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BT_Wandern

September 2018

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Büttenwarder

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X_Zaunkönig

Rec: Blind Date von Rebecca (Fandom: Neues aus Büttenwarder)

Ich wollte nicht *nur* Geschichten zum Münsteraner Tatort empfehlen ... hier mal etwas anderes, über das ich zufällig gestolpert bin und was mir sehr gut gefallen hat.

Titel der Geschichte: Blind Date
Autorin: rebecca2525
Link: AO3
Fandom: Neues aus Büttenwarder
Hauptpersonen: Kurt Brakelmann/Arthur "Adsche" Tönnsen
Länge: mittel (5.162 Wörter)
Warnungen: keine
Genre / Einstufungen: Humor, Pre-Slash / Slash
Zusammenfassung/Teaser:
Brakelmann beschreitet neue Wege der Partnervermittlung, Adsche ist ihm dicht auf den Fersen, Harald erweist sich als echter Spürhund und Shorty eröffnet ein Internetcafé.
Eigentlich bin ich nur aus Zufall in dieser Geschichte gelandet. "Neues aus Büttenwarder" kenne ich nur dem Namen nach. Aber schon nach wenigen Sätzen hat mich die Geschichte gefangen genommen. Sie ist sehr stimmungsvoll geschrieben, mit viel trockenem Humor. Obwohl die meisten bei dem Paar wohl eher "Crack Pairing" denken werden, ist dem nicht so. Die Autorin nimmt ihre Figuren ernst, und trotz des Humors, der ganz klar im Vordergrund steht, ist die Liebesgeschichte, die sich hier anbahnt, kein Witz.
Zusammenfassung der Autorin:
Adsche fühlt sich mangels heiratswilliger Frauen einsam. Brakelmann hat eine Idee.


Warum man die Geschichte lesen sollte:
Es gibt nicht viel gut geschriebene deutschsprachige Fanfiction. Die Geschichte gehört dazu. Außerdem bringt sie einen unweigerlich zum Lachen und ist so locker leicht geschrieben, daß man gar nicht anders kann, als mit einem guten Gefühl daraus wieder aufzutauchen. Und ich für meinen Teil überlege mir jetzt, ob ich mir "Neues aus Büttenwarder" doch mal ansehen sollte ...

Leseprobe:
Ich bin schlecht bei der Auswahl von Leseproben ... Hier könnte man sowieso eigentlich jeden Teil rausgreifen. Deshalb habe ich mich einfach für den Anfang entschieden - das hat auch den Vorteil, daß ich noch nicht zu viel von der weiteren Handlung verrate ;)

Brakelmann saß an seinem Esstisch, das Kinn in die Hand gestützt, und beobachtete, wie eine Fliege auf dem Rand seines Schnapsglases landete. Desinteressiert sah er zu, wie das Tier sich über einen Tropfen Köm hermachte. Auf der anderen Seite des Tisches saß Adsche, lang in seinem Stuhl ausgestreckt, gelangweilt die Daumen drehend und ebenfalls einen Glas Köm vor sich. Kurzum, es war ein ganz gewöhnlicher Abend.

Die Minuten verstrichen, und während Brakelmann und Adsche weiterhin schweigend vor sich hinstarrten, wagte sich die Fliege tiefer in das Schnapsglas hinein.

Plötzlich unterbrach Adsche die Stille und fragte nachdenklich: "Du, sach mal, Brakelmann, warum sind wir eigentlich noch nich verheiratet?"

Brakelmann legte den Kopf schief und sah Adsche an. Er fand es oft schwer, seinem Freund zu folgen, wenn er ohne Vorwarnung tiefschürfende Gedanken äußerte. Es kam so selten vor. Fragend deutete er mit der Hand zwischen ihnen beiden hin und her, um sicherzugehen, dass er Adsche richtig verstand.

"Ich mein, jeder von uns. Mit jemand anders", stellte Adsche klar.

"Ach so." Brakelmann seufzte. Frauen waren ein leidiges Thema. Ehrlich gesagt hatte er auf dem Gebiet fast nur Misserfolge zu verbuchen — bis auf ein einziges Mal — und wenn er erstmal anfing, darüber nachzudenken, führte das meist dazu, dass ihm andere seiner Misserfolge in den Sinn kamen, und dann landete er unweigerlich beim Geld. Das war ein anderes leidiges Thema.

Mit einem Summen plumpste die Fliege in Brakelmanns Köm und zappelte hilflos darin herum. Na großartig.

Comments

Brakelmann und Adsche sagen mir zwar nicht das Geringste, aber die Leseprobe ist echt der Hammer. Super beobachtet, super geschrieben! *lol* (Aber was um alles in der Welt ist KÖM?)

Gut möglich, dass in den nächsten Tagen mal schnell recherchiere, um wen und was es in Büttenwarder geht, und mir die Geschichte dann zu Gemüte führe. Lesen lässt sich das Ganze offensichtlich super, es ist eher die Frage, ob mich das Drumherum anspricht.
Die Geschichte liest sich wirklich sehr, sehr schön.

Aber was um alles in der Welt ist KÖM?
Müßtest Du das nicht wissen? Du wohnst doch "da oben" ;)
Ich vermute mal ein Kümmelschnaps, also ein Aquavit, so vom Namen: Köm/Kümmel. Außerdem trinkt man den in Norddeutschland und Skandinavien viel, glaube ich.
Die Serie habe ich zwar auch noch nie gesehen, habe aber die Geschichte gerade trotzdem gelesen. Lustige Typen, deren Logik ziemlich bestechend ist. Und wenn man sich dann noch so einen trockenen norddeutschen Dialekt dabei vorstellt ...

Aber so richtig darf ich nicht darüber nachdenken, dass die beiden von Jan Fedder und Peter Heinrich Brix gespielt werden. ;)
deren Logik ziemlich bestechend ist
Allerdings! Das war sozusagen unvermeidlich ...
Ich habe mir auch den zugrundeliegenden Sketch mit Sinatra / Martin angesehen, aber mir gefällt Rebeccas Umsetzung viel besser :)

Freut mich, daß Dir die Geschichte auch gefallen hat und sich die Enpfehlung gelohnt hat!

Aber so richtig darf ich nicht darüber nachdenken, dass die beiden von Jan Fedder und Peter Heinrich Brix gespielt werden. ;)
*grins*
Ja, das ist eher gewöhnungsbedürftig*, zumal ich Jan Fedder nur vom Großstadtrevier her kenne. Aber gut möglich, daß es mir anders geht, sobald ich die beiden mal in der Vorlage sehe.

* Wobei lilian_raven (wenn ich mich nicht irre) kommentiert hat, daß ihr der Gedanke auch schon ein oder zweimal gekommen sei ... also so abwegig ist das wohl nicht, wenn man die Serie sieht ;)