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BT_Wandern

August 2018

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Büttenwarder

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BT_Anziehen

Zugelaufen

(Sommer)Challenge: Tabelle Kleidungsstücke: Der Pullover von jemand anderem
Sommer-Bingo-Prompt: Das Wunder einer Sommernacht
Rating: P 12
Genre: Slash, est. rel. (kind of), Humor
Handlung: Eine Sommernacht. Das Wunder des Lebens. Und ein Pullover.
Länge: ~  1.500 Wörter
Zeit: 120 Minuten. Mindestens. Ich mußte dem ganzen nochmal einen anderen Rahmen geben, sonst hätte es gar nicht hingehauen.
A/N: Das ist hochgradiger Unsinn. ABER ich habe damit zwei Prompts erschlagen, einmal Sommer-Bingo und einmal 120-Minuten-Sommerchallenge. Also nicht so pingelig sein ;)
A/N: Das ist im "Wir haben Sex aber sonst nix (behaupten wir wenigstens)"-Universum angesiedelt. Sonst macht das noch weniger Sinn als sonst.
geschrieben für 120_minuten


***


Daß Boerne ihn mitten in der Nacht aus dem Bett klingelte, das war ja nix Neues. Thiel unterdrückte ein Gähnen, während er dem Wortschwall zu folgen versuchte, der sich über ihn ergoß. Normalerweise ging es dann um irgendeine spontane Eingebung - dann war Boerne hektisch, aber eher fröhlich aufgekratzt. Mit Sex hatten diese spontanen Eingebungen zum Glück nichts mehr zu tun, nachdem Thiel mehr als deutlich erklärt hatte, daß das außer Frage stand, wenn man ihn nachts aus dem Schlaf holte, und daß Boerne sich so etwas gefälligst vor elf Uhr abends oder nach acht Uhr morgens überlegen sollte. Die Alternative zu spontanen Eingebungen der wir-müssen-unbedingt-noch-heute-Nacht-dieses-Haus-durchsuchen-Art waren echte Notfälle. Dann war Boerne auch hektisch, aber eindeutig nicht fröhlich. Heute traf irgendwie beides zu, ein Zustand, der so bisher noch nicht vorgekommen war.

  "Was ist denn los", unterbrach er Boerne, als er seine Gedanken endlich soweit sortiert hatte. Aus dem Gerede wurde er sowieso nicht schlau.

Boerne sah ihn einen Moment sprachlos an. Er konnte förmlich sehen, wie es hinter seiner Stirn arbeitete und wußte, daß Boerne am liebsten Das erkläre ich Ihnen doch die ganze Zeit! geantwortet hätte. Aber dann holte der andere nur tief Luft und sagte:  "Verstehen Sie was von Geburten?"

  "Was?" Einen Moment lang fragte er sich ernsthaft, ob er vielleicht in Wirklichkeit noch schlief und das ein Traum war. Aber dann redete Boerne weiter und es machte klick.

  "Sie wecken mich doch nicht ernsthaft mitten in der Nacht, weil dieses verlauste Vieh Junge bekommt!?"


***


O.K., vielleicht war er wirklich etwas grob gewesen. Er hatte an sich nichts gegen Katzen. Und auch nichts gegen diese spezielle Katze, die Boerne vor einigen Monaten zugelaufen war. Eigentlich war sie dem Haus zugelaufen. Eines Tages war sie da gewesen und hatte anscheinend beschlossen zu bleiben. Vielleicht wäre sie auch wieder weitergezogen, aber Boerne war eingeknickt und hatte sie in die Wohnung gelassen. Und jetzt hatte er den Salat. Also Boerne. Und er mit, denn ohne diese Vorgeschichte würde er jetzt in Frieden schlafen, statt nachts um zwei ratlos neben einer hochschwangeren Katze zu stehen. Hieß das überhaut schwanger? Und warum, warum in Gottes Namen mußte Boerne ihn wegen dieser Geschichte wecken? Er hatte noch nie ein Haustier gehabt, und sein Wissen über Haustiergeburten beschränkte sich darauf, daß es so etwas wohl geben mußte. Irgendwo. Bei irgendwem. Aber nicht bei ihm.

  "Sie sind doch Arzt! Das Thema ist doch wohl während Ihrer Ausbildung mal vorgekommen, hoffe ich!"

Boerne sah zu Boden und murmelte etwas.

  "Was?"

