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BT_Wandern

August 2018

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Büttenwarder

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Team Sirius

Metamorphose

(Sommer)Challenge: Tabelle Orte: Tanzfläche
Team: Sirius
Fandom: Original
Rating: P 6
Handlung: Ein Ort, zwei Gesichter.
A/N: First time for everything. Ich habe noch nie was anderes als Fanfiction geschrieben. Das hier ist eine Art Erinnerung, und tatsächlich das, was mir bei "Tanzfläche" spontan durch den Kopf ging.
Länge: ~ 200 Wörter
Zeit: 25 Minuten


***


Should I stay or should I go now

Sie sind die letzten die tanzen. Selbstvergessen. Lange über den Punkt der Müdigkeit hinaus. Das Ende ist schon eingeläutet, der Getränkeverkauf eingestellt, die meisten sind gegangen. Gleich heißt es, die letzten Betrunkenen davon zu überzeugen zu gehen.

Nur noch ein Lied.

Und in den zwei, drei Stunden, die bleiben, bis die Putzfrauen mit ihrer morgendlichen Schicht anfangen, heißt es aufräumen und fegen. Denn dann beginnt der neue Tag, mit Vorlesungen und Seminaren. Dieser Ort ist dann nur noch eine Verbindung zwischen Hörsaal A und Seminarraum B. Ein Ort, den man hastig durchquert, weil man zu spät dran ist. Ein Ort, an dem man anderen begegnet und vielleicht eine Tasse Kaffee trinkt und auf den wenigen Stühlen am Rand sitzt. Ein Ort, dem man nicht ansieht, daß hier vor ein paar Stunden noch hunderte von Menschen gefeiert haben. Ein Ort, der voll war mit glücklichen, tanzenden Menschen.

Er sieht dann nur noch aus wie eine überdimensionierte Diele, auch wenn er auf den hochtrabenden Namen Foyer hört. Aber die, die in der Nacht da waren, wissen, daß er eigentlich eine riesige Tanzfläche ist.

Und außerdem sind sie ziemlich müde.


* Fin *

Comments

Dieses gefällt mir sehr; vielleicht, weil ich eine ähnliche Erinnerung habe.

Sie sind die letzten die tanzen. Selbstvergessen. Lange über den Punkt der Müdigkeit hinaus
Irgendwie etwas hypnotisch ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Und ich kenne das Gefühl!

Ein Ort, dem man nicht ansieht, daß hier vor ein paar Stunden noch hunderte von Menschen gefeiert haben. Ein Ort, der voll war mit glücklichen, tanzenden Menschen
Man sieht es ihm nicht mehr an, aber man erinnert sich daran.

Aber die, die in der Nacht da waren, wissen, daß er eigentlich eine riesige Tanzfläche ist.
Ich komme mir vor, als wäre ich auf derselben Feier gewesen. ^^
Irgendwie etwas hypnotisch ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll.
Ging mir genauso ;) Ich bin froh, wenn was von dem Gefühl rübergekomen ist, das ich beschreiben wollte.

Ich fand das damals, als ich noch Unifeten (mit)organisiert habe, immer sehr faszinierend, daß da nachts der Bär tobte und am nächsten Tag am gleichen Ort der Alltag weiterging.
Sehr stimmungsvoll. Und irgendwie fühle ich mich am Ende ein bisschen - verkatert ? Weil die nächtliche Welt wie eine Seifenblase geplatzt ist, wenn erstmal die Neonröhren leuchten und der Putzdienst loslegt.

Ein Ort, der voll war mit glücklichen, tanzenden Menschen.
Was natürlich nicht stimmt. Denn irgendwer hat in dieser Nacht dort seine Freundin betrogen. Oder ganz offen mit einem anderen geflirtet. Oder wurde sitzengelassen. Oder steht schon ewig bei solchen Parties am Rand, weil einfach die große Liebe fehlt. Aber der Satz beschreibt schön die Nachwirkungen einer solchen "verliebten" Nacht :-)

Und ich habe keine Ahnung, wieso diese kurze Geschichte mich so sehr zur "Gegenwehr" herausfordert !? Bin wohl gerade in der falschen Stimmung @v@

Edited at 2013-07-22 10:20 am (UTC)
Und ich habe keine Ahnung, wieso diese kurze Geschichte mich so sehr zur "Gegenwehr" herausfordert !?
Das habe ich mich bis zu diesem deinem letzten Satz ehrlich gesagt auch gefragt. ^^
Lies sie morgen noch mal. Vielleicht ist es dann besser und sie bürstet nicht mehr gegen den Strich. :D
Vielleicht verbindest Du mit dem Bild einer solchen Feier gerade was anderes. Denn irgendwer hat in dieser Nacht dort seine Freundin betrogen. Oder ganz offen mit einem anderen geflirtet. Oder wurde sitzengelassen. Oder steht schon ewig bei solchen Parties am Rand, weil einfach die große Liebe fehlt.
> das stimmt natürlich. Aber für mich war die Zeit, an die ich mich da gerade erinnert habe, diejenige, an der ich nicht am Rand gestanden habe. Ein sehr schönes Gefühl, denn an sich war und bin ich immer eher die, die nur halb dazu gehört und nicht ganz dabei ist. Und das "sie" ist in dem Fall nicht einmal ein Paar, sondern eingentlich sind es die, die die ganze Sache organsisiert haben und darum als letzte tanzen, denn davor mußten sie ja arbeiten, damit die anderen feiern konnten ... Aber das habe ich vermutlich zu mehrdeutig geschrieben.

