cricri_72 (cricri_72) wrote,
cricri_72
cricri_72

  • Location:
  • Mood:
  • Music:

Shall we dance: Teil 2 (Thiel / Boerne Slash)

So, ohne lange zu zögern, hier ist Teil 2.

Hoffentlich enttäuscht er nicht! Immer dran denken, eigentlich sollte das ein Oneshot sein, und jetzt sind doch 5.000 Wörter draus geworden ... Gerade mit dem Ende habe ich sehr gekämpft und weiß noch gar nicht, ob ich das jetzt so oder anders haben will.

Kein Beta, d.h. auch über Korrekturen freue ich mich!

10.7.: O.K., besser wird's nicht mehr. Ich habe noch ein kleines bißchen daran herumgebastelt und die von Iru und Nipfel angemerkten Fehler verbessert, und gebe den Text hiermit frei ...

12.7.: Nach Franzis (ff) und Jos Rückmeldung habe ich jetzt doch nochmal dran gebastelt ... und hoffe, es hat geholfen :)




Auf dem Heimweg war Thiel sich zumindest über eine Sache völlig sicher. Bei Frau Köttenröder - und dabei war es geblieben, nicht, daß er jetzt noch Interesse daran gehabt hätte, daran etwas zu ändern - bei Frau Köttenröder hatte er sich in seiner Einschätzung jedenfalls gewaltig vertan. Wie ihm dieser Irrtum hatte unterlaufen können, war ihm nicht so ganz klar. Aber im Laufe des Abends hatte sich doch sehr schnell herausgestellt, daß sie nicht nur wenig gemeinsam hatten, sondern sich offensichtlich auch nicht besonders mochten. Warum sie ihn überhaupt eingeladen hatte, war ihm schleierhaft. Vielleicht fand sie es ja skurril, bei der Münsteraner High Society mit dem örtlichen Hauptkommissar aufzutauchen. Aber sein Unterhaltungswert war dann wohl doch recht kurzlebig, und das ließ sie ihn spüren.

Daß sie das mit dem Tanzen derartig ernst nahm, hatte er auch nicht erwartet. Da sich kaum vertuschen ließ, daß seine Kenntnisse mehr als begrenzt waren, hatte er von Anfang an die Karten auf den Tisch gelegt und ihr von dem Mißverständnis und von seiner Nachhilfe-Aktion bei Boerne erzählt. Er fand ja, daß das eine Geschichte war, über die man gemeinsam hätte lachen können. Und daß sie sich ruhig etwas geschmeichelt hätte fühlen können, weil er diesen Aufwand auf sich genommen hatte. Stattdessen hatte sie einige zwar witzige, aber doch auch ziemlich verletzende Bemerkungen über Boerne gemacht, den sie aus irgendwelchen verschlungenen Zusammenhängen kannte. Münster war einfach zu klein. Und dann hatte sie ihn nach der ersten Runde einfach sitzen gelassen und sich einen anderen Tanzpartner gesucht. Das fand er nun schon mehr als unhöflich. Am liebsten hätte er sich schon nach kurzer Zeit wieder abgesetzt, aber das kam ihm dann doch zu schäbig vor. Immerhin waren sie zusammen hierher gekommen, und er würde sie auch wieder nach Hause bringen.

Besonders lustig war das alles nicht gewesen. Er hatte sich in dieser Gesellschaft sowieso schon reichlich unwohl gefühlt und nach der Aktion war noch das Gefühl dazugekommen, daß ihm jeder ansah, daß sich seine Verabredung aus dem Staub gemacht hatte. Um sich die Zeit zu vertreiben, war ihm nicht viel anderes übriggeblieben, als dazusitzen und das Verhalten der Münsteraner Oberschicht zu beobachten. Wenigstens wurde Bier ausgeschenkt.

