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BT_Wandern

November 2018

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Büttenwarder

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BT_Wandern

Shall we dance: Teil 1

Anfangs wußte ich nicht, ob das überhaupt Slash wird ... aber ich denke schon ;)
Mit dem Ende bzw. Teil 2 kämpfe ich noch.

Bisher kein Beta, Anmerkungen nehme ich dankbar an.

Rating: P 12
Genre: Freundschaft / Pre-Slash (Kap. 1), Slash (Kap. 2), First Time, Humor
Handlung: Thiel hat eine Verabredung und braucht Hilfe. Boerne entdeckt seinen inneren Professor Higgins.
Warnungen: keine
Länge: ca. 2.000 Wörter (Teil I)



Da hatte er sich ja ganz schön in was reingeritten. Als ihn Frau Köttenröder gefragt hatte, ob er Lust habe, mit ihr heute Abend tanzen zu gehen, hatte er sich dabei was anderes vorgestellt. Er war zwar nie ein begeisterter Tänzer gewesen, aber er erinnerte sich dunkel, daß es früher zur Not gereicht hatte, wenn man auf der Tanzfläche ein wenig im Rhythmus nickte. Während die Mädchen um ihre Handtaschen tanzten. Das war allerdings gute dreißig Jahre her, und mittlerweile verstand man unter Tanzen wohl wieder etwas anderes. Zumindest in Münster. Und auf dem Jahresball des Schützenvereins "Kimme und Korn".
Thiel musterte zum wiederholten Mal den Inhalt seines Kleiderschranks. Viel war das ja nicht gerade. Und erstaunlich viele Kleidungsstücke waren mit dem Vereinssymbol des FC St. Pauli verziert, was heute Abend wohl eher unpassend war. Selbst in seinem einzigen passablen Anzug war er für dieses Ereignis vermutlich noch underdressed. Aber das mußte wohl reichen - er hatte jetzt jedenfalls weder Zeit noch Lust, etwas Schickeres zu kaufen. Vor allem, da er noch ein viel größeres Problem hatte - er mußte innerhalb von wenigen Stunden tanzen lernen. Sonst würde das heute ein mehr als peinlicher Abend werden. Und was die Sache noch schlimmer machte - er kannte eigentlich nur einen Menschen, den er in diesem Fall um Hilfe bitten konnte ...