  "Das hab' ich verpaßt, da war ich krank", wiederholte der andere widerwillig. "Leider. Und in den letzten Jahren hatte ich berufsbedingt eher mit dem Gegenteil zu tun, das wissen Sie doch selbst am besten. Aber Sie sind doch Vater, Sie erinnern sich doch sicher noch -"

  "Sie wollen meine Frau doch wohl nicht mit Ihrer Katze vergleichen?" fragte Thiel empört.

  "Ex-Frau", korrigierte Boerne, "und vom medizinischen Standpunkt ist der Mensch auch nur ein Säugetier."

  "Pfff .."

  "Immerhin haben Sie damit aus erster Hand Erfahrungen, die mir in diesem speziellen Fall bedauerlicherweise fehlen."

  "Naja ..."

  "Hm?"

  "Also ich hab' das damals leider ... der Schichtplan, und dann ging alles so schnell ..."

  "Jetzt kommen Sie mal zum Punkt. Was genau wollen Sie mir sagen?"

  "Ich hab' Lukas Geburt verpaßt. Leider", murmelte Thiel. Daß er darüber irgendwie gar nicht so unglücklich gewesen war, behielt er lieber für sich.

  "Na hervorragend. Und was machen wir jetzt? Gibt es eigentlich Notveterinäre, wenn irgendetwas schief geht?" fragte Boerne, jetzt langsam sichtlich nervös.

  "Was fragen Sie mich? Hab' ich ein Haustier oder Sie?"

  "Apropos ..." Boerne sah ihn an. "Das erinnert mich an etwas. Wollen Sie nicht eins von den Jungen nehmen?"

  "Danke, ich hab' schon jemanden, der mich regelmäßig aus dem Bett holt." Thiel verdrehte die Augen und sah wieder hinunter auf Boernes Katze. "Was ist das denn?"

Boerne sah ebenfalls wieder nach unten und strahlte. "Ich glaube, die Sorgen waren unbegründet. Da haben wir ja schon das erste Kätzchen." Er beugte sich nach unten und streichelte die Mutter vorsichtig. "Das hast du gut gemacht."

Naja. Was andere Menschen an Kätzchen so anziehend fanden, erschloß sich ihm ja nicht. Dieses schleimige kleine Wesen, das da auf der Wolldecke -

  "Ist das etwa mein Pullover, auf dem das Vieh da liegt?!"

Boerne sah ein ganz klein bißchen betreten aus. "Der lag noch bei mir rum, und sie hat einen weichen und sicheren Ort für die Geburt -"

  "Warum konnte sie dafür nicht was von Ihnen nehmen!"

  "Jetzt stellen Sie sich nicht so an. Das kann man doch waschen." Boerne sah ihn vorwurfsvoll an. "Es geht hier doch nun wirklich um wichtigeres als um Ihren Pullover."

  "Wichtigeres?"

Boerne machte eine ausladende Handbewegung. "Das Wunder des Lebens. Und so."

  "Ja toll", murmelte Thiel. Und da war auch schon Kätzchen Nummer zwei. Auf seinem Pullover. Aber jetzt war ja eh alles zu spät, das Tier jetzt woanders hinzulegen, hätte er auch nicht übers Herz gebracht.


***


Eine Dreiviertelstunde später waren es drei kleine Kätzchen auf seinem Pulli. Die, nachdem die Mutter sie trockengeleckt hatte, tatsächlich ganz flauschig und einigermaßen niedlich aussahen. Und etwas besonders ekliges, was Boerne als Plazenta identifizierte - daran erinnerte er sich noch aus dem Geburtsvorbereitungskurs -, und was die Katze prompt auffraß. Davon war beim Geburtsvorbereitungskurs seinerzeit nicht die Rede gewesen.

  "Wenn das mal kein Grund zum Feiern ist", erklärte Boerne fröhlich. Von Thiels halblautem manche Menschen würde das eher als Plage bezeichnen ließ er sich nicht davon abhalten, eine Flasche Wein und zwei Gläser zu holen. Und ja, insgeheim mußte Thiel zugeben, daß es schon wirklich ein herzerwärmender Anblick war, jetzt, wo die Kleinen bei der Mutter lagen und tranken. Kaum auf der Welt, noch blind - die ersten zehn Tage, hatte Boerne gesagt - aber das klappte schon. Und die Katze schnurrte und sah so zufrieden aus, wie eine Katze nur aussehen konnte.

