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BT_Wandern

November 2018

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Büttenwarder

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BT_Duschen

Alle meine Entchen ...

Rating: P 14
Genre: Slash, Humor
Bingo-Prompt: Ich kann nicht schwimmen
Handlung: Thiel ist der Meinung, daß Boerne noch einiges zu lernen hat.
Länge: ~ 1.400 Wörter
A/N: Diese Bingokarte bringt wirklich die unsinnigsten Texte in einem hervor ;) Mit Sicherheit hätte ich mich ohne nicht getraut, dieses Klischee zu schreiben. Aber hat trotzdem Spaß gemacht :)


***


"Thiel ... wenn Sie glauben, ich klettere mit Ihnen nachts über diesen Zaun ins Freibad ... Thiel ... was soll denn der Unsinn ..."

  "Zu hoch, hm? Kann es sein, daß Sie das nicht mehr schaffen?"

  "Ich habe nicht die geringsten Probleme - oh nein! Darauf falle ich nicht rein! Wenn Sie denken, Sie können mich mit so einem durchsichtigen Manöver provozieren ... Thiel? Wo wollen Sie denn hin?"

  "Ich ... bin ... jeden ... falls ... schon ... fast - verdammt!"

  "Haben Sie sich weh getan?"

  "Alles in Ordnung. Kommen Sie jetzt?"

  "Thiel ... ich habe kein Interesse an einer Schwimmstunde."

  "Boerne ... Sie wollen doch wohl nicht ernsthaft den Rest Ihres Lebens als Nichtschwimmer verbringen?"

  "Wieso? Ich komme sehr gut zurecht ohne zu schwimmen."

  "Sehr gut zurecht ... daß ich nicht lache. Letzte Woche wären Sie beinahe ertrunken; ich mußte Sie aus dem Wasser ziehen und Kleinschmidt ist uns entkommen."

  "Mein Gott Thiel, jetzt hacken Sie doch nicht ewig auf dieser Sache herum."

  "Ich zeige Ihnen, wie das geht. Ist ganz einfach. Und heute Nacht auch ganz ohne Publikum."

  "Nein."

  "Boerne ..."

  "Ich habe auch gar keine Badehose mit. Ich besitze überhaupt keine Badehose."

  "Keine Sorge, ich habe Ihnen eine gekauft."

  "Sie haben - was?"

  "Ziehe ich von der Miete ab. Kommen Sie jetzt?"



***


Warum hatte er sich bloß darauf eingelassen? Boerne kam sich mehr als lächerlich vor, als er sich vorsichtig ins Nichtschwimmerbecken vortastete. Das war ganz und gar nicht das, was er für diese Nacht geplant hatte! Thiels Hinweise darauf, daß er seinem Sohn auch erfolgreich Schwimmen beigebracht hatte, beruhigten ihn nicht wirklich. Außerdem war das Wasser kalt. Nun gut, vielleicht nicht wirklich kalt, immerhin hatten sie nun schon tagelang tropische Temperaturen. Aber naß. Auf jeden Fall naß. Und er kam sich viel zu nackt vor. Diese Badehose hatte Thiel doch mit Absicht ausgesucht, damit er sich noch unwohler fühlte.

  "Keine Angst", sagte Thiel. "Und jetzt probieren Sie mal aus, wie das Wasser Sie trägt. Einfach auf den Rücken legen und ausstrecken."

  "Nein." Er schüttelte den Kopf. Energisch, nur daß Thiel das nicht zu beeindrucken schien.

  "Schauen Sie, so." Thiel warf sich auf den Rücken und trieb einige Sekunden im Wasser, bevor er sich wieder aufrichtete. "Sie wissen doch, daß das funktioniert."

Er kreuzte entschlossen die Arme vor der Brust. "Sie trägt das Wasser vielleicht. Das ist eine Frage von Masse und Verdrängung."

  "Boerne ..." Thiel klang halb belustigt, halb verzweifelt. "Das Wasser geht Ihnen doch kaum bis zur Brust. Sie können sich jederzeit wieder hinstellen."

