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Wege, die sich kreuzen - Kapitel 8

Titel: Wege, die sich kreuzen - Kapitel 8
Beta: joslj - Danke!
Genre: Slash, Krimi, First Time, Drama, h/c und ein wenig Humor
Wortanzahl: 2.262
Zusammenfassung:
Im Laufe des Lebens begegnet man vielen Menschen. Manchen einmal. Manchen mehrmals. Und mit manchen geht man ein Stück des Weges gemeinsam.
Zwei Fälle (wie in einem guten Münsteraner Tatort üblich, hat mindestens einer der Fälle einen direkten Bezug zu einem der Hauptprotagonisten).
Eine Liebesgeschichte. Thiel ist neu in Münster und Boerne hat mehr Leichen im Keller, als man gemeinhin vermuten würde.
Warnungen: Eigentlich nicht. Eher weniger Gewalt als in einem durchschnittlichen Tatort.
Rating: ab 12

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~ Kapitel 8 ~

Inzwischen war die Ermittlung langsam in geordnete Bahnen gekommen. Die Überwachung war schon aktiv gewesen, als der Anruf der Entführer eingegangen war. Aber wie zu befürchten hatten die Entführer geeignete Maßnahmen ergriffen, um Rückschlüsse auf die Person des Anrufers zu unterbinden. Der Mitschnitt war noch zur Auswertung bei der Spurensicherung, Jonas Mutter hatte als Frist für die Beschaffung des Bargelds einen weiteren Tag verhandelt, Thiel hatte eine SoKo Jonas Harfenschläger gebildet, das LKA hatte mit Klaus Rödermark einen Spezialisten für Entführungsfälle abgestellt, und Boerne ging ihnen allen mit seiner Unruhe auf die Nerven.

Eigentlich hatte er bei diesem Fall gar nichts zu schaffen, aber Thiel sah zu Rödermarks offensichtlicher Verärgerung darüber hinweg, daß Boerne an den Einsatzbesprechungen teilnahm. Womit er sich vielleicht mehr Probleme eingehandelt hatte, als die Sache wert war, dachte er sich gerade. Boerne und Rödermark hatten sich voreinander aufgebaut und es sah ganz danach aus, als könnte es gleich zu Tätlichkeiten kommen.

  "Boerne", er legte seinem Kollegen eine Hand auf die Schulter und schob ihn zur Seite, "es reicht jetzt."

Boerne schüttelte seine Hand ab und stürmte aus dem Besprechungsraum. Thiel konnte förmlich spüren, wie alle kurz zusammenzuckten, als die Tür krachend ins Schloß fiel, und dann erleichtert aufatmeten.

  "Kann ich Sie mal kurz in meinem Büro sprechen." Das war keine Frage, sondern eine Aufforderung, was auch Rödermark verstand. Thiel zog die Tür hinter sich zu und ließ den anderen gar nicht erst zu Wort kommen.

  "Sie haben doch gesagt, das oberste Ziel ist es, den Jungen lebend wieder zurück zu bekommen!"

  "Genau", antwortete Rödermark in aller Ruhe.

  "Was soll das denn bringen, die Entführer jetzt auch noch zusätzlich unter Druck zu setzen, weil seine Eltern vor der Übergabe ein Lebenszeichen fordern!?"

  "Wir brauchen Zeit, um die Übergabe vorzubereiten", erklärte Rödermark. "Und alles, was sie nervös macht, läßt sie vielleicht auch Fehler machen. Und das ist gut für uns."

  "Und wenn der Fehler darin besteht, daß sie Jonas umbringen?"

  "Das ist die erprobte Vorgehensweise in Entführungsfällen, Herr Hauptkommissar. Denken Sie, Sie wissen besser, wie hier vorzugehen ist, als Dutzende von Beamten, die bereits erfolgreich Entführungsfälle bearbeitet haben?"

Kein Wunder, daß Boerne Rödermark nicht ausstehen konnte. Der Ton ließ auch ihn die Faust in der Tasche ballen. Aber er konnte nicht bestreiten, daß der LKA-Beamte die Argumente auf seiner Seite hatte.

  "In Ordnung."


***


Als Miriam Harfenschläger beim nächsten Anruf ein Lebenszeichen ihres Sohnes fordert, trifft am nächsten Morgen ein Päckchen ohne Absender ein.

In dem Päckchen liegt ein Finger.


***


Einige aufgeregte Stunden später wartete Thiel mit Jonas Eltern in Boernes Büro auf die Untersuchungsergebnisse. Boerne war kreidebleich gewesen, als er den Finger abgeholt hatte.

  "Wenigstens wissen wir jetzt, woran wir sind", hatte Rödermark gesagt, und Thiel hatte einen Augenblick lang befürchtet, daß Boerne ausrasten und den LKA-Beamten schlagen würde. Aber dann hatte Boerne nur mit einem lauten Knall seine Tasche auf den Tisch gestellt, den Finger eingepackt und "in drei Stunden haben Sie die Ergebnisse, Thiel", gesagt, ohne jemanden anzusehen.