Nach dem vierten Glas war ihm endlich aufgefallen, daß er Frau Köttenröder sowieso nicht mehr nach Hause bringen konnte, weil er schon zuviel getrunken hatte. Er würde ohnehin ein Taxi rufen müssen, und sie konnte sich ja wohl ein eigenes leisten. Außerdem mußte er ja nicht höflicher sein als sie, und was sich der Rest der Gesellschaft dachte, konnte ihm auch egal sein. Diese Art von Menschen traf er ohnehin nur bei Ermittlungen, und dann hatten die auch andere Sorgen, als sich über sein Privatleben Gedanken zu machen. Er hatte sich nochmal im Saal umgesehen und überlegt, ob er sich verabschieden sollte. Aber andererseits ... er hatte hier und heute sowieso schon zu viel Zeit verschwendet. Und Frau Köttenröder würde ihn wohl kaum vermissen.

Das mit dem Taxi hatte er dann doch gelassen und war jetzt zu Fuß unterwegs. Das tat ihm ganz gut, und außerdem lief er so nicht Gefahr, auch noch seinem Vater zu begegnen. Auf die Fragen und Kommentare, die ihn dann erwartet hätten, konnte er verzichten. So dauerte es natürlich ewig, bis er wieder zuhause war - dafür war er aber inzwischen wieder halbwegs nüchtern. Unterwegs war ihm aufgefallen, an wen ihn Frau Köttenröder die ganze Zeit schon erinnert hatte. An Boerne - beide hatten die gleiche Neigung, zu viel zu reden, und ein Talent für scharfzüngige und auch witzige Bemerkungen. Und auch was die allgemeine Selbstüberschätzung und Selbstbezogenheit anging, waren sie sich nicht unähnlich. Nur daß er heute Abend den bösen Zwilling erwischt hatte, dachte Thiel und mußte grinsen bei der Vorstellung. Denn Boerne hatte bei all seinen nervtötenden Eigenheiten doch auch etwas ... liebenswertes. Und er war nie wirklich verletzend. Oder jedenfalls nicht mit Absicht. Und wenn, dann entschuldigte er sich ... oder so etwas in der Art. Naja, wenn er ehrlich war, hatte es Boerne mit dem Entschuldigen nicht so. Aber meistens funktionierte es trotzdem irgendwie, jedenfalls war er dem anderen selten lange böse.

Als er endlich zuhause war, zögerte er vor seiner Wohnungstür. Ob er noch bei Boerne klingeln und ihm die Krawatte zurückgeben sollte? Er sah auf die Uhr - halb eins. Sein Nachbar war vermutlich noch wach. Außerdem kannte der andere ja auch nix und holte ihn in der tiefsten Nacht aus dem Schlaf. Kurzentschlossen drückte er auf den Klingelknopf.


***


Boerne war tatsächlich noch wach, beschwerte sich aber trotzdem.

  "Sie haben doch noch gar nicht geschlafen!"

  "Hätte ich aber tun können! Man kommt doch um diese Uhrzeit nicht mehr unangekündigt vorbei!"
Da hatte er sich wohl verhört ... "Sie ... Sie machen das bei mir doch auch ständig!"

  "Naja, wenn es sich um einen Notfall handelt, das ist ja wohl etwas anderes." Boerne sah ihn plötzlich besorgt an. "Fehlt Ihnen vielleicht was?"

  "Nein ... ich habe was zu viel. Ich wollte Ihnen nur Ihre Krawatte zurückgeben."

  "Jetzt?"

  "Jetzt."

  "Hätte das nicht morgen auch noch gereicht?"

Thiel seufzte. Er wußte auch nicht, was er sich erhofft hatte. Und wieso er gedacht hatte, er würde sich besser fühlen, wenn er mit Boerne redete. "Dann holen Sie sich das Ding eben morgen ab, wann es Ihnen paßt."

  "Sind Sie sicher, daß Ihnen nichts fehlt? Sie sehen nicht so gut aus."

