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BT_Wandern

April 2018

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Büttenwarder

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BT_Blick_MVP

Hitzewelle I (Boernes POV)

Rating: P 12
Genre: Pre-Slash, h/c, FLuff
Sommer-Bingo-Prompt: unerträglich heiß
Handlung: Sommer. Er mochte den Sommer nicht. Vor allem nicht, wenn es so heiß war wie jetzt. (Boernes POV)
Länge: ~ 1.500 Wörter
A/N: Eigentlich ist das nix Neues. Aber ich bin trotzdem gespannt, ob es so wirkt wie ich es mir vorstelle.
A/N: Anfangs nicht geplant, sind noch zwei weitere Teile dazugekommen:
Hitzewelle II (Thiels POV)
Hitzewelle III (Silke Hallers POV)

***


Sommer. Er mochte den Sommer nicht. Vor allem nicht, wenn es so heiß war wie jetzt. Boerne unterdrückte mit Mühe ein Stöhnen, als er aus dem Bett kletterte. Er fühlte sich zerschlagen, kein Wunder bei dieser Hitze. Kein Wunder, daß er nicht richtig schlafen konnte - statt dessen hatte ein wirrer Traum den nächsten gejagt. Das einzig durchgehende Thema all seiner Träume war die Hitze gewesen.

Er schleppte sich ins Bad und wusch sich das Gesicht mit Wasser, das so kalt war, daß es fast schmerzte. Gegen die rasenden Kopfschmerzen half das nichts, aber wenigstens fühlte er sich für einen Moment ein wenig frischer. Ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, daß er zu allem Elend auch noch verschlafen hatte. Und das ihm, dabei hatte er Alberich erst vor kurzem aus gebotenem Anlaß darüber belehrt, daß Pünktlichkeit eine Tugend und für einen wohlorganisierten Menschen keine Herausforderung war. Organisiert ... er war organisiert. Die Zeit konnte er leicht wieder aufholen. Auch wenn es ihm schwerfiel, sich angemessen schnell zu bewegen ... er fühlte sich, als hingen an seinen Armen und Beinen schwere Gewichte, die jede Bewegung unendlich mühsam machten. Die Hitze. Er zögerte kurz bei der Frage, ob er duschen oder frühstücken sollte, für beides reichte die Zeit nicht mehr. Aber wenn er es recht überlegte, fühlte er sich ohnehin nicht danach, etwas zu essen. Duschen also. Kalt. Am besten kalt, so daß er endlich wieder einen klaren Kopf bekam.


***


Vor dem Schrank zögerte er kurz, aber bei dieser Hitze heute mußte er wohl Konzessionen machen. Er griff nach einem kurzärmligen Leinenhemd, das er sonst allenfalls in der Freizeit trug, und nach seiner leichtesten Hose. Er ließ sogar das Unterhemd weg, obwohl das gegen jedes Stilempfinden verstieß. Aber alleine bei dem Gedanken,  zwei Schichten Stoff zu tragen, brach ihm der Schweiß aus. Die Kleidung war schon so fast nicht auf seiner Haut zu ertragen. Und das am frühen Morgen - im Laufe des Tages würde es mit Sicherheit noch heißer werden.

Er griff nach seinem Autoschlüssel und ging zur Tür. Kurz vor acht, er würde es noch pünktlich ins Institut schaffen. Kein Problem. Ein wohlorganisierter Mensch ... für jemanden wie ihn war das ja wohl kein Problem. Und er würde sich auch nicht von den Unbilden des Wetters beeinträchtigen lassen. Als er die Tür hinter sich zugezogen und abgeschlossen hatte, mußte er sich kurz gegen die Wand lehnen, weil ihm schwindelig wurde. Die Wand war kühl, aber er mußte weiter.  Aus der Wohnung gegenüber hörte er Schritte, und er wollte sich jetzt nicht noch durch überflüssige Konversation mit Thiel aufhalten lassen. Aber obwohl er sich von der Wand abstieß und loseilte, war Thiel plötzlich da, noch bevor er den ersten Fuß auf die Treppe gesetzt hatte.