Natürlich hatte Thiel recht. Theoretisch. Aber die Idee gefiel ihm trotzdem ganz und gar nicht. Sich dem Wasser auszuliefern, und Thiel, in diesem leeren Schwimmbad, mitten in der Nacht ... Wenn Thiel es plötzlich lustig finden würde, ihn unter Wasser zu tauchen ... Er konnte sich nur zu gut an seinen letzten Freibadbesuch erinnern. Mit seiner Cousine, dieser hinterlistigen, gemeinen -

  "Boerne." Thiel berührte ihn leicht am Arm, und ihm wurde bewußt, daß er die Hände zu Fäusten geballt hatte. "Passen Sie auf, ich halte Sie fest. Es kann ganz bestimmt nichts schief gehen. Sie müssen sich einfach nur ausstrecken und gar nichts weiter tun."

Wahrscheinlich lag es an Thiels Tonfall, der ganz ernsthaft klang. Nicht so, als wolle er sich über ihn lustig machen. Nicht ungeduldig. So als hätten sie alle Zeit der Welt, und als wäre das hier eine völlig normale Situation. Und wenn er es recht bedachte, war es das eigentlich auch, für ihre Verhältnisse. Sie hatten zusammen schon wesentlich absurdere Dinge erlebt. Ihr Verhältnis war eine einzige Absurdität ... Boerne holte tief Luft und ließ sich nach hinten kippen, in Thiels Arm, und dann hatte ihn der Auftrieb schon erfaßt und er lag tatsächlich im Wasser. Auf dem Wasser. Einen Moment lang verspürte er den Impuls, wild loszurudern, um nicht unterzugehen, aber Thiel sagte ganz ruhig und dann spürte er einen warmen Arm in seinem Rücken, der ihn stützte.

  "Sehen Sie", sagte Thiel ziemlich nah an seinem Ohr, "das ist ganz einfach."

  "Und jetzt?" Er versuchte vergeblich, das leichte Zittern aus seiner Stimme herauszuhalten. Aber Thiel kommentierte das zum Glück nicht, sondern sagte nur: "Strecken Sie sich ganz flach aus und entspannen Sie sich. Merken Sie, wie das Wasser Sie trägt?"

Er bemühte sich, den Anweisungen zu folgen, und sah hoch zum Himmel. Das erinnerte ihn an die Zeit, als er als Kind regelmäßig im Planetarium gewesen war. Ein schöner Sommer war das gewesen. Thiel bewegte sich, und er spannte unwillkürlich seine Muskeln an. "Das machen Sie sehr gut", sagte Thiel, und obwohl das vom Inhalt her gesehen mehr als albern war, denn eigentlich tat er ja gar nichts, klang Thiel so, als meinte er das völlig ernst.

  "So, und jetzt werde ich ganz vorsichtig meinen Arm weg -"

  "Nein!" Die Panik war zurück, aber Thiel faßte ihn fester, bevor er um sich schlagen konnte, um wieder auf die Beine zu kommen.

  "Keine hektischen Bewegungen, ganz ruhig." Die Stimme war wieder sehr nahe an seinem Ohr. "Sie müssen fast gar nichts tun, um auf dem Wasser treiben zu bleiben. Es reicht schon, wenn Sie ganz leicht mit den Händen paddeln." Thiels freie Hand wanderte an seinem Arm herab und zeigte ihm, was er tun sollte. "So. Und die Beine ganz leicht bewegen - genau so, das reicht schon völlig aus. Sie brauchen so flach auf dem Rücken fast keine Kraft, um über Wasser zu bleiben."

Das war logisch. Das war an sich völlig logisch. Aber er wollte trotzdem nicht, daß Thiel ihn los ließ.

  "Denken Sie dran, das Wasser ist hier gerade mal einszwanzig tief. Im Zweifelsfall stellen Sie sich einfach hin. O.K.?"

  "O.K." Nichts war O.K., aber Thiel klang so überzeugt, daß er ihm fast glaubte. Und dann zog Thiel langsam seinen Arm zurück, und er paddelte, und er trieb. Nein, er schwebte. Wie in einem Traum, schwerelos und mühelos, unter einem klaren Sternenhimmel.

Bis er mit dem Kopf gegen den Beckenrand stieß und sich erschrocken aufrichtete. "Verdammt!"

  "Na seien Sie mal froh, daß Sie nicht so gerast sind", sagte Thiel gut gelaunt neben ihm. "Und?"

  "Das ist ja ganz einfach."

  "Sag ich doch." Thiel grinste, das konnte er sogar im Mondlicht sehen. "Und Sie haben Ihr halbes Leben als Nichtschwimmer verbracht."