***

Eine halbe Stunde später stand er in Boernes Wohnung und hörte sich dessen Schilderung seiner vormittäglichen Großtaten auf dem Golfplatz an. Er hatte schon ein oder zweimal versucht, den anderen zu unterbrechen, aber ohne Erfolg. Letztendlich hatte er sich in sein Schicksal gefügt - schließlich konnte man nicht ewig darüber reden, wie ein kleiner weißer Ball in ein oder mehrere Löcher befördert wurde ... Allerdings doch erstaunlich lange. Er ließ seinen Blick durch Boernes Wohnung schweifen und fragte sich gerade, warum es hier immer so viel ordentlicher aussah als bei ihm, als sein Nachbar endlich doch zum Ende kam.
  "... und so - Sie können mir gratulieren - habe ich heute tatsächlich mit einem Spiel mein Handicap um anderthalb Punkte verbessert! Aber warum sind sie eigentlich nochmal vorbeigekommen?"
Thiel räusperte sich. Jetzt oder nie.
  "Ja nun ... Sagen Sie mal ... können Sie eigentlich tanzen?"
  "Selbstverständlich! Ich bin Träger des Tanzsportabzeichens in Gold. Wieso fragen Sie?"
  "Also ... ich habe da heute Abend eine Verabredung ..."
  "Eine Verabredung? Mit wem denn?" Boerne sah ihn ungläubig an, und Thiel bereute schon, daß er überhaupt davon angefangen hatte.
  "Das ist doch völlig unwichtig. Wichtig ist nur, daß wir zum ... ähm ... Jahresball des Schützenvereins "Kimme und Korn" gehen, und dort ..."
  "... wird getanzt, ich verstehe schon. Es ist Frau Köttenröder, stimmt's?"
Thiel war zu überrumpelt, um das sofort glaubhaft abzustreiten. Die Sekunde, die er zögerte, reichte dem andern schon. "Hab ich's mir doch gedacht! Nicht übel, Thiel, nicht übel. Hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut."
  "Was ... O.K., es ist Frau Köttenröder. Wieso ... Wie sind Sie da jetzt so schnell drauf gekommen?"
  "Na das ist doch offensichtlich!" Boerne lächelte ihn gönnerhaft an. "Erstens machen Sie ihr schon die ganze Zeit schöne Augen, und außerdem ist die Köttenröder Ehrenmitglied bei "Kimme und Korn" und eine begeisterte Tänzerin noch dazu. Aber ich hätte ja nicht gedacht, daß Sie den Mumm haben, sie einzuladen."
Thiel fühlte sich etwas in die Enge getrieben. "Naja ... also wenn ich ehrlich bin ..."
  "... sie hat Sie eingeladen?"
  "Ja."
  "Naja ... ich hätte Ihnen auch nicht zugetraut, daß Sie sich einladen lassen ... Aber wo ist jetzt das Problem und warum stehen Sie bei mir auf der Matte?"
  "Tja also ... wissen Sie ... ich kann eigentlich nicht wirklich tanzen ..."
Boerne unterbrach ihn. "Oh nein. Nein. Ganz bestimmt nicht. Denken Sie nicht einmal daran! Ich habe wirklich besseres zu tun."
  "Können Sie mir nicht vielleicht was Einfaches beibringen?"
  "Bis heute Abend?" Boerne sah ihn skeptisch an. "Das wird doch nie im Leben was."
Dann mußte er wohl schwerere Geschütze auffahren. "Wenn Sie das nicht schaffen, frage ich eben jemand anderes."
  "An meinen didaktischen Fähigkeiten besteht gar kein Zweifel, Thiel", erklärte ihm Boerne sofort gekränkt. "Aber Sie sehen mir nicht gerade so aus, als wären Sie der geborene Tänzer. Wie soll ich Sie denn bis heute Abend so weit bekommen, daß Sie auf der Tanzfläche eine passable Figur abgeben!?"
Thiel seufzte. "Mir würde es schon reichen, wenn ich zu ein oder zwei Tänzen den Grundschritt wieder hinbekomme, damit ich mich nicht völlig blamiere. Bitte ..."
  "Haben Sie denn schonmal einen Tanzkurs besucht?"
  "Nö ... das heißt, doch. Vor der Hochzeit haben wir so einen Crashkurs belegt. Das ist aber ewig her."
  "Und was haben Sie da gelernt? Langsamen Walzer?"
  "Mein Gott, Boerne, daran erinnere ich mich heute doch nicht mehr."
Boerne sah ihn nur an und schüttelte den Kopf.
  "Was ist?!"
  "Kein Wunder, daß Ihre Frau Sie verlassen hat ... haben Sie das Hochzeitsdatum auch vergessen?"
  "Gleich nach der Scheidung", knurrte Thiel. Wenn er nicht gerade auf Boernes Hilfe angewiesen gewesen wäre, hätte er ihm was anderes erzählt. Aber so ... "Helfen Sie mir nun, oder nicht?"
  "Also gut." Boerne seufzte. "Wir fangen mit der Rumba an. Die ist nicht so schnell, und stationär. Wenn Ihre Frau Köttenröder weiß, was sie tut - wovon ich ausgehe -, dann kommt sie auch ohne großartige Führung zurecht. Und Sie schaffen zur Not einen Tanz nur mit dem Grundschritt."
  "Wenn Sie das sagen ...."
  "Gut." Boerne hatte einen entschlossenen Gesichtsausdruck aufgesetzt. "Dann gehen wir den Grundschritt erst einmal trocken durch." Er griff nach Thiels Händen, platzierte die Linke an seiner Schulter und nahm die Rechte in die Hand. Irgendwie fühlte sich das falsch an ...
  "Was soll mir das denn helfen, Boerne!"
Boerne sah zu Thiel hinunter und stutzte.
  "Entschuldigung ... die Gewohnheit ..." Er zögerte einen Moment, und änderte dann die Position. "Das ist gar nicht so einfach, sich das alles umgekehrt vorzustellen."
  "Wär aber besser, denn sonst komme ich heute Abend nicht weit."
  "Vielleicht sollten Sie die Dame führen lassen ... das würde von der Größe her ohnehin besser passen ..."
  "Boerne!"
   "Ganz im Ernst, es ist wesentlich einfacher, wenn der Anfänger bei einem Paar die Dame ist. Sie brauchen mich nicht so ungläubig anzusehen, das ist wirklich so. Das Führen ist eine schwierige Sache, und wenn der, der führt, weiß was er tut, tanzt es sich deutlich besser."
  "Es ist mir völlig egal, ob das so ist oder nicht! Ich kann ja Frau Köttenröder heute Abend wohl schlecht vorschlagen, daß sie führt."
Boerne verabschiedete sich offensichtlich nur ungern von dieser Idee. "Wenn Sie meinen ... vermutlich könnte sie das auch gar nicht."
Vielleicht war es doch eine Schnapsidee gewesen, ausgerechnet Boerne um Hilfe zu bitten. Jetzt standen sie hier schon bald eine halbe Stunde herum, und waren noch keinen Schritt weiter gekommen ... "Könnten wir dann vielleicht langsam anfangen? Es ist schon drei ... und mit Ihnen hier Händchen zu halten, hilft mir überhaupt nicht weiter!"