  "Wie sehen Sie denn aus?"

Er sah zur Seite und hatte den Eindruck, daß Thiel in der Hitze flimmerte.

  "Boerne?"

  "Seit wann legen Sie denn Wert auf korrekte Kleidung?" fragte er indigniert.

  "Sie haben ein kurzärmliges Hemd an", stellte Thiel das Offensichtliche fest, und er verdrehte die Augen.

  "An Tagen wie diesen bleibt selbst mir nichts anderes übrig", erklärte er und mußte feststellen, daß selbst das Sprechen bei diesen Temperaturen schwer fiel. "Bei solchen Hitzewellen ist leichte Kleidung ein Muß, um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Und jetzt lassen Sie mich -"

  "Boerne." Eine Hand stoppte ihn. Er versuchte an Thiel vorbei zur Treppe zu gelangen, aber ohne Erfolg.

  "Was soll denn -"

  "Boerne." Thiels Stimme klang so merkwürdig, daß er innehielt und aufsah. Eine zweite Hand griff nach ihm und er wunderte sich, warum sich Thiel so kühl anfühlte.

  "... Hitzewelle, Boerne?"

  "Was?"

  "Welche Hitzewelle denn, Boerne", wiederholte Thiel ungeduldig. "Das bißchen Sommer ist doch schon seit Tagen vorbei, es geht doch nachts schon wieder unter -"

Er sackte gegen Thiel, der ihn mit einem überraschten Geräusch fester faßte, aber es war zu spät, ihm wurde schwarz vor Augen und er fiel, und fiel, und fiel ... bis die Welt aufhörte, sich um ihn zu drehen, und er sich auf dem Boden wiederfand, halb auf dem Boden und halb in Thiels Armen, der mit ihm nach unten gerutscht war. Warum war Thiel denn bloß so unnatürlich kalt? Und wieso -

Eine kühle Hand berührte seine Stirn und er lehnte sich dagegen, in diese Kühle, die für einen Moment das schmerzende Hämmern hinter seiner Stirn übertönte. "Boerne?" Thiel klang besorgt. Jetzt konnte er das plötzlich einordnen, diesen merkwürdigen Ton, der ihn schon die ganze Zeit gewundert hatte; Besorgnis war das. Thiel klang so, wenn er sich Sorgen machte. Er versuchte zu antworten, versuchte zu sagen, daß nur die Hitze an allem schuld war, ein Kreislaufkollaps, das mußte es sein, wegen der Hitze, kein Grund zur Sorge, kein Grund ihn hier im Treppenhaus in den Armen zu halten, wenn jetzt jemand von den anderen Mietern vorbeikommen würde, was sollten die denn dann -


***


Als er die Augen aufschlug, lag er in seinem Bett. Aber irgendetwas war anders.

Sein Kopf. Das Hämmern war weg und hatte einem dumpfen Druckgefühl Platz gemacht.

Und die Bettwäsche. Heute morgen war sie noch schwarz gewesen, und jetzt war sie blau.

  "Na, wieder unter den Lebenden?"

Er drehte den Kopf zur Seite und biß die Zähne zusammen, als sein Nacken bei der Bewegung protestierte.

  "Thiel?"

  "Wenn Sie mich noch erkennen, sind wohl keine bleibenden Schäden zu befürchten", sagte Thiel und grinste.

  "Schäden?" Verspätet fiel ihm noch etwas anderes auf. "Was tun Sie denn in meinem Schlafzimmer?" Und was tat er selbst in seinem Schlafzimmer? Er war sich ziemlich sicher, daß er aufgestanden war. Ja, er war auf dem Weg zur Arbeit gewesen. Ein wenig spät dran, aber noch pünktlich. Thiel hatte ihn im Treppenhaus aufgehalten, und dann ... er runzelte die Stirn, weil die Bilder, die durch seinen Kopf geisterten, unmöglich wahr sein konnten. Erst mit Verspätung bemerkte er, daß Thiel geredet hatte, und just in diesem Moment natürlich stoppte und ihn erwartungsvoll ansah.