  "Nein, mir fehlt ... Mensch, Boerne, können Sie sich vielleicht entscheiden, ob wir hier in der Tür stehen und uns streiten, oder ob Sie sich Sorgen machen?"

  "Ich streite doch gar nicht, ich habe nur ein paar Fakten festgestellt." Boerne sah ihn prüfend an. "Nun kommen Sie schon rein, und erzählen Sie mir nicht, es wäre Ihnen so wichtig, mir noch in der Nacht meine Krawatte zurückzugeben. Wollen Sie was trinken?"

Thiel fühlte sich überrumpelt. Wenn Boerne schon wußte, daß er nicht wirklich wegen der Krawatte gekommen war, wieso mußte er erst so ... zickig sein? Stattdessen hätte er ihm lieber sagen können, warum er gekommen war - wenn er schon alles besser wußte. Das hätte ihm weitergeholfen.

  "Thiel? Sie haben meine Frage nicht beantwortet. Wollen Sie was trinken?"

  "Wasser, danke."

  "Ich hätte da auch noch einen passablen Rotwein offen ..."

  "Alkohol hatte ich schon genug, danke."

  "Hm." Boerne goß ihm ein Glas Wasser ein und griff selbst nach dem Rotwein. "Und? Sie sehen ja nicht besonders glücklich aus. Hat's nicht gefunkt?"

Thiel seufzte. "Könnte man so sagen. Da hat es ja bei uns beiden mehr geknistert."

Boerne sah ihn mit einem Gesichtsausdruck an, den er im Moment überhaupt nicht einordnen konnte. Mit einem Anflug von Verlegenheit beeilte er sich, wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen. "Ist sowieso egal ... So ernst war's mir dann auch wieder nicht."

  "Also, um ehrlich zu sein, ich habe ohnehin nicht so ganz verstanden, was Sie an der Köttenröder finden. Sie macht ja schon was her, aber sie scheint mir nicht so wirklich Ihr ... Typ zu sein. Sie ist doch ziemlich anstrengend. Und nicht gerade nett." Boerne zögerte. "Aber vielleicht hat sie ja irgendwelche verborgenen Vorzüge."

  "Dann hat sie die aber sehr gut verborgen …", brummte Thiel. Seine Zwillingstheorie erwähnte er lieber nicht, er hatte das Gefühl, daß das nicht so gut angekommen wäre.



  "Wollen Sie noch eine Runde?"

  "Was?" Sie hatten einige Minuten schweigend getrunken, und Boernes Frage hatte ihn aus den Gedanken gerissen.

  "Na, tanzen. Das heitert Sie vielleicht wieder auf."

  "Jetzt? Mit Ihnen?"

  "Natürlich, oder sehen Sie hier sonst noch jemanden? Dann habe ich mir wenigstens nicht ganz umsonst so viel Mühe mit Ihnen gegeben … na los, kommen Sie schon …" Eh er sich’s versah, hatte Boerne ihn schon von der Couch Richtung Stereoanlage gezogen und suchte nach einem geeigneten Stück.


***


  "Och nee, Boerne. Ich hatte mich gerade halbwegs an die andere Seite gewöhnt. Was soll denn das jetzt."

  "Vertrauen Sie mir, so rum geht das wesentlich einfacher. Und im Gegensatz zu Frau Köttenröder kann ich den Herrenpart hervorragend tanzen."

  "Aber ich weiß doch gar nicht, welche Schritte ..."

  "Sie müssen einfach alles nur spiegelverkehrt machen. Lassen sie mich führen."

Boerne hatte ausnahmsweise recht. Das war tatsächlich einfacher. Sie stießen nicht mehr ständig mit Wänden und Möbelstücken zusammen, und er mußte sich auch keine Gedanken darüber machen, in welche Richtung sie sich bewegten. Er verließ sich einfach auf Boerne und konzentrierte sich selbst nur darauf, nicht aus dem Takt zu kommen. Nach dem dritten oder vierten Tanz, bei dem sie nicht geredet, sondern höchstens gelacht hatten, wenn sie eine schwungvolle Drehung dann doch wieder in einer Zimmerecke oder an einem Möbelstück stranden ließ, fragte Boerne schließlich doch noch einmal nach.