***

  "Gar nicht so übel." Boerne klang überrascht. "Wenigstens erkennen Sie den Rhythmus und haben kein Problem mit dem Einsatz. Das ist gut, denn wenn es da schon hapert, sehen die Chancen schlecht aus ... Mit etwas Übung könnten Sie vielleicht wirklich ein annehmbarer Tänzer werden."
  "Das war schon immer mein Traum ...", brummte Thiel. Obwohl ihm das ganze ehrlich gesagt anfing Spaß zu machen. Mit Susanne hatte das damals nicht so gut geklappt. Sie hatten sich regelmäßig verheddert und waren aus dem Takt gekommen. Und hatten sich mehr gestritten als jemals zuvor. Rückblickend war das wohl eine Vorschau auf die kommenden Jahre gewesen. Das mit dem Tanzen hatten sie jedenfalls nach dem Pflichttanz auf der eigenen Hochzeitsfeier schnell wieder aufgegeben. Er hatte noch seine Schwiegermutter einmal durch den Saal gewalzt und sich danach geschworen, so etwas nie wieder zu tun. Mit Boerne war dagegen alles viel müheloser.
  "Ich zeige Ihnen mal, wie Sie ein einfaches Damensolo anzeigen ... Sie müssen an dieser Stelle den Arm heben ... höher, Thiel, wie soll das denn sonst gehen ... ich muß mich schließlich darunter drehen ... so."
  "Und was mache ich?"
  "Sie machen einfach den Grundschritt weiter. Lassen Sie uns das ganze nochmal versuchen ... na also, klappt doch. Ehrlich gesagt hat die Dame beim Tanzen viel mehr Spaß."
  "Hm?" Thiel konzentrierte sich weiter darauf, nicht aus dem Takt zu kommen.
  "Naja, der Herr macht oft über weite Strecken nur den Grundschritt. Bei den meisten Drehungen und so hat die Dame viel mehr zu tun ... außer bei den Standardtänzen vielleicht, die sind ja grundsätzlich anders aufgebaut ... ich glaube, wir versuchen es anschließend mal noch mit einem langsamen Walzer ... wobei wir dafür hier ein bißchen wenig Platz haben ..."
  "Boerne ... müssen Sie eigentlich die ganze Zeit reden?"
  "Wenn Sie es heute Abend nicht schaffen, beim Tanzen Konversation zu betreiben, wird das auch keine sehr erfolgreiche Verabredung werden." Boerne klang ziemlich eingeschnappt.
  "Ist ja gut ... aber jetzt würde ich mich doch lieber erst mal auf eine Sache konzentrieren."