  "Wie bitte?"

Thiel seufzte. "Ich hab' Wadenwickel gemacht. Und Frau Haller war hier und hat Ihnen was gegeben. Sie hatten fast vierzig Fieber, haben Sie das denn nicht gemerkt?"

Er starrte Thiel an und erinnerte sich plötzlich, was heute Morgen nicht gestimmt hatte. Thiel hatte eine Jacke getragen. Eine Jacke, bei dieser Hitze! Er zuckte zusammen, als eine Hand seine Stirn berührte. Nicht mehr so kalt wie zuletzt, aber immer noch kühl. Natürlich ... sein Fieber war gesunken.

  "Geht's besser?" fragte Thiel. Er nickte, weil er sich wieder an die Besorgnis in Thiels Stimme erinnerte. Die Hand blieb, wo sie war, und er schloß die Augen wieder.

  "Wie spät ist es denn?"

  "Gleich sieben", antwortete Thiel. "Frau Haller meinte schon, daß es Ihnen zum Abend wieder besser gehen würde. Sie kommt nochmal vorbei, zur Sicherheit." Er versuchte abzuwinken, aber Thiel redete weiter. "Wenn das Fieber nicht gesunken wäre, hätte sie Sie ins Krankenhaus gebracht."

  "Jetzt dramatisieren Sie aber", murmelte er. "Ein grippaler Infekt, vermutlich."

  "Sie sind bei zwölf Grad halbnackt aufgebrochen", sagte Thiel.

  "Halbnackt? Ich hatte ein kurzärmliges Hemd an, das ist zugegebenermaßen ungewöhnlich für mich, aber ..."  ... mir war heiß, dachte er. Ja, in der Tat, er konnte sehen, daß das auf Thiel möglicherweise ein wenig beunruhigend gewirkt hatte. Er schlug die Augen wieder auf und sah in Thiels Gesicht. Zu nah. Thiel würde sich noch anstecken. Und die Hand war auch immer noch da, auf seiner Stirn. Er räusperte sich und versuchte Thiel darauf hinzuweisen, daß das keineswegs angemessen war, als Thiel weiterredete. "Das Hemd war offen." Die Hand bewegte sich, rutschte zur Seite und blieb dort liegen, während Thiels Daumen über seine Schläfe strich und er grübelte, was das zu bedeuten hatte. "Und Sie waren barfuß."

  "Oh."

  "Ja."

  "Ich verstehe. Aus diesen Indizien haben Sie messerscharf geschlossen, daß irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht."

  "Ich bin nicht ohne Grund Polizist geworden", sagte Thiel. Er konnte das Lächeln hören, obwohl ihm die Augen wieder zugefallen waren. Sehr müde. Ihm war nicht mehr heiß, aber die Müdigkeit zerrte an ihm und machte es ihm zunehmend schwerer, sich zu konzentrieren.

  "Thiel ...?"

  "Ja?"

  "Können Sie ... " Er versuchte, die Augen wieder zu öffnen, aber die Augenlider verweigerten ihm den Dienst. "Thiel ..."

Die Hand löste sich von seinem Gesicht und zog die Decke höher. "Schlafen Sie. Das hilft."

  "Thiel ..."

  "Ich bleibe hier."


***


Als er das nächste Mal die Augen aufschlägt, dämmert es gerade. Die Vögel singen, es muß noch sehr früh sein, vielleicht fünf. Sein Kopf ist nicht mehr so schwer, und als er sich diesmal bewegt, sind die Schmerzen schon viel erträglicher. Er sieht zur Seite, und da ist Thiel, wie er es versprochen hat. Thiel schläft. Thiel liegt auf seiner Bettdecke, neben ihm, und schläft. Bevor er darüber nachdenkt, was er tut, streckt er die Hand aus und berührt Thiel. Berührt Thiels Haare, die sich überraschend weich anfühlen.

Das Fieber ist zurückgegangen. Er sieht klar.