  "Was ist denn nun schiefgelaufen?"

War ja klar, daß die Neugier dem anderen keine Ruhe ließ. Thiel seufzte. Wo sollte er da bloß anfangen. "Alles ... wenn ich ehrlich bin. Ich hab' mich in der Gesellschaft nicht gerade wohl gefühlt. Und ich glaube, sie hatte sich was anderes vorgestellt."

  "Selbst schuld. Sie hätte Sie eben wohin mitnehmen sollen, wo Sie besser hinpassen."

  "Was soll das denn heißen ... wo ich besser hinpasse?"

  "Naja ... mit Sicherheit nicht unter die Bonzen von Münsters konservativstem Schützenverein."

Thiel wurde plötzlich bewußt, daß sie schon eine ganze Weile nicht mehr tanzten. Und daß Boerne, im Gegensatz zu ihm, völlig nüchtern war. Und daß sich das jetzt, da sie nicht mehr tanzten, eigentlich nur noch als Umarmung bezeichnen ließ.

  "Boerne ... Was soll das hier eigentlich werden ...?"

  "Erinnern Sie sich zufällig, wie die Geschichte bei My Fair Lady ausgeht?"

  "My Fair was?"

  "Professor Higgins? Eliza Doolittle?"

  "Ich kenn' nur Higgins und Magnum ... können Sie sich vielleicht ein bißchen klarer ausdrücken?"

  "Hätten Sie Lust, mit mir am nächsten Samstag zum Spiel von St. Pauli zu gehen?"

  "Ist das eine Einladung?" Er war sich nicht ganz sicher, ob er das wirklich richtig verstanden hatte.

  "Wollen Sie nun oder nicht?"

  "Hm ..." Wirklich betrunken war er selbst eigentlich auch nicht mehr. Ein bißchen schwindelig, und müde, kein Wunder nach dem Heimweg und der ganzen Tanzerei. Aber nicht betrunken, so daß er keine Entschuldigung dafür hatte, daß er die Situation jetzt weder besonders ungewöhnlich noch ... unangenehm fand. Eigentlich war es nett, hier mit Boerne zu stehen ... Aber ein Fußballspiel?

  "Thiel ...?"

  "Also Fußball ... ich weiß nicht so recht, ob Sie da hinpassen. Wie wäre es, wenn wir uns in der Mitte treffen und einfach essen gehen oder so?"

  "Morgen?"

  "Hatten Sie nicht eben den nächsten Samstag vorgeschlagen?"

  "Da wollen Sie doch sicher das Spiel sehen, oder?"

Thiel mußte lächeln. "Versuchen Sie jetzt zuvorkommend zu sein, oder haben Sie's nur verdammt eilig?"

Boerne zögerte einen Moment, und Thiel wünschte sich, er könnte das Gesicht des anderen sehen. Am Ende hatte er da ja doch etwas falsch verstanden.

  "Beides."

Die Erleichterung war so groß, daß er nicht lange über seine Antwort nachdachte. "Morgen ist in Ordnung."

  "Gut." Boerne ließ ihn los. "Bekomme ich meine Krawatte wieder?"

  "Deswegen bin ich vorbei gekommen."

  "Natürlich ... wegen der Krawatte …" Boerne begann damit, den Knoten vorsichtig wieder aufzuknüpfen.

  "Wissen Sie ... ausziehen kann ich das Ding ehrlich gesagt alleine ..."

  "Sind Sie sicher? Ich denke, das sollten Sie einem Kenner der Materie überlassen."