***

Nach der Rumba hatten sie sich am langsamen Walzer versucht, was nicht ganz ohne Peinlichkeiten abgelaufen war. Boerne hatte ihm zwar erklärt, daß Standardtänze nun einmal eng getanzt wurden, und daß sie sich bei größerem Abstand weder vernünftig drehen würden, noch das mit der Führung klappen würde ... aber er fand es trotzdem ziemlich eigenartig, mit Boerne so auf Tuchfühlung zu gehen. Davon abgesehen machte ihm der Walzer jedoch noch wesentlich mehr Spaß als die Rumba, und er hoffte, daß er Gelegenheit bekommen würde, das Gelernte mit Frau Köttenröder zu wiederholen. Vielleicht war das mit dem Tanzen ja doch keine so schlechte Idee für eine erste Verabredung.  Inzwischen war es schon fast sechs, und es gab da eigentlich nur noch ein Problem, das er lösen mußte, bevor er seine Verabredung abholen konnte.

  "Ähm ... Boerne ... kann ich Sie noch um was anderes bitten?"
Der andere sah ihn überrascht an. "Brauchen Sie noch eine Einführung in die allgemeine Etikette? Ich hatte eigentlich nicht vor, hier den ganzen Tag den Professor Higgins zu ihrer Eliza Doolittle zu geben ..."
  "Was?"
  "Vergessen Sie's ... worum geht's?"
  "Naja ... das ist ja heute wohl ein Anlaß für Anzug und so weiter ... könnten Sie vielleicht meine Krawatte binden?" Ganz schön peinlich. Aber bei den wenigen Anlässen, zu denen er bislang so ein Ding hatte tragen müssen, hatte das immer jemand anderes für ihn getan. Früher seine Mutter, dann Susanne, und nun ... tja, jetzt war er wohl auf sich gestellt.
Boernes Gesichtsausdruck war von überrascht zu entgeistert gewechselt. "Boerne? Hat es Ihnen die Sprache verschlagen oder was?"
  "Ich weiß ehrlich gesagt nicht, worüber ich mich mehr wundere ... darüber daß Sie so alt werden konnten, ohne zu lernen, wie man eine Krawatte bindet, oder  darüber, daß Sie überhaupt eine haben."

***

  "Sie wollen doch nicht im Ernst dieses Hemd zu diesem Anzug anziehen?"
  "Wieso?"
  "Sind Sie farbenblind?"
  "Nicht daß ich wüßte ... O.K. Dann sagen Sie mir doch, was zu dieser Farbe paßt."
  "Haben Sie vielleicht ein weißes Hemd? Nicht, daß das besonders gut passen würde, aber wenigstens kann sich dann keine zweite Farbe mit diesem .. diesem ... Farbton beißen."
  "Weiß habe ich glaube ich ... Moment ... hier! Und welche Krawatte?"
  "Sie haben tatsächlich mehr als eine?"
  "Zwei."
Boerne warf einen kurzen Blick auf die beiden Krawatten und wandte sich mit Grausen ab.
  "Thiel ... entsorgen Sie das bitte ..."
Also wirklich ... gut, die beiden Krawatten waren schon etwas älter, aber trotzdem ...
  "Die sind doch noch völlig O.K. Ist das nicht inzwischen wieder modisch geworden?"
  "Nein." Boerne schüttelte den Kopf. "Thiel, Sie können heute weder eine Lederkrawatte aus den Achtzigern noch dieses ... orangene Monstrum aus den Siebzigern tragen."
  "Dann gehe ich eben ohne. Ist mir eh lieber." Er warf die Krawatten zurück in den Schrank und griff sich Hemd und Anzug.
Boerne seufzte. "Ich leihe Ihnen eine von meinen."
  "Das ist wirklich nicht nötig ..."
  "Das ist ein Akt christlicher Nächstenliebe ... seien Sie still und dankbar."
  "Ich kann wirklich auch ohne ..."
  "Glauben Sie mir, ohne Krawatte kommen Sie da heute Abend nicht rein."
  "Ach so ... na dann ... ich zieh mich dann schon mal um."