* Fin *


>> zu Hitzewelle II (Thiels POV)

>> zur Sommer-Bingo-Karte

Comments

Ich fing gerade an, mich zu wundern, wo Du trotz des Wetters die Inspiration für solch einen heißen Tag hernimmst, und dann ... :)

Mit offenem Hemd und barfuß! Da hätte Thiel sicherlich bei jedem Wetter zweimal hingeguckt. ;) Aber er hat ja glücklicherweise gleich die richtigen Schlüsse gezogen. Ich mag diesen besorgten und fürsorglichen Thiel. Und Bemerkungen wie die folgenden stellen ja sicher, dass er trotzdem nicht kitschig rüberkommt:

"Wenn Sie mich noch erkennen, sind wohl keine bleibenden Schäden zu befürchten", sagte Thiel und grinste.

"Ich bin nicht ohne Grund Polizist geworden", sagte Thiel.


Das Fieber ist zurückgegangen. Er sieht klar.

Dann kann ich mir ja jetzt vorm Zubettgehen ausmalen, dass da beizeiten mehr als nur Pre-Slash draus wird. :)
Dann kann ich mir ja jetzt vorm Zubettgehen ausmalen, dass da beizeiten mehr als nur Pre-Slash draus wird. :)
Ich hoffe, Du hattest Spaß daran ;) Wenn ein Sequel entstehen würde, hätte ich auch gar nix dagegen ...

Schön, daß es Dir gefallen hat und daß man tatsächlich nicht sofort drauf kommt, daß das eine Fiebergeschichte ist. Ich hatte gehofft, daß man erst im Treppenhaus beginnt Verdacht zu schöpfen.

Ich mag diesen besorgten und fürsorglichen Thiel.
Ich auch :)Immer wieder *hust* Wobei, genau diese Variante (sick!Boerne und caring!Thiel) habe ich glaube ich erst in einem Oneshot ... wobei, da war ja auch noch der mit Boernes Schwester ... O.K, in zwei Oneshots verbraten.
Wenn ein Sequel entstehen würde, hätte ich auch gar nix dagegen ...

Das habe ich damit jetzt weniger gemeint. Aber wenn Du vielleicht ... ;)
awww, der arme Boerne. Ich dachte, ich bin die einzige, die ihn gerne quält. ^^
Dass etwas nicht stimmt, merkt man recht schnell. Aber dass es ihn so erwischt hat, dass er mal kurz Thiel in die Arme fällt, damit hatte ich dann doch nicht gerechnet.

Ganz ehrlich: ich war immer überzeugt, man merkt, wenn man so hohes Fieber hat. Aber: meine Mutter hat nach ihrer Bestrahlung eine Lungenentzündung bekommen und ist über Tage (!) mit hohem Fieber rumgelaufen, hat sich so elend gefühlt und einfach nicht verstanden, warum. Ich konnte es damals kaum glauben... leider habe ich zu dem Zeitpunkt schon 200km weit weg gewohnt, sonst hätte ich das sicher schneller spitz bekommen. Also: durchaus vorstellbar, dass er das nicht so ganz gemerkt hat. Dass er aber so im Delirium war, dass er barfuß und mit offenem Hemd rumläuft, dagegen sträubt sich mein Krankenschwesternverstand ;-)

Naja, ich muss dir ja nicht erzählen, dass diese Geschichte Wasser auf meiner Mühle ist, du kennst mich ja. Süß, Boernes schwerfälliges Gedankenchaos und die Beobachtungen bzgl. der Kleidung, speziell des kurzärmeligen Hemdes. *lol*
Mir gefällt sehr, wie lieb Thiel sich kümmert (und Alberich auch, auch wenn man sie quasi gar nicht in Aktion erlebt.)
Und ich liebe es, dass Thiel bei ihm bleibt. da hast du mir gerade wieder etwas weggenommen... aber egal, ich wollte eh beim Bigbang weitermachen und nicht 'Asche zu Asche' weiterspinnen... wobei es mir durchaus in den Fingern juckt)

Die letzten zwei/drei Sätze ignoriere ich einfach. ^^

Danke!

Rest kommt nach der Arbeit ... sonst bin ich schon wieder zu spät ...