Als Boerne in sein Büro kam, wurde Perkun noch blasser, als er ohnehin schon war. Jonas Mutter wirkte immer noch beherrscht, aber Thiel konnte sehen, daß sie zitterte. Boerne ging direkt auf sie zu.

  "Sie haben ihm ein Schmerzmittel gegeben, bevor ... er hat vermutlich nichts davon gespürt."

Jonas Mutter nickte. Und schluckte. Und dann war ihr Mann da und nahm sie in den Arm. Boerne trat wieder einen Schritt zurück.

  "Was läßt sich sonst noch ...", setzte Thiel an, und der Rechtsmediziner begann damit, seine Untersuchungsergebnisse aufzuzählen.

  "Es ist Jonas Finger, das hat der DNA-Abgleich zweifelsfrei ergeben. Der kleine Finger der linken Hand." Boerne klang unnatürlich sachlich. Thiel wußte ja, daß Boerne professionell sein konnte, wenn er wollte, aber daß er das schaffte, ohne mit der Wimper zu zucken, erstaunte ihn trotzdem. "Er hat noch gelebt, als der Finger abgetrennt wurde. Mit einem sehr scharfen Messer, vielleicht einem Skalpell. Ein glatter Schnitt, die Wunde sollte gut heilen. Und ihm wurde ein starkes Schmerzmittel verabreicht. Das läßt zwar einerseits darauf schließen, daß die Täter skrupellos und zu allem bereit sind - aber andererseits hat offenbar niemand sadistische Neigungen."

  "Und sonst?"

Boerne zog die Augenbrauen zusammen. "Nichts. Bevor er verschickt wurde, wurde der Finger gründlich gereinigt. Nur am Fingernagel Spuren von Kalk - vermutlich von einem Wandputz - und von einem Baumharz, das in allen möglichen Produkten Verwendung findet. Aber keine Fremd-DNA oder irgendetwas, was uns weiterhilft. Nichts."

Alles für nichts und wieder nichts, dachte Thiel. Rödermark hatte auf Risiko gespielt und verloren.


***



Tatsächlich hatte die ganze Aktion nichts gebracht. Außer der Gewißheit, daß Jonas vor einigen Stunden, als der Finger abgetrennt worden war, noch gelebt hatte. Das Päckchen war weder per Post geschickt worden, so daß sich ein Postweg hätte rekonstruieren lassen, noch direkt beim Haus eingeworfen, wo die Überwachung hätte greifen können.

  "Wer auch immer hinter der Sache steckt", meinte Rödermark frustriert, "es sind Profis. Das Päckchen wurde der Briefträgerin vermutlich schon einige Straßen weiter in ihren Wagen gelegt. An die richtige Stelle sortiert und mit einer Briefmarke versehen. Ihr ist überhaupt nichts aufgefallen, sie hat das Päckchen wie alle anderen ausgeliefert, die normal über die Post gelaufen sind."

  "Das verlangt aber einiges an Fachkenntnis", meinte Nadeshda skeptisch. "Könnte das nicht weiterhelfen?"

  "Sie meinen, Insiderwissen darüber, wie die Post zugestellt wird?"

  "Genau. Der Weg der Briefträgerin zum Beispiel - das Päckchen mußte ja bei der landen, auf deren Route das Haus von Jonas Eltern liegt."

  "Dafür reicht es aber auch, das Haus ein paar Wochen vorher zu observieren und die Postzustellung zu beobachten."

Nadeshda seufzte, aber Thiel schöpfte plötzlich Hoffnung. "Aber Sie haben auch gesagt, daß der Briefträgerin nichts aufgefallen ist; daß das Päckchen korrekt einsortiert war. Nadeshda, überprüfen Sie doch mal, ob jemand auf unserer Liste in den letzten Jahren bei der Post gejobbt hat. Oder ob es sonst eine Verbindung gibt."

Nadeshda sprang mit neuer Energie auf, und Rödermark brummte "Einen Versuch ist es wert."

  "Gibt es sonst noch was?" fragte Thiel, als Nadeshda aufgebrochen war. Rödermark schüttelte den Kopf. "Wir können im Moment nur auf den nächsten Anruf warten."


***


Thiel wußte zwar nicht so genau, was das bringen sollte, aber er sah sich trotzdem zum wiederholten Mal ihre Liste aller Personen an, die in den letzten Monaten Kontakt zu Jonas oder seinen Eltern gesucht hatten. Oder die auf anderen Wegen von der Erbschaft erfahren haben konnten.