  "Na wenn Sie meinen ..." Er sah Boerne zu, der ungewöhnlich lange brauchte, um diesen einfachen Knoten zu öffnen. Und den obersten Knopf seines Hemdes. Er wollte gerade fragen, wo das jetzt hinführen sollte, als ihm der andere zuvor kam.

  "Thiel ... Sie sind doch nicht wirklich betrunken?"

  "Wieso?"

  "Ich wollte nur sicher gehen, daß Ihnen klar ist, daß das kein Scherz ist." Boerne rückte vorsichtig seinen Kragen zurecht und Thiel wurde plötzlich klar, daß der andere sich vermutlich auch nicht so ganz sicher war, wo das hinführen würde.

  "Da können Sie unbesorgt sein."

  "Dann ... hole ich Sie morgen ab. So um sieben?"

  "Klingt gut."

  "Thiel ...?" Boernes Hände lagen immer noch an seinem Kragen, und Thiel war sich inzwischen ziemlich sicher, wohin das zumindest heute Nacht noch führen würde.

  "Was noch?"

  "Darf ich Sie küssen?"

  "Klingt gut." Er schloß die Augen und konnte ganz flüchtig Boernes Lippen an seiner Wange spüren.

  "Sind Sie immer so schüchtern?" Er mußte lächeln, denn das hatte er sich jetzt doch dramatischer vorgestellt.

  "Nur, wenn es wirklich wichtig ist." Boerne klang so ernst, daß ihm seine Bemerkung fast leid tat. Als er die Augen öffnete, sah ihn der andere an, und er wußte, daß es tatsächlich ernst war. Sehr ernst. Er hätte gerne etwas gesagt um klar zu machen, daß es ihm genauso ging. Und daß er sich ganz sicher war. Und daß er sich saumäßig dämlich vorkam, weil er nicht früher an diese Möglichkeit gedacht hatte. Und daß sie seinetwegen ruhig … etwas schneller vorangehen konnten. Das alles in einen Satz zu packen war nicht einfach, aber er versuchte es trotzdem.

  "In dem Fall ist das in Ordnung so … aber … wäre es vielleicht möglich, daß wir morgen etwas an Tempo zulegen?"

  "Das könnte ich durchaus in Erwägung ziehen ..." 
Tags: f: tatort münster, g: fanfic, g: slash, p: thiel / boerne
Subscribe

  • Erwachsen werden

    Fandom: Tatort Berlin Rating: P 6 Genre: Slash, established relationship, Humor Handlung: In diesem Jahr ist alles anders, aber manches bleibt…

  • Vom Wesen der Freundschaft

    Rating: P 6 Genre: Freundschaft/Liebe, etwas h/c, Episodenbezug: Limbus Handlung: Thiel und Boerne erinnern sich etwas unterschiedlich an das, was…

  • Ein Licht im Dunkel

    Rating: P 6 Genre: Freundschaft / Liebe, Slice of Life Handlung: Es ist Herbst. Die Infektionszahlen steigen, die Tage werden dunkler. Wohl dem,…

  • Post a new comment

    Error

    default userpic

    Your reply will be screened

    Your IP address will be recorded 

    When you submit the form an invisible reCAPTCHA check will be performed.
    You must follow the Privacy Policy and Google Terms of use.
  • 34 comments

  • Erwachsen werden

    Fandom: Tatort Berlin Rating: P 6 Genre: Slash, established relationship, Humor Handlung: In diesem Jahr ist alles anders, aber manches bleibt…

  • Vom Wesen der Freundschaft

    Rating: P 6 Genre: Freundschaft/Liebe, etwas h/c, Episodenbezug: Limbus Handlung: Thiel und Boerne erinnern sich etwas unterschiedlich an das, was…

  • Ein Licht im Dunkel

    Rating: P 6 Genre: Freundschaft / Liebe, Slice of Life Handlung: Es ist Herbst. Die Infektionszahlen steigen, die Tage werden dunkler. Wohl dem,…