Edited at 2013-06-28 05:16 am (UTC)
Ich persönlich wünsche mir kein Sequel, sondern Thiels POV von dieser Geschichte. Das wäre schön. Habe ich auch bei diesen beiden Tiger-Varianten sehr gerne gelesen.

Ich hatte gehofft, daß man erst im Treppenhaus beginnt Verdacht zu schöpfen.
Tja, das mit dem Fieber ist so eine Sache... wirre Träume; Wasser, dass so kalt ist, dass es fast wehtut; Kleidung, die man kaum auf der Haut erträgt... das hast du alles so exakt beobachtet, da blieb ja quasi keine andere Möglichkeit. Dass ihm alles so schwerfällt, macht es nur noch deutlicher.

Aber ich liebe es. :D

Ich persönlich wünsche mir kein Sequel
Warum wundere ich mich nicht darüber ;) Nein, ich weiß schon, was Du meinst. Thiels POV hätte schon seinen Reiz.
Du mußt das mit dem Fieber ja erkennen, von Berufs wegen ;) Freut mich, daß ich die Symptome so anschaulich beschrieben habe.

Daß man sich bei Fieber vertut, ist mir auch schon passiert. Und ich selbst neige bei Fieber dazu, mir die Kleider vom Leib zu reißen ;) Es sei denn, es wird Schüttelfrost draus, dann natürlich das Gegenteil. Aber Du hast schon recht, das mit den (vergessenen?) Schuhen und dem Hemd ist ein klein wenig dramatisiert ... das liegt nur daran, daß ich etwas brauchte, was Thiel wirklich stutzen läßt. Und da Boerne wohl kaum kurze Hosen und Sandalen im Schrank hat, mußte ich zu solch drastischen Maßnahmen greifen. ;)

Ich freue mich jedenfalls, daß es Dir gefällt. Nach all den Sommer-Fluff&Crack-Geschichten hatte ich auch mal wieder das Bedürfnis nach was anderem.
Ganz ehrlich: noch während ich deine Kommentare gelesen habe, habe ich mich darüber geärgert, wie kalt es hier im Büro ist, und warum ich so Rückenschmerzen habe (und habe es dann mal - für eine Weile - auf die typischen Frauenhormone geschoben. Allerdings nicht sehr lange)
Innerhalb von einer Stunde ist ein derartiger Schüttelfrost draus geworden, dass mein Mann für ein par Minuten geglaubt hat, ich wolle ihn auf den Arm nehmen. Ich habe mich ins Bett gelegt und mich fast wieder rausgezittert. Von dem dröhnenden Schädel und den Knochenschmerzen mal ganz zu schweigen. *seufz*
Jetzt sitze ich hier und hab mich schon das zweite Mal seit gestern Abend mit einer Über- ordentlichen Dosis Ibuprofen abgeschossen, aber die Kopfschmerzen interessiert das nicht. *heul*
Naja. Wenigstens Fieber und Knochen sind dadurch einigermaßen im Griff.
wäääh
Meine Kinder dürfen sich ja immer etwas wünschen, wenn sie krank sind. Meist schauen wir einen schönen Film am Fernsehen, spielen geht mit fiebernden Kindern ja nun nicht so besonders gut.
Darf ich mir auch was wünschen? Dann wünsche ich mir den Thiel/Alberich POV
*puppyeyes*
Oh, Du Ärmste :( Das ist das mistige Wetter. Mein Mann und ich hüsteln auch schon vor sich hin seit ein paar Tagen.
Ich wünsche schnelle Besserung!

Dann wünsche ich mir den Thiel/Alberich POV *puppyeyes* Den würde ich ja sofort schreiben - aber wir müssen in Kürze aufbrechen zu einer Familienfeier (runder Geburtstag) im Saarland. Ich fürchte, es wird frühestens Sonntagabend was :(
Bis dahin bleibt nur der Hinweis auf meine mittlerweile bei AO3 eingestellten geschichten, die ich mittlerweile so extensiv getaggt habe, daß man sie nach Herzenslust filtern und sortieren und durchsuchen kann ... http://archiveofourown.org/users/cricri/works
Den würde ich ja sofort schreiben... Ich fürchte, es wird frühestens Sonntagabend was :(
Und wenn es erst nächste Woche Sonntag wird, ich würde mich wahnsinnig freuen!
Oh, schön, du hast wieder Zeit gefunden zu schreiben !