Es war schon fast acht, als er seine Unterlagen mit brennenden Augen zuklappte. Fast zeitgleich klingelte sein Telefon, und er wäre schon fast nicht mehr drangegangen. Aber dann sah er die Nummer der Rechtsmedizin und hob seufzend ab.

  "Boerne, was gibt es denn."

  "Sie müssen kommen."

  "Was? Wer -"

  "Ich bin's, Frau Haller. Und der Chef braucht jemanden, der ihn nach Hause bringt."

  "Also wirklich, Frau Haller, ich bin doch kein Chauffeur - rufen Sie ihm ein Taxi, wenn -"

Sie unterbrach ihn, bevor er den Satz zu Ende führen konnte. "Darum geht es nicht. Kommen Sie bitte her und holen Sie ihn ab. Er braucht jemanden, der sich um ihn kümmert."

Im ersten Moment dachte er, die Rechtsmedizinerin wollte ihn auf den Arm nehmen. "Ich bin erst recht kein Kindermädchen, das -"

  "Herr Thiel." Ihre Stimme klang so resolut, wie er das bei ihr noch nie gehört hatte. "Tun Sie mir den Gefallen und tun Sie nicht so, als wäre es Ihnen egal, wie es Boerne geht. Es geht ihm schlecht, können Sie sich das nicht vorstellen?"

Thiel schluckte. So direkt hätte das jetzt vielleicht nicht sein müssen, aber ... natürlich würde er nach Boerne sehen, wenn wirklich etwas Ernsthaftes nicht stimmte. "Ich komme."

  "Danke." Sie legte auf, bevor er noch mehr sagen konnte.


***


Boerne saß immer noch im Sektionssaal, und als er näher kam, sah er, daß auf dem Tisch vor ihm der Finger lag. Thiels Magen krampfte sich bei dem Anblick zusammen. Abgetrennte Körperteile ... davon hatte es in letzter Zeit eindeutig zuviel gegeben.

  "Boerne?"

  "Ich hätte den DNA-Test gar nicht machen müssen", sagte Boerne und schien sich nicht im geringsten zu wundern, daß er plötzlich da war. "Sehen Sie diese kleine blaue Narbe da, seitlich am ersten Fingerglied?"

Thiel sah sich den Finger widerstrebend näher an und erkannte tatsächlich so etwas wie einen kleinen bläulichen Fleck auf der bleichen Haut.

  "Das hat er aus dem Kindergarten. Im Streit hatte ihm einer der größeren Jungs einen von diesen Holzmalstiften in die Haut gebohrt." Boerne berührte den Finger sachte und Thiel sah schnell zur Seite, bevor sich sein Magen meldete. Seinem Kollegen machten Leichenteile ... amputierte Körperteile, verbesserte er sich hastig ... ja wenig aus, aber er verzichtete lieber auf den Anblick.

  "Ich habe ihn damals abgeholt. Tränen und Geschrei, kann ich Ihnen sagen. Miriam arbeitete schon und ich habe noch studiert, wissen Sie. Ich habe ihn meistens in den Kindergarten gebracht und abgeholt, weil meine Zeiten ..."

Boerne schluckte, und er trat ein bißchen näher an ihn heran. "Boerne? Lassen Sie uns nach Hause gehen. Sie können hier doch jetzt sowieso nichts mehr machen."

Boerne redete weiter, als hätte er nichts gesagt. "Ich habe die Verletzung desinfiziert und eins von diesen bunten Kinderpflastern draufgeklebt. Da war er schon wieder ganz ruhig, weil ich ihm gesagt habe, daß alles wieder gut ..." Er stockte, und Thiel legte vorsichtig die Hand auf seine Schulter. "Packen Sie den Finger weg, Boerne. Und lassen Sie uns gehen."

Boerne nickte.

Thiel sah ihm zu, während er den Finger sorgfältig einpackte und in ein Kühlfach legte. Wie hatte ihm nur entgehen können, daß Boerne am Ende seiner Kraft angekommen war? Das hätte er eigentlich schon kommen sehen müssen, als er seine Untersuchungsergebnisse präsentiert hatte. Vielleicht sogar schon, als er den Finger abgeholt hatte.

  "Kommen Sie."

Er dirigierte den anderen mit einer Hand aus dem Sektionssaal und löschte das Licht. Boerne sagte nichts mehr, weder, als er ihm in den Mantel half, noch als sie durch die langen Flure zu seinem Wagen gingen.

  "Ich fahre", sagte Thiel, als sie angekommen waren. Boerne ließ sich ohne Widerstand den Schlüssel abnehmen und setzte sich auf den Beifahrersitz, und wenn er es nicht eh schon gewußt hätte, hätte ihm das gezeigt, daß es seinem Nachbarn wirklich schlecht ging.


***


Boerne hatte den Kopf ans Autofenster gelehnt und sah in die Nacht.

  "Wieso haben Sie sich eigentlich von Jonas Mutter getrennt?"

