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Büttenwarder

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Wege

Wege, die sich kreuzen - Outtake Nr. 12

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Schnipsel 12
Rating: P 12
Genre: Slash, Drama ... man könnte auch sagen, Meldodrama ;)
Länge: 195 Wörter

Der Termin mit Isabel steht schon, als er nach Hamburg fährt. Das ist völlig absurd, erinnert ihn eine rationale Stimme. Wozu? Was soll das bringen? Wegen einer Erinnerung, einer Erinnerung an etwas, das nie wirklich existiert hat? Er kommt sich lächerlich vor. Erbärmlich. Selbst wenn außer ihm niemand weiß, was er hier tut.

Er fährt trotzdem, denn wenn er das nicht jetzt tut, wird er es nie mehr tun.

Den Namen weiß er noch, und er hat genügend Kontakte zur Polizei um herauszufinden, daß er immer noch in Hamburg arbeitet. Die Adresse ausfindig zu machen ist für jemanden mit seinen Fähigkeiten eine Kleinigkeit.

Er erkennt ihn sofort wieder, als er aus der Tür tritt. Und dann dreht Thiel sich um und ruft etwas zurück in die Wohnung, und ein Junge kommt herausgelaufen. Vielleicht sechs oder sieben. Er hat einen Schulranzen dabei. Thiel nimmt den Ranzen in die Hand und den Jungen auf die Schultern, und die beiden ziehen los.

Das ist der Moment, in dem er weiß, daß er nach Münster zurückfahren wird.

Zuhause erzählt ihm Isabel, daß sie die Leitfarbe für die Hochzeit von taubenblau auf graublau umgestellt hat.

Es wird schon irgendwie gutgehen.

>> zu Schnipsel 13

Comments

Ach Gott. Das ist ja wieder ein Schnipsel... ich sitze hier dann immer und frage mich, wie du auf sowas kommst.
Genial. Erst diese Aktion von Boerne (ich würde es ihm zutrauen); aber was einen schlucken lässt, ist dieser eine eingeworfene Satz über Isabell. Und dann der letzte Satz.

Echt krass.
Ich hatte ja kurz vorm Veröffentlichen gezögert, ob das nicht doch zu heftig ist ... Von daher große Erleichterung :)

ich würde es ihm zutrauen
Schon irgendwie, oder? Vermutlich ziemlich planlos, was er tun will, wenn er Thiel trifft, einfach drauflos.

Und dann der letzte Satz.
Bei Drabbles / Ficlets kann man sich das erlauben, mit so einem Paukenschag aufhören ;)
Der Schnipsel erzählt ja eine ganz eigene Geschichte nur für sich. Toll!

Armer Boerne, taubenblau wäre schöner gewesen, oder? ;)

Ich muss jetzt aber doch mal ganz neugierig fragen, wie die Schnipsel in der eigentlichen Wege-Geschichte vorgesehen waren, denn wenn ich mich nicht täusche, sind sie ja alle aus Boernes POV. Hattest Du ursprünglich zwischen Thiels und seinem POV wechseln wollen?
Mit taubenblau wäre alles anders geworden ;)

Der Schnipsel erzählt ja eine ganz eigene Geschichte nur für sich.
Danke :)
Ich hätte nach Kapitel 2 ganz gerne noch mehr Rückblicke geschrieben, aber da es ja eben Thiels POV war und in der Geschichte da schon feststand, daß sie sich nicht noche einmal (wirklich) getroffen haben, war mir das verbaut. Ich glaube, deshalb sind so viele der Boerne-Schnipsel Rückblicke.

Als ich angefangen habe zu schreiben, hatte ich Angst, daß ein so langer Text nur aus Thiels POV eintönig werden würde. Aber richtig hin- und herwechseln, das kann ich irgendwie nicht. Deshalb habe ich erst nur diese Einsprengsel mitten im Text platziert und vom Layout her optisch deutlich abgesetzt. Am Anfang hätte man nicht gewußt, wer da denkt und um was es geht. Manchmal sieht man sowas ja in Romanen. Aber Jo hat mich überzeugt, daß einen die Schnipsel zu sehr aus Thiels POV reißen und den Fluß des Haupttextes eher stören. Dann habe ich noch versucht, sie alle in enen Epilog einzubauen, aber das war mir auch nichts. Von der Art, wie sie geschrieben sind, wirken sie wirklich besser als eigenständige kleine Texte, die wie Satelliten um den Haupttext schwirren.

Vielleicht sollte ich sie Satellitn nennen statt Outtakes ;)
Am Anfang hätte man nicht gewußt, wer da denkt und um was es geht. Manchmal sieht man sowas ja in Romanen.

Stimmt, manchmal mag ich das, manchmal nicht. Aber ich könnte jetzt keine Regel nennen, wann ich es mag.
Ich find's super, so wie es ist!
War meiner Meinung nach die beste Lösung.
Gute Nacht und bis Morgen!