Dass etwas nicht stimmen kann, habe ich recht schnell gemerkt, aus dem einfachen Grund, dass du Boernes POV sonst "besser" schreibst :-) Wenn Boerne selbst schon sagt, er "schleppt" sich ins Bad, und dann gegen jede (naturwissenschaftliche) Vernunft kalt duscht, dann ist irgendwas falsch ... Und die ständige Wiederholung des "organisierten" Menschen zeigt schön sein Klammern an den letzten Rest Verstand. Dass es aber gar nicht wirklich heiß ist, sondern er im Fieberdilirium steckt, habe ich erst im Treppenhaus erkannt. Deine Taktik ist also bei mir prima aufgegangen :-)

"Seit wann legen Sie denn Wert auf korrekte Kleidung?" fragte er indigniert.
"Sie haben ein kurzärmliges Hemd an", stellte Thiel das Offensichtliche fest, und er verdrehte die Augen.

Da sieht man wieder, dass Boernes bissige Kommentare keineswegs böse Absicht, sondern wirklich tief in seinem Charakter verwurzelt sind. Dagegen kommt auch kein Fieber an :-)

Thiel klang besorgt. Jetzt konnte er das plötzlich einordnen, diesen merkwürdigen Ton [...] kein Grund ihn hier im Treppenhaus in den Armen zu halten, wenn jetzt jemand von den anderen Mietern vorbeikommen würde, was sollten die denn dann -
Sehr schön, wie Boernes Gedanken hier wieder im Kreis laufen und er dann gedanklich über Nebensächlichkeiten stolpert. Naja, noch Nebensächlichkeiten, aber es steht ja "pre-slash" drüber :-)


Thiel seufzte. "Ich hab' Wadenwickel gemacht. Und Frau Haller war hier und hat Ihnen was gegeben. Sie hatten fast vierzig Fieber, haben Sie das denn nicht gemerkt?"
Ich mag deinen fürsorglichen Thiel sehr. Allerdings denke ich auch, dass es schon einen barfüßigen Boerne bei 12 Grad braucht, um ihn hervorzulocken. Und dass er sich dann mit Alberich doch kompetente Beratung holt, ist sehr IC. Ich kann mir Thiels Gesicht gut vorstellen, als er Boerne so im Flur begegnet :-) Und dass man hohes Fieber selbst nicht bemerkt, weil man einen anderen Grund für die Zerschlagenheit findet, kenne ich auch.

Er starrte Thiel an und erinnerte sich plötzlich, was heute Morgen nicht gestimmt hatte. Thiel hatte eine Jacke getragen. Eine Jacke, bei dieser Hitze!
Klar, Fehler machen nur die anderen ! Dein Boerne ist sowas von ... Boerne eben ! Klasse :-)

und sah in Thiels Gesicht. Zu nah. Thiel würde sich noch anstecken. Und die Hand war auch immer noch da, auf seiner Stirn. Er räusperte sich und versuchte Thiel darauf hinzuweisen, daß das keineswegs angemessen war, als Thiel weiterredete. "Das Hemd war offen." Die Hand bewegte sich, rutschte zur Seite und blieb dort liegen,
Uhoh, sexual innuendo am Krankenbett. Das hatten wir doch schonmal, nur andersrum :-)) Gefällt mir sehr gut, gerade weil Boerne das nicht so sortiert bekommt in seinem heißgekochten Hirn. Ich würde ja zu gerne seine Gedanken lesen, wenn er nachher darauf zurückblickt: Ihm werden dazu wohl alle möglichen Ausreden bzw. Vorhaltungen an Thiels Adresse einfallen ...

Sehr schön, und gegen ein Sequel hätte ich auch nichts *flöt*

Psst: Im vorletzten Satz fehlt ein "er".