  "Ich hoffe doch nicht, daß das schon die Hälfte war! Immerhin steigt die Lebenserwartung mit jedem -"

  "Boerne ..." Thiel verdrehte vermutlich die Augen, auch wenn er das nicht so genau erkennen konnte. "Geben Sie schon zu, daß ich recht hatte."

  "Treiben Sie's nicht zu weit, Thiel. Und über die Badehose reden wir noch."

  "Ach, kommen Sie. Ein bißchen Spaß werde ich bei der Sache doch wohl auch haben dürfen, wenn ich schon meinen Nachtschlaf opfere, um Ihnen Schwimmunterricht zu geben."

  "Ich habe Sie überhaupt nicht gebeten, mir -" Er brach ab, als ihm auffiel, wie oft er genau diesen Satz schon von Thiel gehört hatte. Stattdessen konzentrierte er sich wieder auf den Punkt, auf den er eigentlich hinauswollte. "Gelbe Entchen vor orangenem Hintergrund. Ehrlich Thiel, das ist nicht lustig." Er schauderte bei dem Gedanken an das gräßliche Ding, das Thiel ihm vor einer halben Stunde vor die Nase gehalten hatte.

  "Ist Ihnen kalt?" Thiel war einen Schritt näher getreten und zog ihn ohne weitere Umstände in seine Arme. Was ihn schlagartig daran erinnerte, daß sie beide fast völlig nackt waren. Und daran, weshalb er sich von Thiel überhaupt zu diesem Mondscheinspaziergang hatte überreden lassen. Er hatte ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen können, was für perfide Pläne Thiel in Wirklichkeit ... Warmer Atem strich über seinen Hals und er vergaß den Rest. Finger strichen unter Wasser an seinem Rückgrat entlang ... ein sehr merkwürdiges, aber nicht unangenehmes Gefühl. "Vielleicht sollte ich Sie jetzt lieber aus dem Wasser lassen", flüsterte Thiel, so nahe an seinem Ohr, daß die Lippen ihn fast berührten. "Ich könnte Sie abtrocknen. Und Sie könnten sich eine geeignete Gegenleistung für meinen hervorragenden Schwimmunterricht überlegen ..."

In solchen Momenten konnte Thiel manchmal erstaunlich eloquent sein. Während ihm regelmäßig die Worte fehlten; ein Umstand, der ihm etwas unangenehm war, Thiel aber zu erfreuen schien. Er nickte stumm und wurde bei der Hand gepackt und zielstrebig Richtung Ausstieg gezogen. Die Badehose würde wohl ziemlich schnell kein Thema mehr sein.

Und sowieso waren im Mondlicht alle Entchen grau.


* Fin *

>> Die nicht jugendfreie Fortsetzung gibt es hier: Nachts im Freibad (friends only)

>> zur Sommer-Bingo-Karte

Comments

Cricri, bitte. Gelbe Entchen vor orangenem Hintergrund? *lol*
Und ich denke immer, meine Ideen sind absurd...


Also, ich bin ja bereit, fast alles in diesem Text zu akzeptieren. Das nächtliche Einbrechen? Klar, sofort.
Dass Boerne nicht schwimmen kann? Extrem unwahrscheinlich, aber es soll ja tatsächlich Menschen geben, die das nicht können (wollen wir hoffen, dass Miriam Jonas wieder aus dem Becken gefischt hat).
Aber dass er diese Badehose anzieht, nein, das schlucke ich nicht. Des weiteren möchte ich hinzufügen, dass es eine solche Vergewaltigung der Augen doch hoffentlich nicht ernsthaft zu kaufen gibt.

Nee nee nee, ich sitze hier und weiß nicht, ob ich lachen oder den Kopf schütteln soll... *snicker*
Boernes Badebekleidung wird noch DAS Diskussionsthema dieses Sommerbingos :)
Ich habe da ja auch schon meine Erfahrungen gemacht.
WIe wäre es Baggeli, wenn du uns mit einem Bild oder einer Photoshopmontage mal die Augen öffnest, was Boerne denn tragen würde? *hint* :)
Das zu malen oder zu manipulieren wird schwierig... wenn man sich mal im Internet umsieht, findet man fast nur Models in Badehose, aber niemanden mit Thiels oder Boernes Format.
Aber wenn ich je etwas passendes entdecke, werde ich es dich wissen lassen. =)