***

  "Rosa? Mußte das sein?"
  "Flieder. Und es gibt nicht viel, was zu diesem ... Braunton passen würde. Entweder die oder keine."
  "Na meinetwegen."
  "Setzen Sie sich mal hin. Ich kann das auch nicht spiegelverkehrt."
  "Ich dachte, Sie können alles ..."
  "Hinsetzen ... ich glaube, zum nächsten Geburtstag schenke ich Ihnen eine Farb- und Stilberatung."
  "Sehr witzig."
  "Das war kein Scherz."
Thiel sah auf Boernes Hände hinunter, die mit zügigen Bewegungen die Krawatte knoteten.
  "So ... die Länge kommt hin, oder?"
  "Da fragen Sie den Falschen."
Ihre Blicke trafen sich kurz im Spiegel, und Boerne lächelte.
  "Ich denke, das geht so. Sie sehen ganz annehmbar aus."
  "Danke ... das wollte ich unbedingt von Ihnen hören ..." Das war als Scherz gemeint, klang dann aber sogar für ihn selbst überraschend ehrlich. "Ähm ... Boerne ... kann ich dann wieder aufstehen? Ich müßte los."
  "Natürlich." Der andere ließ ihn wieder los und trat einen Schritt zurück. "Na dann - viel Erfolg. Und vergessen Sie nicht, was ich Ihnen beigebracht habe!"
  "Jaja ... tschüss."
Er schob Boerne zur Tür hinaus und atmete erleichtert auf. Irgendwie war das alles ein bißchen viel geworden. Und er mußte sich beeilen, er wollte nicht, daß der Abend gleich damit begann, daß er zu spät kam.

> hier geht's zu Teil 2

Comments

D'awwwwww... Die beiden sind einfach zu süß zusammen :)
Wobei ich doch sagen muss, dass einen der Slash hier gar nicht mal so anspringt wie sonst (was auch mal ganz gut tut^^) Wobei man da gegen Ende vielleicht noch was sehen könnte...
Und die Krawatten... *urgs* x)
Aber die beiden beim Tanzen, schöne Vorstellung :)

Betamäßig habe ich absolut nichts zu bemängeln, alles supi!

Wenn du beim zweiten Teil an irgend einer Stelle eine Anregung brauchst, sag Bescheid ;) Ich habe nämlich inzwischen seit der 'Eskalation' schon 3 Seiten geschrieben und die beiden sind immer noch halb angezogen xD
hallo ... du hast lj auch die ganze Zeit offen, hm :)

Schön daß es Dir gefällt. Ist ja nur Geplänkel, hat mir selbst aber auch soviel Spaß gemacht, daß ich den Anfang schon veröffentlichen wollte, bevor das Ende steht. In einer alternativen Version wollte ich die zwei im Anschluß ganz platonisch einen Tanzkurs besuchen lassen. Aber jetzt wird's wohl doch Slash ;)

Ich bin schon sehr gespannt, wie's bei Dir weiter geht! Und wenn ich mit Teil 2 nicht weiterkomme, melde ich mich gerne nochmal.