Danke :)

Hach, schön daß es klappt. Bis jetzt hat nur Baggi gleich auf Fieber getippt. Daß irgendetwas komisch ist, sollte man hingegen schon früh merken. Sonst wäre das Umkippen im Flur doch zu überraschend (bzw. noch überraschender) gekommen. Das ist immer noch sehr abrupt, aber irgendwie paßt das zu Boernes POV, der ja auch nicht damit rechnet.

Da sieht man wieder, dass Boernes bissige Kommentare keineswegs böse Absicht, sondern wirklich tief in seinem Charakter verwurzelt sind.
Na ob's das besser macht? ;) Aber ich weiß schon, was Du meinst ... er kann einfach nicht anders, das ist sein Default-Modus. Ebenso wie Fehler machen nur die anderen ! *grins*

Sehr schön, wie Boernes Gedanken hier wieder im Kreis laufen und er dann gedanklich über Nebensächlichkeiten stolpert.
Fand ich auch. Ein gesunder Boerne würde sich natürlich keine Gedanken darüber machen, was die Nachbarn denken ... das ist seinem geschwächten Zustand geschuldet.

Ich mag deinen fürsorglichen Thiel sehr. Allerdings denke ich auch, dass es schon einen barfüßigen Boerne bei 12 Grad braucht, um ihn hervorzulocken.
Beim fürsorglichen Thiel sind wir uns wohl alle einig :) Ich denke da immer an "Ruhe Sanft", wo er sich zwar murrend, aber letztendlich doch um Boerne kümmert und ihm jemanden zur Pflege sucht. Aber die zweite Beobachtung trifft es auch ziemlich gut, ich denke schon, daß es dafür ein bißchen was Ernsteres braucht. Vielleicht schreibe ich doch noch Thiels POV ... denn eigentlich war mein Startbild für die Geschichte die Begegnung im Flur und Boernes völlig deplatzierter Anblick angesichts des Wetterwechsels.

Uhoh, sexual innuendo am Krankenbett.
*snicker*
Ganz so weit würde ich nun noch nicht mal gehen ... aber daß da mehr mitschwingt, stimmt schon. Steht nicht umsonst Pre-Slash drüber.
Ich würde ja zu gerne seine Gedanken lesen, wenn er nachher darauf zurückblickt: Ihm werden dazu wohl alle möglichen Ausreden bzw. Vorhaltungen an Thiels Adresse einfallen ...
Schöner Gedanke, aber das paßt nicht mit meiner Idee zu Thiels POV weiter oben ... und auch nicht ganz zu dem letzten Abschnitt, der ja schon suggeriert, daß Boerne ein Licht aufgegangen ist. Ich muß nochmal in mich gehen ... Andererseits habe ich auch noch drei ausstehende Bingoprompts für einen Blackout - das mit dem sportlichen Eifer funktioniert bei mir ganz gut ;)

Danke für den Hinweis! Hab's korrigiert.
"Ich verstehe. Aus diesen Indizien haben Sie messerscharf geschlossen, daß irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht."

"Ich bin nicht ohne Grund Polizist geworden", sagte Thiel.


*lol* Ja, dazu gehört wirklich die Kombinationsgabe eines Polizisten, umd as alles richtig einzuordnen.

Schön, wie man als Leser im ersten Moment mit Boerne glaubt, dass es wirklich eine Hitzewelle gibt und man erst langsam darauf kommt, dass da etwas nicht stimmen kann.
Es freut mich sehr, daß es bei den meisten mit der Irreführung geklappt hat und auch Du zunächst an die Hitzewelle geglaubt hast :)
Ich glaube, die Idee hatte ich aus einem anderen Fandom, wo ein "Heat"-Event beworben wurde (alles zum Thema Hitze, und natürlich auch Fiebergeschichten).

*lol* Ja, dazu gehört wirklich die Kombinationsgabe eines Polizisten, um das alles richtig einzuordnen.
Jemand wie Du und ich wär' da nicht drauf gekommen ... ;)