Er ließ sich das Glas in die Hand drücken und von Boerne darüber aufklären, daß die Tatsache, daß jedes der Jungen anders aussah, ein Indiz dafür war, daß sie von verschiedenen Vätern stammten. Wegen der Vererbung und der Fellfarben, aber da kam er nicht mehr so richtig mit. Nicht um diese Uhrzeit. Und der Wein half da auch nicht weiter. Und ob er das mit den verschiedenen Vätern so genau wissen wollte, wußte er auch nicht, auch wenn das Thema Boerne faszinierte.

  "Evolutionär betrachtet ist das perfekt."

Thiel nickte und gähnte.

  "Wollen Sie nicht doch eins nehmen? Dieses rundliche kleine Kerlchen?" Boerne zeigte auf das schwarze Kätzchen, das inzwischen sichtlich vollgefressen auf dem Rücken lag und ebenfalls gähnte. "Na, wie wär's? Der paßt doch? Oder die." Boerne nahm das Tierchen vorsichtig in die Hand. "Hm ... Das wird wohl noch ein paar Tage dauern, bis man zu dem Thema etwas - sind Sie müde?"

  "Wie kommen Sie denn darauf?" murmelte Thiel, der sich rückwärts aufs Bett hatte kippen lassen. Inzwischen war es bestimmt vier. Und er hatte zu viel Wein getrunken. Boerne setzte das Kätzchen auf seinem Bauch ab. "Na kommen Sie, geben Sie sich einen Ruck."

  "Nix da, sehen Sie selbst zu, wie Sie den Nachwuchs loswerden", sagte Thiel schläfrig. Im Hintergrund maunzte die Katze, ein seltsam hoher, kläglicher Ton, und Boerne nahm das Kätzchen wieder in die Hand und setzte es zurück zu seiner Mutter. Die Matratze gab nach, als Boerne sich neben ihn fallen ließ und ebenfalls an die Zimmerdecke starrte. Es war immer noch sehr warm. Spätsommer ... man konnte problemlos ohne Decke einschlafen. Komisch, er hatte immer gedacht, daß Katzen im Frühjahr und im Herbst Junge bekamen. Herbstkätzchen und Maikätzchen, hatte seine Mutter gesagt.

  "Wollen Sie sie hier im Schlafzimmer lassen?"

  "Sicherheitshalber", murmelte Boerne, der mit einem Mal auch ziemlich K.O. klang. "Falls noch irgendetwas ist."

Thiel nickte müde. Er sollte jetzt wirklich aufstehen und in sein Bett gehen.


***


Geweckt wurde er von energischem Maunzen und Boernes leisem Schschsch.

  "Was ist?"

  "Schlafen Sie weiter", sagte Boerne. "Ich geb' ihr Futter."

O.K. Er war schon halb wieder eingeschlafen, bis ihm bewußt wurde, wo er war. Und dann war Boerne wieder zurück und im Bett, bevor er noch protestieren konnte. Plus die Katze, die, wie er blinzelnd feststellen mußte, ihre Brut am Fußende des Bettes deponiert hatte.

  "Erzählen Sie mir nicht, daß ich mit Ihnen und vier Katzen in einem Bett geschlafen habe."

  "Warum?"

  "Das ist unhygienisch."

  "Drei davon sind doch noch ganz klein", nuschelte Boerne und rückte näher.

  "Und was wird das jetzt?"

  "Auf der anderen Seite kann ich mich nicht ausstrecken. Wegen der Katzen."

Irgendwie gewann er langsam den Verdacht, daß Boerne die Sache Spaß machte. Nicht, daß sie noch nie ... aber nicht so unmotiviert. Meistens blieb er nicht einmal über Nacht. Wobei der Arm, der jetzt warm und schwer auf ihm lag, nicht unangenehm war. Nur eben irgendwie merkwürdig und ungewohnt.

  "Hat die Katze eigentlich inzwischen endlich einen Namen?"

  "Katze", nuschelte Boerne gegen seine Schulter.

  "Das ist doch kein Name."

  "Ist doch egal." Boerne gähnte. "Hauptsache, sie weiß, wo sie hingehört."

  "Mhm ..."

  "Bleiben Sie zum Frühstück?"

Thiel zögerte. Aber warum eigentlich nicht. "Meinetwegen."


* Fin *


>> zur Sommer-Bingo-Karte

Comments

Oh, sehr schön. Wie die Katze praktisch Thiel und Boerne zusammenbringt, gefällt mir sehr gut.

nachdem Thiel mehr als deutlich erklärt hatte, daß das außer Frage stand, wenn man ihn nachts aus dem Schlaf holte, und daß Boerne sich so etwas gefälligst vor elf Uhr abends oder nach acht Uhr morgens überlegen sollte.

