas so schlüssig interpretierst, daß ich am Ende selbst dran glaube, daß mehr dahintersteckt, als ich beim Schreiben gedacht habe ...

Boernes POV - ja, das ist so eine Sache. Da ist Bestätigung tatsächlich immer noch hilfreich ;) Ich denke auch, daß die beiden hier noch nicht sehr lange zusammen sind (z.B. ist es der erste gemeinsame Nikolausmorgen ...), vielleicht ein paar Monate. Also noch frisch verliebt und ein bißchen albern.

Boernes angesetzter Vortrag über weihn. Traditionen
Den mochte ich auch gerne - um mir mal selbst auf die Schulter zu klopfen

Sehr süß, wie er Boerne durch ihre - unerwartete? - Beziehung immer wieder aus der Spur bringt, im pos. Sinne.
Danke :D
Okay, jetzt steh ich zugegebenermaßen auf dem Schlauch. Der Anfang gefiel mir, mit dem Erschrecken, den Erklärungen, dem Geburtstag *hihi* die Erklärung war süß von wegen "... der Überraschende". Danach allerdings ... fehlt mir was. Vermutlich die Erklärung, die du ja in die A/N gepackt hast. Aber immerhin, der Anfang war süß (und Boerne IST Grissom ;)).
*snicker*

Was Dir fehlt, ist die Sexszene, die ich zwischen Teil eins und zwei schamhaft ausgelassen habe ;) ist ja immerhin ein Adventskalendertext ... Das ist ein est. rel. ficlet und vermutlich für langjährige T/B-Slasher sofort verständlich ...

Die A/N bezog sich auf den eigentlichen Adventskalendertext, den ich zu diesem Tag geschrieben habe (zum Polizeiruf München). Die ist so an eine bestimmte Episode gebunden, daß sie ohne Kenntnis der Vorlage keinen Sinn macht.