Ich persönlich stelle mir seine Badehose ganz normal vor, nur eben nicht peinlich. Zumindest nicht so peinlich, wie ihr beide sie beschreibt. Wobei er ja für die Entenhose nichts kann.
(Und ich muss jetzt nicht extra darauf hinweisen, dass ich das Lied die ganze Zeit im Geiste weitersinge und mir vorstelle, wie ihr Slasher euch das wohl vorstellt)

fast nur Models in Badehose, aber niemanden mit Thiels oder Boernes Format
Tja, der Schönheitswahn macht auch vor der Männerwelt nicht halt. Aber vielleicht wirst Du ja doch irgendwann fündig :)
Und ich muss jetzt nicht extra darauf hinweisen, dass ich das Lied die ganze Zeit im Geiste weitersinge und mir vorstelle, wie ihr Slasher euch das wohl vorstellt
Nee, nee, nee ... also sowas würde ich einem unschuldigen Kinderlied doch nie antun! Ich hab' ja schon drei Tage gebraucht, um zu verstehen, was Du meinst ... mag daran liegen, daß ich nicht so textsicher bin *hust*

Der Titel war eigentlich nur so eine Spontanidee. Nachdem ich mich bei der peinlichen Badehose für das Entchenmuster entschieden habe. Am Anfang lautete der Titel äußerst originell "Schwimmunterricht" ;)
Der Titel war eigentlich nur so eine Spontanidee. Nachdem ich mich bei der peinlichen Badehose für das Entchenmuster entschieden habe. Am Anfang lautete der Titel äußerst originell "Schwimmunterricht" ;)
Sowas... und ich hatte vermutet, Schwänzchen in die Höh wäre sozusagen der Auslöser für diese Story gewesen... *snicker*
Also ich muss hier auch mal noch uns Slasher verteidigen, daran habe ich nun auch überhaupt keine Sekunde gedacht!
Das sagst du für dich. Aber für den Rest kannst du nicht sprechen. *kicher*
Ich hatte ganz vergessen, daß Du Boerne auch schon eine knappe Badehose angedichtet hast ;)

Boernes Badebekleidung wird noch DAS Diskussionsthema dieses Sommerbingos :)
Warum nicht, Thiels Unterwäsche hatten wir letztes Jahr ... Vera wird sich erinnern ... Das ist ausgleichende Gerechtigkeit.
Bei Thiel ging es aber um den Schnitt, nicht das Muster. Aber ich denke, wenn wir bei Boerne über den Schnitt diskutieren würden, wären wir uns alle auch nicht einig. ;)
Nee nee nee, ich sitze hier und weiß nicht, ob ich lachen oder den Kopf schütteln soll...
Lachen, selbstverständlich ;D

Und die Badehose brauchte ich aus dramaturgischen Gründen ... Es mußte was richtig fieses sein ;)

Des weiteren möchte ich hinzufügen, dass es eine solche Vergewaltigung der Augen doch hoffentlich nicht ernsthaft zu kaufen gibt.
Es gibt nichts, was es nicht gibt im Bereich der Bademode. Ich weiß, wovon ich rede ... ich mußte kürzlich einen neuen Badeanzug kaufen :(
Sehr süß! Ich mag, wie einfühlsam Thiel an den entscheidenden Stellen ist, also da, wo Boerne tatsächlich Angst hat.

Diese Bingokarte bringt wirklich die unsinnigsten Texte in einem hervor ;)
Da kann ich nur zustimmen, aber es passt doch zum Sommer!
Und auch Klischees muss man erstmal einfühlsam und gleichzeitig witzig (der Beckenrand und der letzte Satz z.B., ach ja und Thiels Kommentar mit dem Rasen) und IC schreiben. Also ein Hoch auf das Sommerbingo!

Er konnte sich nur zu gut an seinen letzten Freibadbesuch erinnern. Mit seiner Cousine, dieser hinterlistigen, gemeinen –
Schöner Hinweis auf die Canon-Cousine und die entsprechend kindische Hassbeziehung!