Das kann ich mir so richtig vorstellen. :)

Irgendwo. Bei irgendwem. Aber nicht bei ihm.

Sehr Thiel!

Die Doppelung, dass beide etwas verpasst haben, ist super.

"Wollen Sie nicht doch eins nehmen? Dieses rundliche kleine Kerlchen?"

:)

"Hauptsache, sie weiß, wo sie hingehört."
"Mhm ..."
"Bleiben Sie zum Frühstück?"
Thiel zögerte. Aber warum eigentlich nicht. "Meinetwegen."


Klingt fast so, als ob auch Thiel jetzt wüsste, wo er hingehört. :)
Das kann ich mir so richtig vorstellen. :)
Ich mir auch! Bei beiden, also sowohl, daß Boerne das gnadenlos tun könnte als auch Thiel, bei dem der Spaß an dem Punkt garantiert aufhört.

Die Doppelung, dass beide etwas verpasst haben, ist super.
Ich hoffe, es wurde auch deutlich, daß Boerne dem Thema Geburt ebenso wenig abgewinnen kann wie Thiel ... "krank", von wegen ...

Klingt fast so, als ob auch Thiel jetzt wüsste, wo er hingehört.
Ich denke schon. Vielleicht noch nicht so ganz bewußt ;)
Die Geschichte war erst ganz konfus, aber als mir diese Parallele zum Ende plötzlich eingefallen ist, war ich sehr erleichtert. Außerdem bin ich stolz drauf, wie ich "der Pullover von jemand anderem" untegebracht habe *snicker*

Wollen Sie nicht eins von den Jungen nehmen?"
"Danke, ich hab' schon jemanden, der mich regelmäßig aus dem Bett holt."

*snicker*

"Ist das etwa mein Pullover, auf dem das Vieh da liegt?!"
ohh Thiel... xD

Davon war beim Geburtsvorbereitungskurs seinerzeit nicht die Rede gewesen.
Das vielleicht nicht, aber du willst nicht wissen, was einige Frauen/Paare mit der Plazenta machen... *schüttel* Im Garten vergraben und einen Baum draufpflanzen ist da noch die harmlose Variante...

"Wollen Sie nicht doch eins nehmen? Dieses rundliche kleine Kerlchen?"
ohh Boerne ^^

"Das ist unhygienisch."
Dass ausgerechnet Thiel sich über Hygiene Gedanken macht, ist schon echt ein Hammer

"Hat die Katze eigentlich inzwischen endlich einen Namen?"
"Katze", nuschelte Boerne gegen seine Schulter.

Ich hatte eigentlich erwartet, dass Boernes Katze auf Dauer irgendeinen hochtrabenden Namen bekommt, am ehesten nach einem bedeutenden Mediziner benannt oder so...
(Dass er das Tier behält, kann ich mir allerdings sogar tatsächlich vorstellen... er ist ja offensichtlich tierlieb, wie wir schon dank Mimi wissen... wenn auch nicht unbedingt, was Hunde angeht. Bzw. ist er da ängstlich, aber dulden tut er ihn ja sogar)

Sehr niedlich. Und keine peinlichen Kleidungsstücke. Darüber, wie es mit dem Pulli weitergeht, will ich jetzt mal nicht spekulieren.

Und jetzt muss ich das Wohnzimmer schmücken und ein riesiges Barbie-Haus einpacken *kreisch*, meine Kleine hat morgen Geburtstag. Und dann gehe ich wieder ins Bett, da habe ich heute schon gefühlte 20 Stunden zugebracht, was ja alltags leider nicht geht, auch wenn mir sehr der Sinn danach gestanden hätte in den letzten Tagen.
Also, schreib fleißig weiter, das sind die kleinen Lichtblicke zurzeit.


Edited at 2013-07-13 08:32 pm (UTC)
Sehr niedlich.
Danke! Das war die Absicht ;)

Das vielleicht nicht, aber du willst nicht wissen, was einige Frauen/Paare mit der Plazenta machen... *schüttel*
Stimmt, Du bist ja vom Fach. Aber auch so hört man hin oder wieder das ein oder andere, was man gar nicht wissen will. Viele Tiere fressen die Nachgeburt tatsächlich gleich auf, damit der Geruch keine Raubtiere anlockt. Zumindest habe ich das mal so gelernt ... vermutlich bei einer Tiersendung im Fernsehen. ;) Ob Katzen das wirklich tun, weiß ich nicht, unsere/meine waren immer frühzeitig sterilisiert.