Thiel als Eliza *grin*

Hach, ist das schön! Erinnert mich an die Berliner Tanzbärenszene, aber eben perfekt mit Thiel und Boerne umgesetzt. Dass Thiel nicht mal seine Krawatte binden kann und auch noch einen 80er-Jahre-Lederschlips hat, passt genau. Mein Liebster - der täglich Anzug und Krawatte trägt - hat vor einer Weile seinen Schrank ausgemistet, da waren im hintersten Winkel auch solche Schätzchen dabei, die man nicht mal mehr zu Weiberfastnacht tragen kann :-)
Mir gefällt sehr, wie Thiel Boerne manipuliert, damit er ihm das Tanzen beibringt, und wie gut es ihnen beiden dann gefällt. Typisch Boerne, dass er den Damenpart besser findet, weil man sich mehr produzieren kann. Die ganzen Details gefallen mir besonders: dass Boerne Krawatten nicht gespiegelt binden kann, dass sie mehr Platz brauchen für Damensoli (die man echt in den meisten Wohnzimmern nicht gut tanzen kann) etc. Das Ganze könnte so direkt gesendet werden (Teil 2 dann wohl eher nicht ?). Freu mich auf mehr :-)

P.S.
Mir gefällt deine auf Fanfiktion.de gepostete Geschichte "Familie" übigens auch sehr gut. Die Idee, Lukas wieder auftauchen zu lassen, hatte ich auch schon mal. Und dass Boerne halbnackt in der Tür steht, freut das Slasherherz besonders. Lukas finde ich ein bisschen sehr tolerant; allerdings habe ich auch keine Erfahrung mit Aussies, jedenfalls in Bezug auf dieses Thema :-) Und vielleicht kommt er ja nach seinem Vater ... reu mich auch hier auf mehr !

Re: Thiel als Eliza *grin*

Die Berliner Szene kenne ich natürlich auch *grins* Außerdem tanze ich selbst gerne, da war das naheliegend. Und es gibt von Sally diese wunderschöne Geschichte (Die Nacht nach der Hochzeit), in der es auch eine sehr sehr schöne Tanzszene gibt ...

Zur Zeit hänge ich bei ein paar Texten, auch weil ich das Gefühl habe mich zu wiederholen (naja ... das Thema ist ja immer dasselbe :) Aber in diesem Teil ging der Dialog wieder sehr leicht von der Hand und ich habe auch das Gefühl, den Ton gut getroffen zu haben. Was natürlich auch daran liegt, daß das praktisch noch slashfrei ist bzw. nur so leicht angehaucht wie das Original selbst. Teil 2 wird dann wieder schwerer.

Es freut mich jedenfalls, daß Du und Farfie auch Spaß an dem Text habt :)

Was Familie und Lukas betrifft - das ist schon eine sehr ... hm ... mir fällt nicht das passende Wort ein ... also so eine Friede Freude Eierkuchen & Sonnenschein Geschichte (Teil 2 wird noch schlimmer). Absichtlich ohne jedes ernsthafte Drama. Ich habe keine Ahnung, ob jemand im echten Lebens sich so wenig darüber aufregen würde, daß ein Elternteil sich umorientiert hat. Aber an den Texten ist ja wenig realistisch und ich schreibe sie meistens vor dem Hintergrund einer Welt, in der das alles nicht mehr so dramatisch ist. Und Lukas ist ein netter Kerl der nach seinem Vater kommt ;) Und der außerdem bei dieser Wiedersehensszene sowieso andere Sorgen hat - daß er nämlich seinen Vater nach Jahren wiedersieht. Und da ist ihm der Rest gerade nicht sooo wichtig ...

So, und ich muß jetzt schnell los zur Arbeit, sonst komme ich wieder zu spät ... elende Stechuhr und feste Kernzeit *grummel*

Re: Thiel als Eliza *grin*

War das in sallys Geschichte nicht eher eine Anti-Tanz-Szene ? Jedenfalls aus Thiels Sicht ? *g*

Man merkt übrigens nicht, dass es dir schwerer fällt, slashige Sachen zu schreiben; die Charaktere klingen trotzdem sehr authentisch.