Meine Lieblingsstelle, abgesehen vom einfühlsamen Thiel, dem Boerne fast glaubt:
Und wenn er es recht bedachte, war es das eigentlich auch, für ihre Verhältnisse. Sie hatten zusammen schon wesentlich absurdere Dinge erlebt. Ihr Verhältnis war eine einzige Absurdität ...
dann muss ich mir ja keine Gedanken mehr über die leichte Absurdität meiner Sommerbingotexte machen :) , wenn Boerne das schon sagt
Ich mag, wie einfühlsam Thiel an den entscheidenden Stellen ist, also da, wo Boerne tatsächlich Angst hat.
Das freut mich! Irgendwie kippt der Text ja ein wenig vom komischen übers ernsthafte zum absurden, schön, daß der ernstere Mittelteil nicht ganz untergeht. Eigentlich meint Thiel es ja wirklich nur gut ...

Schöner Hinweis auf die Canon-Cousine und die entsprechend kindische Hassbeziehung!
*snicker*
Ich wollte ja immer noch die "Boerne überwindet mit Thiels Hilfe sein Sandkastentrauma"-Geschichte schreiben ... Das war sozusagen die Vorstufe ;)

dann muss ich mir ja keine Gedanken mehr über die leichte Absurdität meiner Sommerbingotexte machen :)
Nein, wahrlich nicht!
Sehr süß. :)

Nachts allein im Freibad klingt ja immer verlockend ...

Dieses Bild von Boerne mit der Badehose gefällt mir. Ich kann aber verstehen, dass er damit alles andere als glücklich ist. :)

"Das ist ja ganz einfach."

Das musste wohl kommen. Kaum ist Boerne für einen Moment nicht untergegangen, ist es schon ganz einfach. Er würde staunen, wenn Thiel ihm mal richtig schwimmen beibringen würde. ;)

Da das eben tatsächlich gar kein richtiger Schwimmunterricht ist, könnte man auf die Idee kommen, Thiel wollte Boerne gern fast nackt und aus allernächster Nähe sehen. Aber würde Thiel zu so einem Vorwand greifen? Da die beiden sich ja anscheinend vorher auch schon näher gekommen sind, hätte er das wahrscheinlich gar nicht nötig. :)

In solchen Momenten konnte Thiel manchmal erstaunlich eloquent sein. Während ihm regelmäßig die Worte fehlten; ein Umstand, der ihm etwas unangenehm war, Thiel aber zu erfreuen schien.

Sehr schön. Das sind die kleinen Details, die einem beim Lesen erst überraschen, weil man es eben anders gewöhnt ist, die dann aber in solchen Situationen absolut passend für die Figuren erscheinen.

Edited at 2013-05-13 08:51 pm (UTC)
Nachts allein im Freibad klingt ja immer verlockend ...
Oh. Ja. Meine Gedanken sind eindeutig ins Frivole abgewandert ;) Eigentlich sollte es wirklich nur ums Schwimmen gehen. Aber als ich die beiden da im Wasser hatte, nachts und alleine - wer würde da nicht schwach werden ...

Ich kann aber verstehen, dass er damit alles andere als glücklich ist. :)
In Anbetracht der späteren Ereignisse fragt man sich natürlich, warum er nicht einfach nackt schwimmen gegangen ist.

Da das eben tatsächlich gar kein richtiger schwimmunterricht ist, könnte man auf die Thiel kommen, Thiel wollte Boerne gern fast nackt und aus allernächster Nähe sehen.
Ach, naja, eigentlich ist es nur kein richtiger Schwimmunterricht geworden, weil ich das nicht so gut hätte schreiben können. Und außerdem ging es ja in Lektion 1 erstmal nur darum, die Angst vor dem Wasser zu überwinden. Wenn jemand in dem Alter nocht nicht schwimmen gelernt hat, steckt da ja schon in der Regel mehr dahinter. (Und außerdem ist mein Thiels Interesse nach den ersten Schwimmversuchen abgewandert ...)

die dann aber in solchen Situationen absolut passend für die Figuren erscheinen
:D

Und sowieso waren im Mondlicht alle Entchen grau.

*lol* Das ist wohl wahr!! (Von daher ist die Badehose doch gar nicht so schlimm *flöt* )

Schön, wie du von witzig auf ernst wechselst und diese Schwimmstunde für beide ja eigentlich perfekt endet. Boerne hat wenigstens etwas die Angst verloren und auch Thiel scheint zu bekommen, was er möchte - ohne Badehose. *bg*

Boerne hat wenigstens etwas die Angst verloren und auch Thiel scheint zu bekommen, was er möchte
Ich wage zu behaupten, daß auch Boerne noch bekommt, was er möchte ... ;)

Schön, daß es Dir gefallen hat! Trotz oder wegen des Wechsels von witzig zu ernst.