Sehr stimmungsvoll. Und irgendwie fühle ich mich am Ende ein bisschen - verkatert ? Weil die nächtliche Welt wie eine Seifenblase geplatzt ist, wenn erstmal die Neonröhren leuchten und der Putzdienst loslegt.
Den Moment wollte ich, sehr schön beschrieben. Wobei ich das weniger negativ gesehen habe, ich fand es eher immer faszinierend, daß bei diesen Feiern an der Uni der Betrieb am nächsten Tag weiterging und man nichts mehr von der Nacht gesehen hat. Der Kontrast war einfach gigantisch - nachts haben manchmal mehrere tausend Leute gefeiert, und am nächsten Tag war davon keine Spur mehr zu sehen. Also, nicht an dem Ort ... vielleicht das ein oder andere gebrochene Herz oder neue Paar ;)
Aber das habe ich vermutlich zu mehrdeutig geschrieben.
Ich hatte mir schon sowas gedacht.

Wobei ich das weniger negativ gesehen habe, ... daß bei diesen Feiern an der Uni der Betrieb am nächsten Tag weiterging und man nichts mehr von der Nacht gesehen hat.
Vllt. fühlt sich das so verkatert an, weil es immer so viel Arbeit war, bis man nichts mehr gesehen hat, und natürlich alles an ein paar Leuten zu wenig hängenblieb ... Mitgefeiert haben wir da eigentlich nie (und diejenigen, die dann doch mitgefeiert haben, haben höchstens noch die Fachschaftscouch freigeräumt, um drauf zu schlafen), so dass man am nächsten Morgen zwar das schöne Erfolgserlebnis hatte, aber eben nicht dieses Gefühl, dass man als Partygast nach eineer tollen Feier hat und das du so schön beschrieben hast...
und diejenigen, die dann doch mitgefeiert haben, haben höchstens noch die Fachschaftscouch freigeräumt, um drauf zu schlafen
Das Problem hatten wir eher weniger. Also, mitgetrunken hat eigentlich niemand vom Kernteam, das auch fürs Aufräumen eingeteilt war, sonst hätte man das nicht mehr geschafft. Außerdem hatte ich zumindest immer zu viel Sorge, bei solchen Mengen von Menschen ist schnell was passiert. Da muß man einen klaren Kopf behalten. Ich kann mich an mindestens einmal erinnern, da mußten wir die Polizei rufen. Und einmal wegen Überfüllung schließen, da war mir auch ziemlich mulmig. In meinem Kopf laufen dann schnell Katastrophenszenarien ab - wenn es jetzt zu brennen anfngt, kommen dann noch alle durch die Notausgänge? Ähnlich mulmig war mir, als ich mal bei einer größeren Demo als Ordnerin eingeteilt war - so viele Menschen auf einem Haufen sind einfach unberechenbar, und wenn es eskaliert, dann kannst Du da eigentlich nichts mehr steuern.

Auf der Fachschaftscouch hingen wir anschließend halbtot und haben versucht zu frühstücken ;) Und den nächsten Tag zu schaffen ... Was damals noch einigermaßen ging, heute könnte ich das nicht mehr.

Ich erinnere mich aber auch, daß der Streß einer solchen Feier regelmäßig dazu geführt hat, daß es zwischen einzelnen zum Streit kam und nach jeder Feier war die Gruppe wieder ein bißchen kleiner, weil sich ein paar ausgeklinkt haben. Dann wurden es wieder mehr, bis der nächste Streßtest kam usw. ;)

Aber Spaß gemacht hat es trotzdem :) Hach, die Jugend ... *wird sentimental und geht Fotos anschauen*
Von sowas hast du Fotos ??? Bei mir war das noch vor Handy-Kamera-Zeiten, und mit Fotoapp. in ich da nicht rumgelaufen ...
Dann viel Spaß :-)

Edited at 2013-07-29 11:21 am (UTC)
Ja, tatsächlich, auf ein oder zwei Feiern hat mal jemand fotografiert und ich habe Abzüge, vom Aufbau der Bühne, und vom Bierverkauf und so. Und natürlich auch einige Fotos von anderen Aktivitäten, vom Fachschaftsraum usw. Aber natürlich nicht mit im Urlaub, da muß ich warten, bis ich wieder zuhause bin ;)

Mein erster Gedanke beim Lesen war übrigens - keine Foto-App? Ja ist doch klar, ohne Handy gibt's ja auch noch keine Apps *facepalm*
Bei mir war das natürlich auch deutlich vor der Handy-Zeit. Irgendwo winkte gegen Ende meiner Studienzeit das In-ter-net am Horizont ...