Dass ausgerechnet Thiel sich über Hygiene Gedanken macht, ist schon echt ein Hammer
*grins*
Ja, das paßt eigentlich nicht. Aber in dieser Geschichte ist er derjenige von den beiden, der nie ein Haustier hatte und dem der Bezug zu Tieren fehlt. Und solche Leute finden es gerne mal unhygienisch, wenn die Katze mit im Bett schläft ... ;)

am ehesten nach einem bedeutenden Mediziner benannt
Oh ja, das hätte auch gut gepaßt. Ich weiß nicht, ob Du Big Bang Theory schaust, aber da gibt es eine sehr niedliche Folge, in der sich Sheldon zum Trost ganz viele Katzen anschafft, und sie nach berühmten Physikern nennt.
Hier brauchte ich das allerdings, damit Boerne den "Hauptsache, sie weiß wo sie hingehört" Satz sagen kann :)

Ich höffe, die Feier ist schön und Dir geht's wieder besser!


Edited at 2013-07-14 11:42 am (UTC)
Der erste Absatz ist klasse: dass Thiel Boernes unterschiedliche Motivationen, ihn mitten in der Nacht aufzuwecken, schon am Tonfall heraushört; dass er diese Störungen doch irgendwie grummelnd akzeptiert hat; dass sie eine "kein Aufwecken für Sex"-Regel einführen mussten.


Hier brauchte ich das allerdings, damit Boerne den "Hauptsache, sie weiß wo sie hingehört" Satz sagen kann :)
Ja, der Satz ist sehr schön. Und ich kann mir vorstellen, dass Boerne die Katze wirklich nicht benennt, weil es ja eigentlich keinen vernünftigen Grund dafür gibt, dass er eine streunende Katze aufnimmt, aber viel vernünftige Gründe dagegen. Wenn er ihr einen Namen gibt, hat er offensichtlich eine völlig unlogische Entscheidung getroffen; so kann er immer noch sagen, sie sei ja garnicht seine Katze. Obwohl das natürlich nicht mehr stimmt. Ist so ähnlich wie mit Thiel :-)


Wollen Sie nicht eins von den Jungen nehmen?"
"Danke, ich hab' schon jemanden, der mich regelmäßig aus dem Bett holt."

*grins*
Dass Boerne versucht, Thiel durch ein eigenes Kätzchen zum "Komplizen" zu machen, ist sehr IC. Und Thiels Reaktion auch :-)

"Das ist unhygienisch."
"Drei davon sind doch noch ganz klein", nuschelte Boerne und rückte näher.

Aha, und deswegen hygienischer ? Boerne ist schon ziemlich k.o., oder ? Lebende Patienten sind einfach nicht sein Ding, dafür ist er viel zu leidenschaflich.



so kann er immer noch sagen, sie sei ja garnicht seine Katze. Obwohl das natürlich nicht mehr stimmt. Ist so ähnlich wie mit Thiel :-)
In der Tat :)

Danke für die Rückmeldung! Ich bin gerade auf dem Sprung zum Verreisen und leicht gestreßt - ich hasse packen - und komme weder zum Schreiben noch zum Kommentieren. Aber unterwegs sollte es dann wieder was werden ...
Hauptsache, sie weiß, wo sie hingehört."
So sehe ich das auch, aber eben was Thiel angeht. Hauptsache er weiß, dass er zu Boerne gehört. Was eine schöne herzerwärmende Geschichte!! Gefällt mir!!
und jetzt möchte ich eine Katze, ist klar, oder?
und jetzt möchte ich eine Katze, ist klar, oder?
Katzengeschichten sind ziemlich einfach zu schreiben, weil Katzen einfach niedlich sind und die Leserinnen alleine schon deshalb *Awwww* denken ;)

Aber ja, ich fand die Geschichte auch ganz putzig, und nicht nur, weil ich es geschafft habe, zwei Prompts in einem Text unterbringen zu können. Sondern vor allem wegen des einen Satzes, den Du zitiert hast und der noch gar nicht da war, als ich angefangen habe zu schreiben, dann aber im richtigen Moment aufgetaucht ist und einfach paßt :) Danach war der Titel dann auch ganz einfach zu finden ...