Oh, das ist gut: fast T/B crack, dabei sehr IC :-) Mir hat schon der Prolog super gefallen:

Ich habe nicht die geringsten Probleme - oh nein! Darauf falle ich nicht rein!
Sooo Boerne. Und er tut es doch, allein um sicherzustellen, dass Thiel sich nichts getan hat :-)

jetzt hacken Sie doch nicht ewig auf dieser Sache herum.
Ewig - seit letzter Woche, hmm ? *grins*

"Ziehe ich von der Miete ab. Kommen Sie jetzt?"
Ich kann ihn HÖREN ! Und sehen! Und überhaupt - die ganze Szene ist perfekt (abgesehen davon, dass ich nicht glauben kann, dass Boerne nicht schwimmen kann; aber unter diesen Umständen macht das gar nix :-))

Das war ganz und gar nicht das, was er für diese Nacht geplant hatte!
Gleich die ganze Nacht, hm ? Was auch immer es war, es lässt sich bestimmt nachholen; Thiel ist ja zeitlich flexibel :-)

Da ich selbst ehrenamtlich Kindern schwimmen beibringe und weiß, wie Persönlichkeits-abhängig die Überwindung von Angst im Wasser ist, bin ich schwer beeindruckt von Thiels Taktik: an Boernes naturwissenschaftliches Wissen zu appellieren, ist genial.

Ihr Verhältnis war eine einzige Absurdität ...
Und DAS beruhigt ihn *kopfschüttel* ? Typisch Boerne.

als er als Kind regelmäßig im Planetarium gewesen war. Ein schöner Sommer war das gewesen.
Armer Boerne, verbindet seine schönsten Sommererinnerungen mit Planetariumsbesuchen (wobei ich Planetarien und noch mehr Observatorien mag, aber erstere lieber bei Regenwetter).


und obwohl das vom Inhalt her gesehen mehr als albern war, denn eigentlich tat er ja gar nichts, klang Thiel so, als meinte er das völlig ernst.
Ich finde, dir gelingt Boernes POV sehr gut: dieses ständige Analysieren und das leichte Misstrauen, das er aktiv überwinden muss (was er natürlich nur bei Thiel macht).

Ich hoffe doch nicht, daß das schon die Hälfte war! Immerhin steigt die Lebenserwartung mit jedem -"
Uhoh, the professor ist back :-)

"Ich habe Sie überhaupt nicht gebeten, mir -" Er brach ab, als ihm auffiel, wie oft er genau diesen Satz schon von Thiel gehört hatte.
Selbsterkenntnis, und das um diese Uhrzeit,in gelb-oranger Badehose - das Leben ist manchmal nicht leicht *grins*

Es gefällt mir sehr, dass die Geschichte dann doch noch ernsthafter (und slashiger) wird und nicht in crack umkippt. Schon während der Schwimmübungen finde ich deine Beschreibungen sehr ... sinnlich und sie deuten schön auf das Ende hin, ohne dass du explizit auf ihre Beziehung eingehst. Schließlich hat Boerne in diesem Moment andere Probleme. Ich glaube, wenn sie kein Paar wären (oder zumindest auf dem Weg dahin*), hätte Thiel sich wohl nicht die Mühe gemacht, Boerne gegen seinen Willen Schwimmen beizubringen. Dass du am Ende Boernes Satz vom Anfang wieder aufgreifst, finde ich sehr gut. Und dass Thiel der aktivere in ihrer privaten Beziehung ist, gefällt mir sowieso immer; ich glaube, er ist da einfach unkomplizierter und direkter.
Ingesamt eine schöne Prompterfüllung (obwohl ich mir bei diesem prompt fast sicher war, du würdest eine "indirekte" Lösung schreiben, den Prompt also nicht direkt auf einen der beiden beziehen. So kann man sich irren.).

* Da sie sich immer noch siezen, gehe ich davon aus, dass dies das erste Mal ist.


Danke :D
Und ich hatte Sorge, daß das hier alles viel zu albern und unsinnig wird ...