Nach dem langsamen Walzer habe ich jetzt eine Szene im Kopf, in der Boerne Thiel das Tangotanzen beibringen darf, mit noch mehr Körperkontakt @v@ Vielleicht lädt ihn die gute Frau Kottenröder (muss mir der Name irgendwas sagen ? ) als nächstes zu einer Tango-Nacht am Aasee ein ? Und Boerne wartet nach dem Tanzunterricht die halbe Nacht zuhause darauf, dass Thiel (allein) zurückkommt ...
*jetzt siehst du, was du angerichtet hast; ich sollte eigentlich über eine Angebotserstellung nachdenken, nicht über T/B fluff :-)

Was die Lukas-Gschichte angeht: Du hast natürlich recht, dass das alles nicht wirklich realistisch ist. Gefallen hat mir die Story trotzdem gut. Vielleicht habe ich mir nur mehr Konfliktpotential gewünscht, damit die Geschichte länger wird (Stell dir vor, Thiel müsste sich zwischen Boerne und Lukas entscheiden. Was Boerne da alles anstellen würde - damit könntest du Seiten füllen :-)).

Re: Thiel als Eliza *grin*

... und ich mach jetzt 'ne Kaffeepause mit lj statt zu arbeiten ... aber nur ganz kurz ...

In Sallys Geschichte ist glaube ich v.a. die Tanzszene mit Herbert eine Anti-Tanz-Szene für Thiel ;) Mit Boerne macht im das Ganze dann doch Spaß, wenn ich das richtig in Erinnerung habe (wem mache ich was vor - ich habe die Geschichte so oft gelesen, daß ich sie fast auswendig kann ;)

Meine Tanzgeschichte ist oder war eigentlich ein Oneshot, ich hatte nur Lust, den Anfang schon zu veröffentlichen. Und an der Stelle ist auch ein natürlicher Einschnitt, sozusagen, weil Thiel jetzt aufbricht. Von daher wird das vielleicht doch ein eigener Text mit zwei Kapiteln später bei ff.de Wobei Kapitel 2 noch in der gleichen Nacht enden soll, denn die Köttenröder-Geschichte läuft für Thiel wie zu erwarten ist nicht rund ;) Der Name muß Dir glaube ich nix sagen, der fiel mir spontan ein, als ich nach etwas unsympathischem gesucht habe (hoffentlich lesen das keine Köttenröders). Im Erstentwurf hieß sie noch Frau XY :)

Re: Thiel als Eliza *grin*

Ich fand den Namen auch unsympathisch, daher die Frage. Ich dachte, Boerne findet die Frau ganz annehmbar, da kann sie doch so schlimm nicht sein. Sonst hält er ja in der Regel nicht viel von Thiels Schwärmereien (was natürlich auch daran liegen könnte,dass keine(r) gut genug ist für Thiel außer ihm selbst).

Zur Tanzszene bei sally: Ich habe das so in Erinnerung, dass er zwar lieber mit Boerne tanzt, aber sich trotzdem noch so unwohl fühlt, dass er lieber gar nicht darüber nachdenkt, während es ihm in deiner Geschichte nach einer Weile augenscheinlich richtig Spaß macht.
Freu mich jedenalls auf Teil 2 !

Re: Thiel als Eliza *grin*

Mit der Köttenröderin hast Du mich bei einem kleinen (naja, eher einem mittlegroßen ...) Logikfehler erwischt. Insgesamt hätte Boerne nicht so positiv sein dürfen wegen der ganzen Verabredungsgeschichte, wenn es in Teil 2 ins slashige umschlägt. Das liegt vermutlich daran, daß ich bei diesem Text sehr lange unschlüssig war, ob sich das Richtung Slash entwicklen wird.

Man kann sich die weitere Entwicklung jetzt eigentlich nur so erklären, daß
a) Boerne am Anfang des abends selbst noch nicht so richtig wußte, was er wollte (Prof. Higgins braucht ja auch bis zum Ende des Stücks ;)
b) Boerne sowieso nicht damit gerechnet hat, daß das mit Frau K. was ernstes wird, und deshalb relativ entspannt und wenig eifersüchtig war

was natürlich auch daran liegen könnte,dass keine(r) gut genug ist für Thiel außer ihm selbst
so isses :)