  "Sie hat sich getrennt."

  "Weswegen?"

Boerne schwieg, und Thiel verfluchte schon, daß er ausgerechnet an diesem offenbar sensiblen Punkt nachgefragt hatte. Eigentlich hatte er nur gewollt, daß Boerne redete und nicht weiter in Trübsal versank.

  "Die Leute stellen sich das immer viel einfacher vor, aber das ist es nicht", erklärte Boerne plötzlich. "Dammed if you do and dammed if you don't. Das heißt übersetzt -"

  "Ich weiß, was das heißt. So weit reicht mein Englisch noch." Er stoppte an einer roten Ampel und sah zu Boerne. Es war beunruhigend, ihn so zu sehen. Irgendwie ... schutzlos. So als ob seine Energie nicht mehr dafür reichte, eine Fassade aufrechtzuerhalten. Vielleicht war es nicht richtig, weiterzufragen, aber das Bedürfnis zu verstehen, was in Boernes Kopf vor sich ging, war in diesem Moment übermächtig. "Aber was wollen Sie mir damit jetzt sagen?"

  "Wenn Sie mit jemandem zusammen sind, gibt es nur zwei Möglichkeiten - entweder Sie erzählen es, oder eben nicht. Aber egal wie, es funktioniert so oder so nicht." Boerne hatte sich nicht bewegt und starrte immer noch in die Dunkelheit. Aber Thiel bezweifelte sowieso, daß er noch viel von seiner Umgebung wahrnahm. "Meiner Frau habe ich gleich davon erzählt. Als sie dann zu ihrem Therapeuten gezogen ist, hat sie mir erklärt, sie könne die ständige Angst nicht ertragen, daß ich sie irgendwann mit einem Mann betrüge."

Die Teilnahmslosigkeit in Boernes Stimme machte ihm Angst, und er hätte am liebsten irgendetwas getan. Nach seiner Schulter gegriffen und ihn gezwungen, ihn anzusehen. Irgendetwas ... aber in dem Moment sprang die Ampel auf grün, und der Fahrer hinter ihnen ließ ungeduldig den Motor aufheulen.

  "Und Miriam?" fragte er vorsichtig, nachdem er angefahren war.

Boerne schwieg so lange, daß er schon dachte, er würde nicht mehr antworten. Aber dann redete er doch weiter. "Ihr habe ich nichts erzählt. Ich dachte, wenn wir zusammen sind, ist es doch egal ob ich ansonsten ... theoretisch ..."

Thiel schwieg und wartete. Er ahnte langsam, worauf das hinauslaufen würde.

  "Ich ..." Boerne fuhr sich mit der Hand durch die Haare. "Ich wollte sie nicht betrügen. Aber ... ich wollte wissen, was das andere war. Das andere wäre. Sein würde, wenn. Nur einmal. Ich ..."

Die Teilnahmslosigkeit war weg, aber das war fast noch schwerer zu ertragen.

  "Hat sie was davon bemerkt?"

  "Ich habe es ihr erzählt", murmelte Boerne. "Sie können sich vermutlich nicht vorstellen, wie das ist, wenn ..."

  "Doch."

Seine Schuldgefühle waren auch immer noch da wie eh und je, obwohl mittlerweile Susanne ihn verlassen hatte - wegen eines anderen. Die Frau war gute zehn Jahre jünger gewesen als er, und er hatte sich geschmeichelt gefühlt. Er und Susanne - sie waren ein Paar gewesen, seit er denken konnte, davor hatte es nicht viel gegeben. Vielleicht war es Neugier gewesen, vielleicht ... er wußte es nicht. Aber im Gegensatz zu Boerne hatte er Susanne nie davon erzählt. Das hatte ihm am Ende aber auch nicht geholfen. Thiel atmete tief ein und war froh, daß Boerne nicht in der Verfassung war nachzufragen.

  "Und Jonas?"

  "Was ist mit Jonas?" fragte Boerne müde.

  "Wieso haben Sie nicht ..."

  "Ich bin doch nicht sein Vater."


***


Soll ich hierbleiben, hatte er vor Boernes Wohnungstür gefragt.

Wozu, hatte Boerne geantwortet.

Als sich die Tür hinter Boerne geschlossen hatte, war ihm immer noch keine Antwort eingefallen.

tbc
O.K. ... jetzt wißt Ihr, daß ich da nicht leichtfertig h/c drübergeschrieben habe ;)
An sich habe ich hier ziemlich mit mir gerungen, nicht nur wegen der Melodramatik, sondern v.a. wegen des Themas. Wie's eben so ist, wenn man über Dinge schreibt, von denen man nichts versteht ... ich hoffe, ich habe niemandem auf die Zehen getreten.


>> zu Kapitel 9
Tags: f: tatort münster, g: fanfic, g: slash, p: thiel / boerne
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