Bei dem Prompt hatte ich gleich an die beiden gedacht, weil ich die Idee zu verlockend fand. Gibt es nicht auch zu jedem Pairing wenigstens eine Geschichte, in der einer dem anderen schwimmen beibringt? Vielleicht nicht ganz so populär wie Klaustrophobie, aber doch existent. Mir ist nicht ganz klar, warum die Idee so reizvoll ist, aber bei mir funktioniert es jedenfalls ;)

abgesehen davon, dass ich nicht glauben kann, dass Boerne nicht schwimmen kann
Solange man ihn im Canon nicht schwimmen sieht, werde ich das standfest behaupten! ;)

Ewig - seit letzter Woche, hmm ? *grins*
*snicker*
Ganz korrekt erkannt ...

Ich kann ihn HÖREN ! Und sehen!
Ich auch ^^
Eigentlich hatte ich nur überlegt, daß Boerne ja wohl keine Badehose haben wird, wenn er nicht schwimmen kann. Und daß Thiel ihn wohl kaum nackt ins Wasser kriegen wird. Also mußte Thiel eine Badehose für Boerne mitgebracht haben. Und in dem Moment habe ich ihn gehört ...

Da ich selbst ehrenamtlich Kindern schwimmen beibringe und weiß, wie Persönlichkeits-abhängig die Überwindung von Angst im Wasser ist, bin ich schwer beeindruckt von Thiels Taktik: an Boernes naturwissenschaftliches Wissen zu appellieren, ist genial.
Oh, danke, ich nehme das Kompliment stellvertretend für Thiel an :)
Ich habe ihn einfach tun lassen, was ich in dem Fall tun würde. Zwar habe ich noch nie jemandem Schwimmen beigebracht, aber ich finde es nach wie vor faszinierend, daß man im Wasser nahezu schwerelos "fliegen" kann. Daß das Wasser einen trägt. Und ich denke, wenn man das einmal erlebt hat, müßte es mit der elementaren Angst vorbei sein. (Ich glaube, so fing der Schwimmunterricht bei mir auch an; da war ich aber noch so klein, daß ich mich kaum erinnere)

Schon während der Schwimmübungen finde ich deine Beschreibungen sehr ... sinnlich und sie deuten schön auf das Ende hin, ohne dass du explizit auf ihre Beziehung eingehst.
Schön gesagt. Am Anfang hatte ich nicht einmal unbedingt Slash im Sinn, aber als ich die beiden dann erst einmal in einer warmen Sommernacht alleine im leeren Schwimmbad hatte ... es war nicht zu vermeiden ;) Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, daß alles weitere diese Szene überfrachten würde, weil Boerne nun ja doch ernsthaft Angst hat (sonst könnte er in dem Alter schwimmen).

Selbsterkenntnis, und das um diese Uhrzeit,in gelb-oranger Badehose - das Leben ist manchmal nicht leicht *grins*
*snicker*
Vielleicht klappt es mit der Selbsterkenntnis bei Boerne ja nur in solchen Situationen ...

Da sie sich immer noch siezen, gehe ich davon aus, dass dies das erste Mal ist.
Also die Variante, daß die beiden "auf dem Weg" sind, würde schon auch passen. Ich hatte allerdings eher dieses Universum im Blick, in dem die beiden Sex haben, aber (noch) keine Beziehung. Auf Ao3 tagge ich die entsprechenden Geschichten jetzt alle mit "friends with benefits", auch wenn das nicht so ganz richtig trifft, weil mir "fuck buddies" auch wieder zu unemotional klingt und ich nix passenderes gefunden habe.
In den Geschichten siezen sie sich dann ja häufig noch. Jedenfalls finde ich, dazu paßt Thiels Schlußsatz besser - wenn's das erste Mal* wäre, wäre das doch recht mutig ;) So oder so schwingen auch dabei für mich immer mehr Gefühle mit, denn Du hast schon recht, sonst würde sich Thiel wohl kaum die Mühe mit dem Schwimmunterricht machen. Und Boerne würde sich ganz sicher nicht zum Schwimmunterricht überreden lassen.

* Ich mußte mich übrigens sehr am Riemen reißen, hierzu nicht ein Prequel zum Prompt Sonnencreme zu schreiben *hust* Daran ist nur Thiel mit seinen suggestiven Bemerkungen schuld ...